Der letzte Countdown

Bevor wir uns daran machen, ein bisher außer acht gelassenes Bauteil der Orion-Uhr zu betrachten, wenden wir uns nochmals eingehend den vier Orion-Zyklen zu, um herauszufinden, auf welchen biblisch/göttlichen Zahlen diese beruhen.

Die göttlichen Zahlen und das schwarze Schaf

Zuerst lernten wir in der Orion-Präsentation auf den Folien 67 - 69 die grundlegende Mathematik Gottes kennen, die auf den Zahlen 3 und 4 und der daraus gebildeten Summe 7 und ihrem Produkt 12 beruht. Diese Zahlen spielen in der ganzen Bibel eine herausragende Rolle und so auch in der Uhr Gottes.

Für diejenigen, die glauben, dass wir hier Numerologie betreiben würden oder diese Zahlen keinerlei Bedeutung hätten, hier einige Zitate von Ellen White:

Petrus war zu Christo gekommen mit der Frage: „Wie oft muß ich denn meinem Bruder, der an mir sündiget, vergeben? Ist’s genug siebenmal?“ Die Rabbiner beschränkten die Ausübung der Vergebung auf drei Vergehen. Petrus, in der Meinung die Lehren Christi zu befolgen, wollte diese Zahl auf sieben, die Zahl der Vollkommenheit ausdehnen. Aber Christus lehrte, daß wir niemals des Vergebens überdrüssig werden sollen. „Nicht siebenmal“ sagte er, „Sondern siebenzigmal siebenmal.“ {CGl 241.1; COL.243.1}

Laßt uns daran denken: Der Lebensbaum trägt zwölf Arten von Früchten. Dies stellt das geistliche Werk unserer irdischen Sendung dar. Das Wort Gottes ist unser Lebensbaum. Jeder Schriftabschnitt hat seine Anwendung. Aus jedem Teil des Wortes ist irgendeine Lehre zu ziehen. Lernt daher, wie man die Bibel studiert! Dieses Buch ist kein Haufen zusammengewürfelter Dinge. Es ist ein Erzieher. Eure eigenen Gedanken müssen arbeiten, ehe ihr durch das Bibelstudium wirklichen Nutzen haben könnt. Geistige Sehnen und Muskeln müssen am Worte angesetzt werden. Der Heilige Geist wird an die Worte Christi erinnern. Er wird den Sinn erleuchten und das Forschen anleiten (Brief 3, 1898). {BK.552.7, 7BC.989.7}

Der Gerichtszyklus dauert 168 Jahre und dies kann durch die folgende Formel dargestellt werden, die im Schwur Jesu zu den beiden Männern am Flussufer von Daniel 12 gegeben war (siehe Orion-Präsentation Folien 70 - 74):

7 · (12 + 12) = 168

Ein biblischer Schwur (sich selbst mal sieben zu nehmen) ist ein Vertrag oder Pakt und Jesus schwor (7), die Versprechungen aus dem alten Bund (12) und (+) dem neuen Bund (12) in den letzten Tagen wahr zu machen.

Da hörte ich den in Linnen gekleideten Mann, der oberhalb der Wasser des Flusses war, wie er seine Rechte [12] und [+] seine Linke [12] zum Himmel erhob und schwur [7, Multiplikation mit 7 = biblischer Schwur] bei dem, der ewig lebt: «Eine Frist, zwei Fristen und eine halbe; und wenn die Zersplitterung der Macht des heiligen Volkes vollendet ist, so wird das alles zu Ende gehen!» (Daniel 12,7)

Im Großen Orion-Zyklus von 4032 Jahren finden wir diese Orion-Formel bzw. ihr Ergebnis erneut vor:

168 · (12 + 12) = 4032

Dies ist nicht erstaunlich, denn das Lamm war vom Anfang der Welt geschlachtet und damit auch die beiden Bünde von Anfang der Welt geplant (siehe 1. Mose 3,15).

Auch im Plagen-Zyklus, der exakt 336 Tage dauert, finden wir die Zahl 168 wieder, sogar zweimal:

168 + 168 = 336

Die grundlegende Formel, aus der 168 gebildet wurde, bewirkt, dass folgende Zyklen ohne Rest durch die Zahl 7 der Perfektion geteilt werden können.

Großer Orion-Zyklus: 4032 ÷ 7 = 576
Gerichts-Zyklus: 168 ÷ 7 = 24
Plagen-Zyklus: 336 ÷ 7 = 48

Die Endergebnisse der Division können wiederum als Produkte der Zahl beider Bünde (12 + 12 = 24) aufgefasst werden:

Großer Orion-Zyklus: 576 ÷ 24 = 24
Gerichts-Zyklus: 24 ÷ 24 = 1
Plagen-Zyklus: 48 ÷ 24 = 2

Wenn wir nun den Posaunen-Zyklus betrachten, fällt uns sofort ein großer Unterschied auf:

Die 624 Tage sind weder durch 7 noch durch 168 ohne Rest teilbar.

Die Division von 624 ÷ 24 ergibt 26. Aber wie sollen wir diese seltsame noch nie da gewesene Zahl 26 verstehen?

Es gibt nur eine Antwort...

13 + 13 = 26

13 ist die Zahl des Bundes mit Satan... Satan will immer höher als Gott sein und das drückt sich in seiner Bundeszahl 13 aus, die um 1 größer als die Bundeszahl Gottes 12 ist.

Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will zum Himmel emporsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und mich niederlassen auf dem Götterberg im äußersten Norden; (Jesaja 14,13)

Wenn wir die Formel des Posaunen-Zyklus wie folgt aufschreiben, dann sehen wir, dass sich hier zwei feindliche Armeen gegenüber stehen:

(13 + 13) · (12 + 12) = 624

Während für Gott die 144.000 (12 · 12 · 1000) Übrigen aus beiden Bünden streiten, stehen sie ihren Widersachern aus Satans Lager aus dem Bund zwischen Kirche und Staat (13 + 13) gegenüber. Der Posaunenzyklus zeigt eine direkte Konfrontation, eine wirkliche Schlacht zwischen Gut und Böse, an. Dementsprechend müssen die Ereignisse, die wir zu den von Gott in der Uhr angezeigten Datumsangaben finden werden, auch Ereignisse innerhalb einer Schlacht sein. Diese Ereignisse werden Satans Taten widerspiegeln und all seine Bosheit ans Licht bringen. Somit ist der Posaunen-Zyklus, der Zyklus des schwarzen Schafes Asasel aus der Schöpfung Gottes.

In allen anderen Orion-Zyklen ist es Gott, der ermahnt, zurechtweist, reinigt, straft und agiert. Im Posaunen-Zyklus werden wir mit den direkten Aktionen Satans konfrontiert und werden erkennen müssen, wie sehr uns Satan hasst. Satan kann aber durch seine schrecklichen Angriffe nur gegen diejenigen etwas ausrichten, die die Mahnungen Gottes und die wahren Lehren aus dem vorausgegangenen Gerichtszyklus nicht angenommen haben werden. Noch ist Zeit bis Jom Kippur 2014, zu studieren, was wir mit der Vierten En­gels­bot­schaft zu sagen beauftragt sind und jeder, der für Gott in dieser entscheidenden Schlacht um die 144.000 stehen möchte, muss sein Leben und sein Glaubensgerüst entsprechend der göttlichen Lehren, die in der Orion-Uhr und im Schiff der Zeit angezeigt werden, umgestalten. Wir müssen Gottes Charakter verstehen und annehmen, wenn wir bestehen wollen.

Bevor wir uns an eine detailliertere Betrachtung der neu gefundenen Zyklen machen können, müssen wir noch zwei prophetische Konzepte der Bibel durcharbeiten, um ein klareres Bild über die Einbettung dieser Orion-Runden im Gesamtkonzept von Gottes Rettungsplan für das Universum zu erhalten. Dies wird uns zum einen in das Buch der Offenbarung und zum anderen ins Buch Hesekiel führen, wo wir Gold und Augensalbe für Laodizea finden werden.

Das Glockenspiel der Uhr Gottes

Beeindruckendes GlockenspielSchon mehrfach habe ich hervorgehoben, dass Offenbarung 4 die Blaupause bzw. den Konstruktionsplan der Uhr Gottes darstellt. Fast alle adventistischen Ausleger sind sich einig, dass das Kapitel mit dem Öffnen der Tür zum Allerheiligsten im Jahr 1844 beginnt:

Darnach schaute ich, und siehe, eine Tür war geöffnet im Himmel; und die erste Stimme, die ich gleich einer Posaune mit mir reden gehört hatte, sprach: Steige hier herauf, und ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll! (Offenbarung 4,1).

Die darauf folgenden Verse haben wir in den vorangegangenen Studien bereits ausführlich analysiert:

Und alsbald war ich im Geist; und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer. [Wir haben verstanden, dass hier der Oriongürtel mit den drei Sternen gemeint ist, der das göttliche Trio auf einem Thron symbolisiert.] Und der darauf saß, war anzusehen wie Jaspis und Sardisstein; und ein Regenbogen war rings um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd. [Dies ist Gott Vater auf Seinem Thron, denn Er ging als Erster in den Gerichtssaal des Allerheiligsten wie in der Parallelstelle in Daniel 7 gezeigt wird.] Und rings um den Thron waren vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen sah ich vierundzwanzig Älteste sitzen, angetan mit weißen Kleidern, und auf ihren Häuptern goldene Kronen. [Die 24 Ältesten stellen das 24-Stundenrad der Orion-Uhr dar.] Und von dem Throne gehen Blitze und Stimmen und Donner aus, und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron; das sind die sieben Geister Gottes. [Die sieben Sterne des Orion.] Und vor dem Thron ist es wie ein gläsernes Meer, gleich Kristall [der Orion-Nebel]; und in der Mitte des Thrones und rings um den Thron sind vier lebendige Wesen, voller Augen vorn und hinten. [Die 4 Seraphim zeigen die Zeit an. Sie sind die Uhrzeiger der Orion-Uhr.] Und das erste ist gleich einem Löwen, das zweite gleich einem Kalbe, das dritte hat ein Angesicht wie ein Mensch, und das vierte ist gleich einem fliegenden Adler. [Die Seraphim stellen auch die Charaktereigenschaften Jesu dar, was ein früher Hinweis darauf ist, dass die Uhr Jesus selbst symbolisiert.] Und die vier lebendigen Wesen, von denen ein jedes sechs Flügel hat, sind ringsherum und inwendig voller Augen; und sie hören Tag und Nacht nicht auf zu sagen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott der Allmächtige, der da war, und der da ist, und der da kommt! [Dreimal "heilig" ist das göttliche Trio, aber "der da kommt" ist wieder Jesus und Sein zweites Kommen, dargestellt durch die Orion-Uhr zu jeder Zeit ihrer Existenz seit ihrer Erschaffung.] (Offenbarung 4,2-8)

Was machen wir aber mit den nächsten Versen?

Und so oft die lebendigen Wesen Ruhm und Ehre und Dank darbringen dem, der auf dem Throne sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, so fallen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Throne sitzt, und beten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und werfen ihre Kronen vor dem Throne nieder und sprechen: Würdig bist du, unser Herr und Gott, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen! (Offenbarung 4,9-11)

Bereits im Jahr 2010 als die erste Version der Orionstudie erschienen war, erkannte ich, dass der Bauplan der Uhr Gottes in Offenbarung 4 noch einen weiteren Bestandteil aufwies. Damals schrieb ich auch die erste Version des Artikels Sieben Schritte zur Ewigkeit und erklärte dort diesen Bestandteil. Ich hatte dabei richtig erkannt, dass die Anbetungsszene der vier lebendigen Wesen und der Ältesten so etwas wie ein himmlisches Glockenspiel der Uhr Gottes darstellte, denn hier wird eine wiederkehrende Funktion der symbolischen Seraphim und Ältesten aufgezeigt, die nur zu bestimmten Zeiten stattfinden würde, also ähnlich der Funktion eines Glockenspiels, das auch nur zu festgesetzten besonderen Zeiten ertönt.

In diesem Artikel versuchte ich, die in der Offenbarung wiederholt vorkommenden ähnlichen Anbetungsszenen mit den von mir in der Orion-Uhr erkannten Siegeln zu harmonisieren. Aber bald musste ich erkennen, dass ich mich mit meiner ersten Interpretation der Lage der Siegel getäuscht hatte und somit war meine damalige Auslegung der Glockenspielszenen ebenfalls in Frage zu stellen und ich zog den Artikel zurück.

Immer wieder versuchte ich, die Glocken­spiele einzuordnen, aber offensichtlich war die Zeit dafür noch nicht gekommen. So erschienen auch die neuen Erkenntnisse in den Orion-Präsentationen mit den Versionsnummern 2 und 3 ohne eine Lösung für diese offensichtlich wichtige Funktion der Uhr. Wichtig deshalb, da sie so oft in der Offenbarung erwähnt wird und dies dem hebräisch-literarischen Prinzip der Hervorhebung durch Wiederholung entspricht.

Anfang 2013 fanden wir den Großen Orion-Zyklus und ich folgte der Eingebung, dass dies der Inhalt der Neuauflage der Sieben Schritte zur Ewigkeit sein sollte und wir publizierten dieses neue Wissen jedoch wieder ohne die Glockenspielszenen perfekt interpretieren zu können und deshalb erwähnten wir sie auch diesmal nicht.

Erst nachdem der Heilige Geist in Form des Vierten Engels aus Offenbarung 18 am 31. Januar/1. Februar 2014 in unserem bescheidenen "Tempel" in Paraguay herniedergekommen war und uns das Wissen um die letzten zwei Zyklen der Orion-Uhr geschenkt hatte, konnte ich mich daran machen, unter Seiner Anleitung zu verstehen, was uns Gott mit dem Glockenspiel Seiner "Weltenuhr" {LJ 23.3; DA.32.1} zeigen möchte.

Diesen kurzen Abriss der Ge­schich­te der Erlangung des Wissens, das ich im Folgenden weitergeben werde, habe ich begonnen, ohne diejenigen unter den Lesern zu berücksichtigen, die aufgrund ihrer nationalen oder kulturellen Umstände eventuell gar nicht wissen, was ein Glockenspiel ist. Deshalb möchte ich dies hier nachholen und dazu soll das Beispiel des Glockenspiels des Neuen Rathauses in meiner Geburtsstadt München dienen.

Etwa auf Höhe des Rathausdaches befindet sich das größte Glockenspiel Deutschlands. Im Spielwerkserker werden zwei Ereignisse aus der Münchner Stadtgeschichte dargestellt: Hauptthema ist die im Februar 1568 gefeierte Hochzeit von Herzog Wilhelm V. mit Renate von Lothringen, anlässlich der ein Ritterturnier auf dem Marienplatz stattfand. Beim Wettkampf triumphierte der bayerische Ritter über seinen lothringischen Gegner. Neben dem Fürstenpaar und seinem Hofmarschall gehören insgesamt 16 Figuren zu dieser Szene. In der unteren Etage tanzen die Schäffler; die Fassmacher sollen sich nach einer schweren Pestepidemie als Erste wieder auf die Straßen gewagt und mit ihrem Tanz die Bevölkerung erheitert haben. Der Tanz der Münchner Schäffler findet seither alle sieben Jahre statt.

Mit seinen insgesamt 43 Glocken bildet das Glockenspiel täglich um 11 und 12 Uhr, sowie von März bis Oktober zusätzlich um 17 Uhr, einen Hauptanziehungspunkt für Touristen.

Treffend fand ich auch folgende Bemerkung auf Wikipedia:

Aus historisch technischen Gründen findet man Glocken­spiele häufig an astronomischen Uhren oder in Verbindung zu Glockentürmen.

Wer würde leugnen, dass Gottes Uhr im Orion eine astronomische Uhr ist!?

Das Glockenspiel des Münchner Rathauses hat gewisse Ähnlichkeiten mit der Anbetungsszene aus Offenbarung 4 (und den später wiederholt auftretenden Wiederholungen):

  1. Im Glockenspiel ist eine Szene dargestellt, die zu Ehren einer oder mehrerer hochgestellter Persönlichkeiten stattfand.
  2. Das Glockenspiel stellt ein geschichtliches Ereignis dar bzw. hat es zum Thema (Hochzeit Fürstenpaar, Ende der Pest).
  3. Es können mehrere Ereignisse in einem Glockenspiel vorkommen.
  4. Das dargestellte Ereignis ist ein erfreuliches Ereignis bzw. markiert das Ende einer schlimmen Zeit.
  5. Verschiedene Figuren stellen das Ereignis dar. Dabei kann zwischen Gruppen unterschieden werden (Ritter, Narren, Musiker, Schäffler).
  6. Bestimmte Melodien oder Lieder, die dem Ereignis zugeordnet werden können, werden immer wieder abgespielt.
  7. Das Glockenspiel findet nur zu festen bestimmten Zeiten statt und folgt einem genauen Zeitplan.

Bei unserer Untersuchung der Glockenspielszenen der Uhr Gottes werden wir all diese Elemente immer wiederfinden.

Unsere Aufgabe ist es nun, die Funktion dieses göttlichen Glockenspiels zu entschlüsseln und herauszufinden, wann und aus welchem Grund es ertönt und welche Botschaft Gott uns damit übermitteln will.

Fertigen wir dazu zunächst eine Liste aller Vorkommnisse des göttlichen Glockenspiels in der Offenbarung an:

GlockenspielVerse der Offenbarung
1 Und so oft die lebendigen Wesen Ruhm und Ehre und Dank darbringen dem, der auf dem Throne sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, so fallen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Throne sitzt, und beten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und werfen ihre Kronen vor dem Throne nieder und sprechen: Würdig bist du, unser Herr und Gott, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen! (Offenbarung 4,9-11)
2 Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamme nieder, und sie hatten jeder eine Harfe und goldene Schalen voll Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen. Und sie sangen ein neues Lied: Würdig bist du, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu brechen; denn du bist geschlachtet worden und hast für Gott mit deinem Blut Menschen erkauft aus allen Stämmen und Zungen und Völkern und Nationen und hast sie für unsren Gott zu einem Königreich und zu Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden. (Offenbarung 5,8-10)
3 Und ich sah und hörte eine Stimme vieler Engel rings um den Thron und um die lebendigen Wesen und die Ältesten; und ihre Zahl war zehntausendmal zehntausend und tausendmal tausend; die sprachen mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet ist, zu empfangen die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Ruhm und Lobpreisung! Und alle Geschöpfe, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meere sind, und alles, was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und die vier lebendigen Wesen sprachen: Amen! Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder und beteten an den, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und ich sah, daß das Lamm eines von den sieben Siegeln öffnete, und ich hörte eines von den vier lebendigen Wesen wie mit Donnerstimme sagen: Komm und sieh! (Offenbarung 5,11-6,1)
4 Darnach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen; die standen vor dem Throne und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern, und Palmen in ihren Händen. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Das Heil steht bei unsrem Gott, der auf dem Throne sitzt, und bei dem Lamm! Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und die vier lebendigen Wesen und fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an und sprachen: Amen! Lobpreisung und Ruhm und Weisheit und Dank und Ehre und Macht und Stärke sei unsrem Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. (Offenbarung 7,9-12)
5 Und der siebente Engel posaunte; da erschollen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Das Weltreich unsres Herrn und seines Gesalbten ist zustande gekommen, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und die vierundzwanzig Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen saßen, fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott an und sprachen: Wir danken dir, Herr, allmächtiger Gott, der da ist, und der da war, daß du deine große Macht an dich genommen und die Regierung angetreten hast! Und die Völker sind zornig geworden, und dein Zorn ist gekommen und die Zeit der Toten, daß sie gerichtet werden, und daß du den Lohn gebest deinen Knechten, den Propheten und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und daß du die verderbest, welche die Erde verderben! (Offenbarung 11,15-18)
6 Darnach hörte ich wie eine laute Stimme einer großen Menge im Himmel, die sprachen: Halleluja! Das Heil und der Ruhm und die Kraft gehören unsrem Gott! Denn wahrhaft und gerecht sind seine Gerichte; denn er hat die große Hure gerichtet, welche die Erde mit ihrer Unzucht verderbte, und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert! Und abermals sprachen sie: Halleluja! Und ihr Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Throne saß, und sprachen: Amen! Halleluja! (Offenbarung 19,1-4)

Vor Johannes öffnete sich die Tür zum Allerheiligsten (Offb. 4,1) und er durfte das Buch mit den sieben Siegeln, das nach Ellen White die gesamte Ge­schich­te der Menschheit umfasst, schauen.

Wir fragen Johannes, was er in der Vision auf Patmos gesehen und gehört hat und er antwortet: "Und ich sah in der Rechten dessen, der auf dem Throne saß, ein Buch, innen und außen beschrieben, mit sieben Siegeln versiegelt. Und ich sah einen starken Engel, der verkündete mit lauter Stimme: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen? Und niemand, weder im Himmel noch auf Erden noch unter der Erde, vermochte das Buch zu öffnen noch hineinzublicken." {20MR 197,1} [ÜdA]

Dort, in seiner offenen Hand lag das Buch, die Geschichtsrolle von Gottes Vorsehungen, die prophetische Ge­schich­te der Völker und der Gemeinde. Hierin befanden sich die göttlichen Äußerungen, Seine Autorität, Seine Gebote, Seine Gesetze, der ganze symbolische Rat des Ewigen und die Ge­schich­te aller Machthaber der Nationen. In symbolischer Sprache war in dieser Rolle der Einfluss jeder Nation, jeder Sprache und jeden Volkes seit Beginn der Erdgeschichte bis zu ihrem Ende enthalten. {20MR 197,2} [ÜdA]

Sechs mal wird vor ihm das göttliche Glockenspiel abgespielt und jedes Mal gibt es dabei signifikante Äußerungen und Unterschiede, die wir nun analysieren werden. Wir dürfen uns weder durch den Standort in der Zeit des Apostels in der Vision ablenken lassen, noch durch die äußeren Umstände in der Vision, sondern müssen uns darauf konzentrieren, welches historische Ereignis beim einzelnen Glockenspiel angesprochen wird und für was es symbolisch steht. Dann wissen wir auch, auf welchen Zyklus und Stern jedes symbolische Glockenspiel hindeutet, das Johannes sehen und hören durfte.

Um es mit dem Beispiel des Münchener Rathauses zu sagen: Es interessiert uns nicht, dass das Glockenspiel jeden Mittag um 12:00 Uhr ertönt, sondern wir wollen wissen, welches Ereignis das Glockenspiel symbolisiert. Das war einmal die Hochzeit von Herzog Wilhelm V. mit Renate von Lothringen im Jahr 1568 und das andere Mal war es das Ende der schrecklichen Pest der Jahre 1515 bis 1517.

1. Glockenspiel: Die Schöpfung

Und so oft die lebendigen Wesen Ruhm und Ehre und Dank darbringen dem, der auf dem Throne sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, so fallen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Throne sitzt, und beten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und werfen ihre Kronen vor dem Throne nieder und sprechen: Würdig bist du, unser Herr und Gott, zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen! (Offenbarung 4,9-11)

Der Apostel befindet sich in der Vision zwar hier im Jahre 1844, aber die Anbetenden nennen klar den Grund für ihre Anbetung: Die Schöpfung. Aus dem Text ist es etwas schwierig zu beurteilen, ob hier Gott Vater oder der Sohn geehrt werden, schließlich war es auch der Wille Gott Vaters, dass durch den Sohn alles geschaffen würde. Untersuchen wir jedoch alle anderen Glocken­spiele, dann wird klar, dass es immer um eine Großtat Jesu geht, die den Grund für das feierliche Szenario liefert. Das Lamm erscheint allerdings erst im Kapitel 5, was uns zur nächsten Großtat Jesu führt.

Aber es spielt zunächst keine Rolle für unsere Analyse, ob hier der Vater oder der Sohn oder Beide geehrt werden, denn die Schöpfung war die Entscheidung des gesamten göttlichen Rates zusammen. Sie fand statt, um den Menschen zu schaffen, der wiederum das gefallene Drittel der Engelscharen ersetzen sollte. Dies war ein Großereignis am sechsten Tag der Schöpfung, das für alle Zeiten in einem Glockenspiel des Orion verzeichnet wurde.

Ellen G. White im Bibelkommentar zu 1. Mose 2,16f: Gott schuf den Menschen zu seiner eigenen Verherrlichung, damit die menschliche Familie nach Prüfung und Bewährung mit der himmlischen Familie vereint werden könnte. Es war Gottes Absicht, den Himmel mit der menschlichen Familie neu zu bevölkern, wenn sie sich gegenüber einem jeden seiner Worte gehorsam erwiesen. Adam sollte geprüft werden, ob er wie die treuen Engel gehorsam oder ungehorsam sein würde. Hätte er diese Probe bestanden, dann wären seine Kinder ausschließlich zur Treue erzogen worden. Sein Verstand und seine Gedankenwelt hätten der göttlichen Gesinnung und seinem Denken entsprochen. Er wäre von Gott als dessen Ackerwerk und Bau belehrt worden. Sein Charakter wäre in Übereinstimmung mit dem göttlichen Charakter geformt worden (Brief 91, 1900). {BK.10.6; 1BC.1082.4}

Im Artikel Weihnacht 2.0 haben wir den Beginn des ersten Großen Orionzyklus von 4032 Jahren beschrieben und alles fing mit dem Stern des weißen Pferdes Saiph an, der exakt auf den 27. Oktober 4037 v. Chr. (Julianisches Datum) zeigte, der Freitagabend der Schöpfung des ersten Adams. Damit begannen die sechs Jahrtausende der Menschheitsgeschichte bis zum zweiten Kommen Jesu zu laufen. Der biblische Text spricht von der Schöpfung als abgeschlossenem Akt in der Vergangenheitsform, was wiederum auf den Höhepunkt und das Ende des Schöpfungsaktes Gottes kurz vor dem Sonnenuntergang am Freitag deutet.

Beim Studium damals hatten wir uns immer wieder gefragt, ob der Große Zyklus mit dem Abschluss der Schöpfungsakte oder mit dem Sündenfall Adams begonnen hätte. Das Glockenspiel gibt uns nun den klaren biblischen Beweis, dass es nicht das traurigste Ereignis in der Menschheitsgeschichte, sondern ein sehr erfreuliches war, mit dem die Zeitrechnung für diesen Planeten in Gottes Rettungsplan begann.

2. Glockenspiel: Jesu erstes Kommen und Tod am Kreuz

Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamme nieder, und sie hatten jeder eine Harfe und goldene Schalen voll Räucherwerk; das sind die Gebete der Heiligen. Und sie sangen ein neues Lied: Würdig bist du, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu brechen; denn du bist geschlachtet worden und hast für Gott mit deinem Blut Menschen erkauft aus allen Stämmen und Zungen und Völkern und Nationen und hast sie für unsren Gott zu einem Königreich und zu Priestern gemacht, und sie werden herrschen auf Erden. (Offenbarung 5,8-10)

Nach exakten 4032 Jahren zeigte der Stern des weißen Reiters im vollendeten Großen Orionzyklus auf die Geburt des zweiten Adams, der darin überwinden würde, worin der erste Adam gefallen war. Die zweite große Stufe im Rettungsplan Gottes war erreicht. Der Sohn Gottes war der Mensch Jesus im Fleische geworden und trat Seinen göttlich bestimmten Dienst auf dieser Erde an, der schließlich zur Rechtfertigung und Erlösung der Menschen führen sollte, die Sein Opfer unter Gehorsam aus Liebe annehmen würden.

Wir, die Großen-Sabbat-Adven­tis­ten, kennen sogar das genaue Datum der Menschwerdung Jesu, wie wir es ebenfalls im Artikel Weihnacht 2.0 beschrieben haben. Dieses universelle Großereignis fand wieder an einem 27. Oktober statt und zwar im Jahre 5 v. Chr. wie es dem Plan der 70 Wochen, der dem Propheten Daniel gezeigt wurde, exakt entspricht. In der Mitte der letzten Woche, am 25. Mai 31 n. Chr. wurde Jesus dann gekreuzigt und erkaufte mit Seinem Blut Menschen, so wie es in den Versen beschrieben ist.

Es ist etwas schwierig, die zwei Glocken­spiele von Offenbarung 5 exakt zu trennen, denn sie finden in einem sehr kurzen Zeitraum hintereinander statt. Einmal bei der Übergabe des Buches der sieben Siegel und zum Zweiten beim Öffnen des ersten Siegels, wie wir gleich im nächsten Abschnitt sehen werden.

Im Kapitel 5 stellte sich die Frage, wer berechtigt sei, das Buch der sieben Siegel aus der Hand des Vaters zu empfangen und seine Siegel zu öffnen. Wir wissen, dass Jesus im Oktober 1844 in das Allerheiligste gegangen ist und damit Seinem Vater, der einen Monat früher zur ersten Möglichkeit des Ver­söh­nungs­tags hineinging, nachfolgte. Eine Vision Ellen Whites sagt uns, was dann geschah:

Diejenigen, die sich mit Jesus erhoben hatten, hielten ihre Augen auf ihn gerichtet, als er den Thron verließ und eine Strecke [der Monat zwischen erstem und zweitem Jom Kippur 1844] wegging. Dann erhob er seinen rechten Arm, und wir hörten ihn mit lieblicher Stimme sagen: „Wartet hier, ich will zu meinem Vater gehen, um das Reich zu empfangen: haltet eure Kleider rein, und bald will ich wiederkommen von der Hochzeit und euch zu mir nehmen.“ Dann kam ein Wolkenwagen, mit Rädern gleich Feuer, von Engeln umgeben, dahin, wo Jesus war. Er stieg in den Wagen und wurde zu dem Allerheiligsten getragen, wo der Vater saß. {EG 45.2; EW.55.1}

Der Einzige, der zum Empfang des Buches und des Reiches berechtigt war, ist Jesus, das Lamm, das geschlachtet wurde. Alles geht auf das zentrale Großereignis im Erlösungsplan zurück und der Stern, der darauf zeigt, ist wieder Saiph im vollendeten Großen Orionzyklus. Johannes sieht allerdings eine Aufführung dieses Glockenspiels zur Ehre von Jesu Menschwerdung und Kreuzestod bei der Gelegenheit der Feier der Buchübergabe. Wir dürfen uns aber nicht dadurch täuschen lassen, dieses Glockenspiel direkt mit 1844 in Verbindung zu bringen, da das nicht selbst das historische Großereignis ist, das von Gott durch dieses Glockenspiel gewürdigt wird.

Wir sollten uns auch kurz die Frage stellen, warum Saiph im Großen Orionzyklus nicht auf das Kreuz, sondern auf die Menschwerdung Jesu zeigt. Auch wenn bei den großen Zeiträumen des Großen Zyklus angenommen werden darf, dass die 34 Lebensjahre des Herrn eigentlich nur einen oder zwei Uhrenticks umfassen, können wir doch erklären, warum das Kreuz nicht direkt für das Glockenspiel ausgesucht wurde (obwohl es natürlich erwähnt ist). Zum einen haben wir schon mehrfach erklärt, dass Jesu Menschwerdung und der damit verbundene Verlust Seiner göttlichen Kräfte wie der Allgegenwart auf ewig ein fast noch größeres Opfer als das Kreuz selbst darstellt. Zum anderen können wir im Ablauf der Glocken­spiele feststellen, dass immer freudige Ereignisse markiert werden. Auch wenn die Kreuzigung in ihrem erlösenden Effekt ein freudiges Ereignis darstellt, hat man doch gemischte Gefühle, wenn man sie als wirklich "freudiges Ereignis" bezeichnen wollte. Gott wählte deshalb wohl die Menschwerdung Jesu aus und Ellen White bestätigt uns sogar, dass die Orion-Uhr darauf zeigt:

Mit der gleichen Sicherheit war im Rate Gottes auch die Zeit des ersten Advents Christi bestimmt worden. Als die Weltenuhr diese Stunde anzeigte, wurde Jesus in Bethlehem geboren. {CS 28.3; CTr.34.3}

3. Glockenspiel: Die Öffnung des ersten Siegels

Und ich sah und hörte eine Stimme vieler Engel rings um den Thron und um die lebendigen Wesen und die Ältesten; und ihre Zahl war zehntausendmal zehntausend und tausendmal tausend; die sprachen mit lauter Stimme: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet ist, zu empfangen die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Ruhm und Lobpreisung! Und alle Geschöpfe, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meere sind, und alles, was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und die vier lebendigen Wesen sprachen: Amen! Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder und beteten an den, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Und ich sah, daß das Lamm eines von den sieben Siegeln öffnete, und ich hörte eines von den vier lebendigen Wesen wie mit Donnerstimme sagen: Komm und sieh! (Offenbarung 5,11-6,1)

Nach den Versen von Offenbarung 5,11-13, die wir den zwei irdische Jahre dauernden Feierlichkeiten bei Eintritt Jesu ins Allerheiligste (22. Oktober 1844) und der Übergabe des Buches der sieben Siegel zuordnen können, erfolgt ein erneutes Glockenspiel gewissermaßen als Abschluss der Übergabefeierlichkeiten. Ging es vorher um das historische Großereignis von Jesu Opfer (5 v. Chr. bis 31 n. Chr.), an das die Aufführung des Glockenspiels zum Auftakt des Gerichtszyklus (1844) erinnerte, erleben wir jetzt ein Glockenspiel das sowohl zu dem Zeitpunkt stattfindet, an dem sich der Prophet in seiner Vision befindet, als auch gleichzeitig ein historisches Großereignis selbst darstellt: Die Öffnung des ersten Siegels.

Nach adventistischer Geschichtsschreibung fand dies im Dezember 1846 statt, als die ersten Adven­tis­ten - allen voran James und Ellen White - die Sabbatwahrheit akzeptierten. Gott hatte nach all den Verunreinigungen des Evangeliums und dem immer schlimmer werdenden Abfall der Gemeinden endlich wieder eine reine Gemeinde auf der Erde: die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten, wie sie der Herr als Träger und Überbringer der Drei-En­gels­bot­schaft geplant hatte. (Bitte beachtet, dass die Kapitel- und Versnummern der Bibel nachträglich hinzugefügt wurden und dass man Offenbarung 6,1 zusammen mit den vorangegangenen Versen aus Offenbarung 5 lesen sollte, um ein klares Verständnis zu erlangen, dass die zwei Glocken­spiele sowohl den Anfang als auch das Ende der Übergabefeierlichkeiten des Buches der sieben Siegel markieren.)

Welcher Stern zeigt auf dieses historische und wunderbar erfreuliche Ereignis der Öffnung des ersten Siegels? Wieder kein anderer als Saiph, der Stern des weißen Pferdes und des Löwen von Judah. Der Auftakt des zweiten Orionzyklus des Gerichts ist also wieder durch ein Glockenspiel besonders im Plan Gottes gewürdigt.

Wenn wir nun glauben, das Schema erkannt zu haben und bei jedem Erreichen des Sterns Saiph in jedem Zyklus ein Glockenspiel vorzufinden hoffen, werden wir schon beim nächsten Glockenspiel eine Enttäuschung bzw. Überraschung erleben...

4. Glockenspiel: Die abgeschlos­sene Versiegelung der 144.000

Darnach sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Zungen; die standen vor dem Throne und vor dem Lamm, angetan mit weißen Kleidern, und Palmen in ihren Händen. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Das Heil steht bei unsrem Gott, der auf dem Throne sitzt, und bei dem Lamm! Und alle Engel standen rings um den Thron und um die Ältesten und die vier lebendigen Wesen und fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht und beteten Gott an und sprachen: Amen! Lobpreisung und Ruhm und Weisheit und Dank und Ehre und Macht und Stärke sei unsrem Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. (Offenbarung 7,9-12)

Um herauszufinden, wo wir uns im Zeitfluss befinden, sollten wir noch folgende Verse lesen, die dieser Szene vorausgehen.

Darnach sah ich vier Engel an den vier Ecken der Erde stehen, die hielten die vier Winde der Erde, damit kein Wind wehe über die Erde noch über das Meer noch über irgend einen Baum. Und ich sah einen andern Engel vom Sonnenaufgang heraufsteigen, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes; und er rief mit lauter Stimme den vier Engeln zu, welchen Macht gegeben war, die Erde und das Meer zu schädigen, und sprach: Schädiget die Erde nicht, noch das Meer noch die Bäume, bis wir die Knechte unsres Gottes auf ihren Stirnen versiegelt haben! Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: Hundertvierundvierzigtausend Versiegelte, aus allen Stämmen der Kinder Israel. Aus dem Stamm Juda zwölftausend Versiegelte; aus dem Stamm Ruben zwölftausend; aus dem Stamm Gad zwölftausend; aus dem Stamm Asser zwölftausend; aus dem Stamm Naphtali zwölftausend; aus dem Stamm Manasse zwölftausend; aus dem Stamm Simeon zwölftausend; aus dem Stamm Levi zwölftausend; aus dem Stamm Issaschar zwölftausend; aus dem Stamm Sebulon zwölftausend; aus dem Stamm Joseph zwölftausend; aus dem Stamm Benjamin zwölftausend Versiegelte. (Offenbarung 7,1-8)

Das Glockenspiel kommt erst, nachdem die 144.000 komplett versiegelt sind und auch die Gesamtanzahl der Märtyrer (die große Schar aus Offenbarung 7,9) mit ihrem Zeugnis für Gott Vater erreicht wurde. Dann stehen sie symbolisch bereits vor dem Thron mit ihren weißen Kleidern der Rechtfertigung aus dem Glauben.

Während im Orion der Beginn der heißen Phase der Verfolgung im fünften Siegel mit Saiph für den Herbst 2014 angezeigt wird, befindet sich der Prophet Johannes hier bereits am Ende dieser Phase. Auch der 1. Februar 2014 als Beginn des Posaunenzyklus, der natürlich ebenfalls mit Saiph beginnt, kann hier nicht gemeint sein, denn mit der ersten Posaune beginnt erst die heiße Phase der Versieglung der 144.000. Wir werden noch genau überlegen müssen, warum wir für diese beiden Saiph-Durchgänge kein Glockenspiel finden können.

Es ist aber sehr einfach, durch unsere Vorstudien zu sagen, an welchem Tag der Menschheitsgeschichte wir uns befinden, wenn das Glockenspiel aus Offenbarung 7 erklingt... es ist der 17. Oktober 2015, der Tag, an dem unser Herr Seinen Fürsprachedienst einstellt und beginnt, Seine priesterlichen Gewänder gegen die königlichen einzutauschen. Es ist auch der Tag, an dem die Gnadentüre für den Rest der Menschheit geschlossen wird. Keiner, außer den 144.000, wird dann noch bis zum Kommen Jesu durchgehen und gerettet sein. Die Märtyrer werden alle ihr Zeugnis vorher vollständig abgelegt haben. Wir können sicher sein, dass Offenbarung 7 genau diesen historischen Augenblick mit einem Glockenspiel würdigt.

Warum ist aber das Schließen der Gnadentüre der Menschheit ein freudiges Ereignis für Gott? Weil dann der Prozess gegen den Vater endgültig entschieden sein wird. Die letzte Schlacht um die Seelen der Menschen wird gefochten sein. Jeder wird sich für die eine oder andere Seite entschieden haben und es fehlt nur noch das Plagenjahr, in dem sich aber niemand mehr anders entscheiden oder auf die andere Seite schlagen wird. Gott und das Universum werden den größten Sieg errungen haben, wenn - ja wenn - bis dahin wirklich die 144.000 gefunden und versiegelt sein werden.

Dann können "alle Engel, die vier lebendigen Wesen und die Ältesten" mit allem Recht niederfallen und schon wie die große Schar vorher sagen:

Amen! Lobpreisung und Ruhm und Weisheit und Dank und Ehre und Macht und Stärke sei unsrem Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. (Offenbarung 7,12)

Dies ist der Ausdruck für den klaren Sieg des Vaters im Prozess um Seine Ehre und Macht gegen die Anklage des Widersachers Satan. Alle Engel sind Zeugen, dass geschaffene Wesen (die 144.000 und die Märtyrer) ihren Teil im Erlösungsplan vollbracht haben werden. Und doch steht noch eine letzte Aufgabe bevor... die 144.000 müssen noch ohne Fürsprecher durch die Plagenzeit gehen, ohne zu sündigen.

5. Glockenspiel: Der Beginn der Plagenzeit

Bereits eine Woche später - was nach irdischer und noch mehr nach himmlischer Zeit nur ein Augenblick ist - befinden wir uns wieder an einem Saiph-Durchgang...

Und der siebente Engel posaunte; da erschollen laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Das Weltreich unsres Herrn und seines Gesalbten ist zustande gekommen, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und die vierundzwanzig Ältesten, die vor Gott auf ihren Thronen saßen, fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott an und sprachen: Wir danken dir, Herr, allmächtiger Gott, der da ist, und der da war, daß du deine große Macht an dich genommen und die Regierung angetreten hast! Und die Völker sind zornig geworden, und dein Zorn ist gekommen und die Zeit der Toten, daß sie gerichtet werden, und daß du den Lohn gebest deinen Knechten, den Propheten und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und daß du die verderbest, welche die Erde verderben! (Offenbarung 11,15-18)

Wieder dürfen wir uns nicht durch den ersten Vers vor dem Glockenspiel verwirren lassen, um herauszufinden, welches historische Ereignis in diesem Glockenspiel wirklich angesprochen wird. Der erste Vers dieser Sequenz von Offenbarung 11,15 ist nur eine weitere Bestätigung unserer Sicht, dass es sich beim 4ten Glockenspiel um den Sieg Gott Vaters und des Sohnes (Seines Gesalbten) beim Ertönen der siebten Posaune handelt. Nachdem Satan der Lüge überführt wurde, dass es nicht einmal 144.000 geschaffene Wesen geben könnte, die Gottes Autorität aus Liebe anerkennen und Seinen gerechten Geboten Gehorsam leisten würden, muss nun noch der letzte Beweis für das Universum angetreten werden, dass die 144.000 nicht nur mit dem Wort, sondern auch mit der Tat dem Gott des Universums Gefolgschaft leisten können und zwar durch die Macht des Heiligen Geistes, der sie mit 372 Tagesrationen durch diese Zeit der großen Trübsal führen wird.

Satan wird den Prozess am 17. Oktober 2015 beim Abschluss der Posaunenzyklus verloren haben und damit ist ihm auch die Macht über die Erde endgültig entrissen. Jesus Christus wird am 24. Oktober 2015 Seine königlichen Gewänder angelegt haben und nun können die vierundzwanzig Ältesten mit vollem Recht an diesem Tage sagen, dass Er "Seine große Macht an sich genommen und die Regierung angetreten hat". Am 25. Oktober 2015 wird dies durch den Gammablitz der ersten Plage, die über die unbußfertige Menschheit hereinfallen wird, für alle bestätigt sein, ob die Menschen es dann glauben oder nicht.

Der folgende Vers fasst nochmals all das Geschehen zusammen, das sich kurz vor und während des Plagenzyklus ereignen wird:

Und die Völker sind zornig geworden, und dein Zorn ist gekommen und die Zeit der Toten, daß sie gerichtet werden, und daß du den Lohn gebest deinen Knechten, den Propheten und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und daß du die verderbest, welche die Erde verderben! (Offenbarung 11,18)

Wann wurden die Völker zornig? Bei der sechsten Posaune wurden die vier Winde des dritten Weltkriegs losgelassen, der sich sichtbar - aber doch von den meisten ignoriert - in allen vorhergehenden Posaunen ankündigte. Die Winde werden ab der sechsten Posaune nicht mehr gehalten und so werden die Nationen zornig und gehen aufeinander los.

Der Zorn Gottes wird dann genau am ersten Saiph-Durchgang des Plagenzyklus gekommen sein. Der Bitte der Märtyrer unter dem Altar aus dem 5ten Siegel wird nun nachgekommen und der Lohn denen gegeben werden, die sich nicht bekehrt haben. Diejenigen, die die Erde mit ihren Kriegen zerstört haben (vermutlich mit Atombomben), erhalten nun das Gericht durch Beteigeuze und die sieben Plagenengel. Am Ende des Plagenjahres steht der Lohn für die Treuen Gottes. All dies erfahren wir durch das wunderbare und freudige Glockenspiel Gottes am Beginn des Plagenjahres. Die Zeit der Unsicherheit und Gebundenheit Gottes im Prozess ist vorbei und endlich kann Er sich wieder um Sein Volk mit all Seiner Macht kümmern, ohne die Anklage Satans weiterhin fürchten zu müssen. Wer wie wir unter der Zeit der Hiobserfahrung und der Erfahrung von Hesekiel beim Tragen der Sünden des Volkes Gottes gelitten hat (Hesekiel 4), wer jahrelang den Spott, die Ignoranz und die Ablehnung der eigenen Geschwister beim Geben dieser letzten Gnadenbotschaften Gottes erleiden musste, wird ermessen können, mit welcher Freude das Plagenjahr für diejenigen beginnen wird, die nun ihre wahre Große Hoffnung der glorreichen Erscheinung des Herrn bestätigt sehen werden.

6. Glockenspiel: Das Ende der Plagenzeit

Darnach hörte ich wie eine laute Stimme einer großen Menge im Himmel, die sprachen: Halleluja! Das Heil und der Ruhm und die Kraft gehören unsrem Gott! Denn wahrhaft und gerecht sind seine Gerichte; denn er hat die große Hure gerichtet, welche die Erde mit ihrer Unzucht verderbte, und hat das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert! Und abermals sprachen sie: Halleluja! Und ihr Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und die vierundzwanzig Ältesten und die vier lebendigen Wesen fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Throne saß, und sprachen: Amen! Halleluja! (Offenbarung 19,1-4)

Bereits in unserem Übersichtsdiagramm der Zeitlinien Daniels ist der Tag der Zerstörung der Neuen Weltordnung der großen Hure eingezeichnet. Exakt 30 Tage vor dem Kommen unseres Herrn, am 24. September 2016, wird das Folgende geschehen:

Und der siebente goß seine Schale aus in die Luft; da kam eine laute Stimme aus dem Tempel des Himmels, vom Throne her, die sprach: Es ist geschehen! Und es entstanden Blitze und Stimmen und Donner, und ein großes Erdbeben entstand, wie dergleichen noch nie gewesen ist, seit es Menschen gab auf Erden, ein solches Erdbeben, so groß. Und die große Stadt [die Neue Weltordnung] wurde in drei Teile zerrissen [die Allianz des Drachen, des falschen Propheten und des Tieres zerfällt wieder], und die Städte der Heiden fielen, und Babylon, der Großen, wurde vor Gott gedacht, ihr den Becher des Glutweines seines Zornes zu geben [das Gericht über die Große Hure aus dem Glockenspiel von Offenbarung 19]. Und alle Inseln flohen, und Berge wurden nicht mehr gefunden. Und ein großer, zentnerschwerer Hagel kam vom Himmel auf die Menschen herab, und die Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels, weil seine Plage sehr groß war [die Menschen lästern trotz aller sieben Plagen immer noch, denn es fehlen noch 30 Tage zum Kommen Jesu]. (Offenbarung 16:17-21)

Das Blut der Knechte des Herrn ist nun gerächt und die Seelen unter dem Altar müssen nur noch einen Monat auf ihre Auf­er­ste­hung "harren". Wir befinden uns wieder am Stern Saiph. Der Löwe Judahs, der König aller Könige, hat Seine Rache in Gerechtigkeit vollendet, wie es Seine Gerechten von Ihm gefordert hatten. Er hat die Schöpfung für diejenigen rückgängig gemacht, die nicht ewig in Seinem Reich der Liebe und Gerechtigkeit leben wollten und jeder warnenden Posaune mit Gnade die Strafe ohne Gnade entgegengesetzt. Es ist geschehen! Der Plagenzyklus ist beendet und trotz aller Freude im Himmel und bei den Gerechten darüber, gibt es doch noch keinen ungerechten Lebenden, der Gott die Ehre geben würde. Es fehlen noch weniger als 30 Tage, bis das Folgende geschehen wird, das in Offenbarung 3,9 geschrieben steht:

Dann wußte des Satans Schule, daß Gott uns liebte — die wir einer des anderen Füße waschen und Brüder mit dem heiligen Kuß grüßen konnten — und sie beteten an zu unseren Füßen. Bald wurden unsere Augen nach Osten gerichtet, wo eine kleine dunkle Wolke erschien, kaum halb so groß wie eines Mannes Hand; wir alle wußten, daß dies das Zeichen des Menschensohnes sei. {EG 13.1; EW.15.1}

Die fehlenden Glocken­spiele

Bei vier Orionzyklen und vier Umrundungen der Uhr kommen wir insgesamt acht Male am Stern des weißen Pferdes, Saiph, an. Wir konnten aber "nur" sechs Glocken­spiele entdecken. Das muss einen Grund haben! Die fehlenden Glocken­spiele bei den Saiph-Durchgängen sind:

  1. Im Herbst 2014 im Gerichtszyklus
  2. Am 31. Januar/1. Februar 2014 beim Beginn des Posaunenzyklus

Wenn wir vollständige Harmonie bei unserer Auslegung erhalten wollen, müssen wir verstehen lernen, warum bei diesen zwei Saiph-Durchgängen kein Glockenspiel ertönt.

Was geschieht im Herbst 2014? Wir erreichen im Gerichtszyklus den Stern des weißen Pferdes und damit öffnet sich endgültig die "heiße" Phase des fünften Siegels:

Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, das sie hatten. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Wie lange, o Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf Erden wohnen? Und es wurde einem jeden von ihnen ein weißes Kleid gegeben, und es wurde ihnen gesagt, daß sie noch eine kleine Zeit ruhen sollten, bis auch ihre Mitknechte und ihre Brüder vollendet wären, die auch sollten getötet werden, gleichwie sie. (Offenbarung 6,9-11)

Immer wieder möchte ich betonen, dass dieses fünfte Siegel aus zwei Phasen besteht. In der ersten Phase beschweren sich die "Seelen unter dem Altar", dass Gott offenbar zu viel Geduld mit den Erdbewohnern hat. Sie richten die dringende Bitte für Rache mit schon vorwurfsvoller Ungeduld an Gott... "Wie lange... richtest du nicht und rächst nicht?" Ist das nicht genau die Sprache, die wir ungeduldig auf die großen sichtbaren Ereignisse wie die Feuerbälle und das Sonn­tags­gesetz Wartenden ebenfalls verwenden? Das fünfte Siegel hat in 2010 mit der Orion­botschaft begonnen sich zu öffnen und wir erwarteten die Verfolgung schon für 2012 zum Beginn des Gerichts an den Lebenden. Dann mussten wir aber noch ein ganzes Gnadenjahr warten, bis die großen Bewegungen im Vatikan stattfanden. Nach den Sensationen des Papstrücktritts, der Wahl des ersten jesuitischen Papstes und der Aufstellung der weltweiten Generäle, die wir alle auf den Tag genau vorhergesagt hatten, wurde es aber wieder etwas ruhiger für das sonntagsgesetzhungrige Volk der Adven­tis­ten, das anscheinend durch nichts anderes aus seinem Dornröschenschlaf geweckt werden kann.

Der Beginn des Posaunenzyklus versprach größere Ereignisse, aber auch dass Russland das Gras der Krim verbrannte und nun wie ein brennender Berg in das Völkermeer Europas in der Ostukraine fiel, kann die Spötter nicht davon abhalten, weiter ihren Spott mit Gott und uns zu treiben und alles leichtfertig als nichtig und nicht den prophetischen Texten entsprechend abzutun. Im letzten Teil dieser Artikelserie werde ich noch zeigen, wie sehr sie sich täuschen und dass es sogar prophezeit ist, dass die Warnungen mit so viel Gnade angereichert sind, dass die Zweifelnden genug Nahrung für ihren Zweifel erhalten werden.

Dann aber kommt im obigen Bibeltext die Verheißung Jesu, dass noch einmal eine Phase der Tötung bzw. Verfolgung kommen wird, die dann die Zahl der verzweifelt wartenden Seelen unter dem Altar voll machen wird. Die kleine Zeit der Ruhe von zweieinhalb Jahren zwischen Frühling 2012 und Herbst 2014 wird dann vorüber sein und wehe allen, die weder den Text verstanden noch erkannt haben, dass der Gerichtszyklus des Orion immer auf den Herbst 2014 in der nördlichen Hemisphäre gezeigt hat. Auch wenn es mittlerweile drei Versionen der Orion-Präsentation gibt, in die jedes Mal unsere wachsenden Erkenntnisse in der Auslegung eingebunden wurden, so haben sich die Jahreszahlen bzw. die ursprüngliche Ablesung der Weltenuhr Gottes nie geändert. Seit Januar 2010 konnte jeder Leser die einzige Jahreszahl des Ziffernblattes des Gerichtszyklus der Orion-Uhr, die in der Zukunft liegt, mit eigenen Augen ablesen: 2014. Und auf dieses aktuelle Jahr bzw. dessen Ver­söh­nungs­tag zeigt wieder Saiph.

Nur leider ist dies in keiner Form ein freudiges Ereignis, das jetzt stattfinden muss. Es gibt zwar einen ganz kleinen Teil der Adventgemeinde, der bereits gereinigt und von Gott bestätigt ist. Die große Mehrzahl der Arbeiter der 11ten Stunde ist aber noch nicht gefunden worden und muss sogar noch aus den anderen Gemeinden außerhalb der Adventgemeinde kommen, weil diese so abgefallen ist, dass sich dort unter den 18 Millionen Gliedern keine 144.000 Zeugen für Gott Vater finden lassen.

Schon allein diese Umstände lassen uns verstehen, warum zu diesem Zeitpunkt kein fröhliches Glockenspiel ertönen kann, denn die Situation, die wir auch hier an vorderster Front in Paraguay erleben, ist mehr als bestürzend und ernüchternd. Wir sind in der Phase des Elia, der Gott verzweifelt fragte:

Er [Elia] sprach: Ich habe heftig für den HERRN, den Gott der Heerscharen, geeifert; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen, deine Altäre zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwerte umgebracht, und ich bin allein übriggeblieben, und sie trachten darnach, mir das Leben zu nehmen! (1. Könige 19,14)

Und Gott antwortete ihm:

Ich aber will in Israel [in den christlichen Gemeinden] siebentausend [die 144.000] übriglassen, nämlich alle, die ihre Knie nicht gebeugt haben vor Baal und deren Mund ihn nicht geküßt hat. (1Ki 19:18)

Wir sehen die 144.000 nicht! Unsere Zahl ist klein und es scheint, als würde die wahre winzige Gemeinde Gottes fallen bzw. zugrunde gehen. Und doch reicht unser Vertrauen in die Verheißungen Gottes weiter als jeder Zweifel. Dies ist der Motor und die Motivation weiterzumachen und unsere Liebe zu den Geschwistern nicht in der Form erkalten zu lassen, dass wir sie in Unwissenheit und Dunkelheit zurücklassen, ohne unser täglich vom Heiligen Geist erweitertes Wissen an sie weiterzugeben, ob sie es hören wollen oder nicht. Mit jeder neuen Veröffentlichung - sei es auf unserer Homepage oder in Facebook - werden wir der Hasssprache, der Angstmacherei und der Lieblosigkeit beschuldigt, wobei es gerade die Liebe Gottes ist, die uns antreibt, die Geschwister weiterhin zu warnen und uns ihre Spucke vom Gesicht zu wischen.

Beide Saiph-Durchgänge finden also zu einer Zeit der höchsten Anspannung im obersten Gerichtssaal des himmlischen Gerichts und auch unter dem Geth­se­ma­ne-Schweiß der wenigen bisher gefundenen Zeugen für Gott Vater statt. Wir kennen diese Zeit als die Zeit des Gerichts an den Lebenden, denn es müssen Lebende sein, die sich jetzt als die letzte Generation aus der abgefallenen Mehrheit herauskristallisieren müssen.

Die Bibel bezeichnet die Phase des Gerichts an den Lebenden sogar als die Stille im Himmel beim Öffnen des siebten Siegels. Wir haben schon im ersten Teil dieser Artikelserie gezeigt, dass diese Stille den Zeitraum von 1260 Tagen bzw. den 3 ½ Jahren umfasst, die vom 6. Mai 2012 bis zum 17. Oktober 2015 reichen. Die beiden Saiph-Durchgänge, an denen kein Glockenspiel ertönt, fallen genau in diesen Zeitraum höchster Anspannung. Das ganze Universum hält den Atem an und möchte wissen, ob der Vater den Prozess gewinnen wird, weil genügend Zeugen für Ihn gefunden werden konnten. Kein Wunder also, dass die Glocken­spiele schweigen und diese Stille im Himmel nicht unterbrechen. Das Fehlen dieser Glocken­spiele ist letztlich sogar ein weiterer Beweis dafür, dass wir mit unserer Auslegung wieder vom Heiligen Geist geleitet wurden, "der uns verkündet, was zukünftig ist" (Johannes 16,13).

Das weiße Pferd und die Reinigung

Wir haben nun die Meilensteine des Rettungsplans des Universums in Gottes Uhr im Orion entdecken dürfen. Wenn wir in einem Zyklus beim Stern des weißen Pferdes ankommen, erleben wir ein geschichtliches Ereignis, das eine neue Wende im großen Plan für die Befreiung des Universums von der Sünde darstellt. Alle diese Meilensteine sind noch einmal in der folgenden Übersichtstabelle zusammengefasst: 

GlockenspielZyklusSaiph-DurchgangDatumEreignis der Reinigung
1 Großer Orionzyklus 1 27. Oktober 4037 v. Chr. Die Menschheit wird geschaffen, um die gefallenen Engel im Himmel zu ersetzen. Der erste Adam würde zwar fallen, aber der zweite Adam zusammen mit der letzten Generation wird das Anti-Serum gegen die Sünde im Universum entwickeln. Eine gereinigte Menschheit wird einst die unreinen Engel ersetzen.
2 Großer Orionzyklus 2 27. Oktober 5 v. Chr. Jesus Christus, der zweite Adam, wird Mensch, um am Kreuz für die Sünden der Menschheit zu sterben. Sein Leben und Seine Opferbereitschaft wird das Vorbild der letzten Generation sein. Die Rechtfertigung aus dem Glauben hat ihr Fundament erhalten. Da wo der erste Adam unrein wurde, lebte Jesus das reine Leben vor.
3 Gerichtszyklus 1 Dezember 1846 Es existiert eine gereinigte Gemeinde auf Erden, die auch die Sabbatwahrheit angenommen hat. Das Öffnen der sieben Siegel hat begonnen und im Untersuchungsgericht wird eine letzte Generation herangebildet, die ohne Fürsprecher im Plagenjahr bestehen kann. Gott reinigt sich ein Volk von Königen und Priestern.
keines Posaunenzyklus 1 1. Februar 2014 Das Licht des Vierten Engels wird vollständig durch die Offenlegung der Posaunen- und Plagenzyklen gegeben. Die Autorität, im Namen Gottes diese letzten Zyklen weissagen zu dürfen, kommt nach Paraguay. Gleichzeitig beginnt aber auch die letzte große Schlacht gegen das Heer Satans vor dem Millennium.
keines Gerichtszyklus 2 Herbst 2014 Der letzte große Reinigungsschritt im Untersuchungsgericht. Beginn der heißen Phase des fünften Siegels und Beginn der Katastrophen, die in das Sonn­tags­gesetz münden. Unter schweren Umständen werden sich nun Unkraut und Weizen voneinander scheiden.
4 Posaunenzyklus 2 17. Oktober 2015 Der letzte Märtyrer ist gestorben und alle 144.000 sind versiegelt. Gott hat nun ein wirklich gereinigtes Volk, die letzte Generation, auf der Erde, die für Ihn Zeugnis ablegte und nun ohne Fürsprecher zum letzten Test in der Plagenzeit antreten kann.
5 Plagenzyklus 1 25. Oktober 2015 Die Erde wurde vom Herrschaftsanspruch Satans gereinigt und der Herr Jesus hat nun den gerechtfertigten Anspruch, auch Herr über die Erde zu sein. Seine Strafen dürfen jetzt kommen. Der falsche Christus, der bereits auf der Erde wandelt, hat den reinigenden Plagen nichts gegenzusetzen. Der Gammablitz von Beteigeuze stellt das wahre reinigende Feuer dar, das William Miller glaubte, am Ende der Prophezeiung der 2300 Abende und Morgen gefunden zu haben.
6 Plagenzyklus 2 24. September 2016 Die Erde wird von der Neuen Weltordnung und der Großen Hure gereinigt. Damit ist der Weg für Jesu zweites Kommen geebnet. Die Weltreiche sind zerfallen, die Städte der Heiden zerstört. Auf dem heiligen Berg Zion und auf seinen symbolischen Höhen wartet die letzte Generation Gottes auf ihre Errettung aus der Hand der Feinde und auf die Auf­er­ste­hung ihrer Freunde und Familien bei der Wieder­kunft Jesu 30 Tage später.

Der Höhepunkt des Großen Konflikts

Wer gut aufgepasst hat, müsste eigentlich bereits entdeckt haben, dass wir eine seltsame Verzahnung in der Mitte der Zyklen vorfinden. Der Posaunenzyklus beginnt am 1. Februar 2014, bevor der Gerichtszyklus wieder bei Saiph im Herbst 2014 angekommen ist. Fleißige Studenten der Prophetie kennen diese Verzahnung aber bereits aus der spiegelbildlichen Struktur, die dem gesamten Buch der Offenbarung (und vielen anderen prophetischen Büchern) zu Grunde liegt.

Rolf J. Pöhler von der theologischen Hochschule in Friedensau schreibt in seinem Aufsatz Der literarische Aufbau der Offenbarung des Johannes:

Dass die Apokalypse eine untrennbare und zusammenhängende Einheit darstellt, wird nicht nur an ihrem symmetrischen Grundmuster deutlich, sondern darüber hinaus auch an dem ihre einzelnen Teile miteinander verbindenden chiastischen Verzahnungsmuster. Jeder, der schon einmal versucht hat, die Hauptabschnitte des Buches sauber voneinander abzugrenzen, hat zu spüren bekommen, wie sehr sich das Buch dagegen sträubt, in dieser Weise in seine Einzelteile zerlegt zu werden. Hier ist ein - für abendländisch-analytisch denkende Leser des Buches radikales - Umdenken erforderlich: Statt die einzelnen Visionszyklen zu isolieren und voneinander zu trennen, gilt es, ihre gegenseitige Verzahnung zu erkennen und deren Bedeutung für die Auslegung zu realisieren.

Eine grafische Darstellung der Kapitelstruktur der Offenbarung zeigt deutlich, was der Autor meint:

Spiegelstruktur der Offenbarung

Vergleichen wir nun damit die Struktur der historischen Ereignisse, auf die die himmlischen Glocken­spiele hinweisen. Der Prolog ist dabei der Krieg im Himmel und die Verbannung eines Drittels der Engel auf die Erde. Diesem steht der Epilog des Millenniums mit dem daran anschließenden Ende aller Sünde im Universum gegenüber. Dies ist der große Rahmen des Rettungsplanes Gottes für das Universum vom ersten Auftreten der Sünde bis zu ihrer völligen und ewigen Auslöschung.

Verzahnungschiasmus der Glockenspiele

Man kann schon auf den ersten Blick erkennen, dass beide Diagramme die absolut gleiche Grundstruktur des verzahnten Chiasmus aufweisen. Dies ist erstaunlich, wenn man bedenkt, dass es ohne die Orion-Zyklen niemals möglich gewesen wäre, die beiden "versteckten" Glocken­spiele während der Zeit der Stille im Himmel zu entdecken.

Auch im Artikel über Das Geheimnis von Hesekiel werden wir durch die Orion-Zyklen einen biblischen Zusammenhang finden, der uns besonderen Aufschluss über die Geschehnisse im Posaunen-Zyklus geben wird, die niemand vorher erkennen konnte. Einmal mehr ist das Buch der sieben Siegel, das Jesus in den Himmel geschrieben hat, ein wertvoller Zusatz zu den Büchern der Bibel, die selbst auf seine Existenz hingewiesen hat und uns aufforderte, es zu verschlingen (Hesekiel 2,9-3,3). Wer das Vorhandensein dieses Buches leugnet, leugnet nicht nur Ellen White, die ebenfalls die Existenz dieses Buches bestätigte, sondern die Bibel selbst. Es ist ein Scheinargument vieler (abgefallener) Protestanten sich in solchen Fällen auf "sola scriptura" zurückzuziehen und die Wichtigkeit oder Existenz außerbiblischer Bücher bei der Prophetieauslegung abzustreiten, wenn dies durch die Bibel selbst gefordert ist.

Ein Beispiel... Paulus fordert uns auf:

Jedermann sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan; denn es gibt keine Obrigkeit, die nicht von Gott wäre; die vorhandenen aber sind von Gott verordnet. Wer sich also der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt der Ordnung Gottes; die aber widerstreben, ziehen sich selbst die Verurteilung zu. (Römer 13,1-2)

Woher weiß ich aber nun, was die Obrigkeiten verordnen, wenn ich meine Landesgesetze nicht kenne? Und wo stehen die geschrieben? In den jeweiligen Gesetzbüchern. Wenn ich deren Existenz abstreite und mich auf "sola scriptura" zurückziehe, kann ich überhaupt nicht den Obrigkeiten gehorchen, wie es die Bibel fordert, da für mich jedes außerbiblische Buch nicht-existent bzw. nicht maßgeblich wäre. Versteht ihr, was ich meine? Um wie viel schlimmer verhalten wir uns, wenn wir die Existenz von heiligen himmlischen Büchern leugnen, auf die Jesus selbst hingewiesen hat?

Beim direkten Vergleich der chiastischen Verzahnungsstruktur der Glocken­spiele, wie sie uns durch das himmlische Buch der sieben Siegel offenbar gemacht wurde, können wir noch einige wunderschöne Harmonien entdecken, die bis heute menschlichen Augen verborgen waren:

Schöpfung der Menschen zur Wiederbevölkerung des Himmels
<->
Die siebte Plage zerstört die Neue Weltordnung der Menschen

Der Sinn und Zweck der Schöpfung der Menschheit wurde in diesem Artikel mit einem Zitat Ellen Whites klar aufgezeigt. Es sollten 6000 Jahre der Sünde auf diesem Planeten vergehen, bis Gott die Vollzahl Seines Volkes von Königen und Priestern gereinigt hätte. Dieses sollte die Rebellen im Himmel ersetzen, die vor unsäglichen Zeiten gegen Gott aufgestanden waren und Seine Ordnungen als ungerecht bezeichnet hatten. Diese Rebellen fanden ihre Nachfolger auf der Erde in den Baumeistern des Turms zu Babel bis hin zu den Drahtziehern der Neuen Weltordnung, die das Weltreich für Satan aufrichten wollten. Gott Vater wird aber (hoffentlich) den Prozess gegen die Rebellen und ihren Anführer gewinnen und dadurch das Recht erhalten, das Weltreich des Anklägers für immer mit den Plagen zu zerstören. Die siebte Plage vollendet diese Zerstörung von Satans Weltreich.

Jesu Christi erstes Kommen und Kreuzestod
<->
Die erste Plage fällt, um die zu strafen, die nicht zu Jesus gehören

Eine Ebene höher im Chiasmus wird der größte und schönste Moment im Heilsplan dem miserabelsten und traurigsten gegenübergestellt. Gott gab Seinen eingeborenen Sohn aus Liebe zu den Menschen, damit alle, die Ihn lieben und akzeptieren würden, ewiges Leben erhielten. Die große Mehrheit der heute auf diesem Planeten lebenden, wird jedoch bei der großen Prüfung  versagen bzw. sich selbst zum ewigen Tode verurteilt haben, da sie die Stimme, die vom Himmel sprach, verleugneten und das Gen des Lebens nicht annehmen wollten. All diese - ohne Ausnahme - werden den ersten Tod spätestens in der Plagenzeit erleiden und den zweiten nach dem Millennium. Diejenigen, die den Sabbat des Herrn übertraten und das Malzeichen des Tieres, die Sonntagsheiligung, angenommen haben werden, erhalten sogar eine besonders schlimme Plage, die ihre Übertretung der Gebote Gottes als Malzeichen an ihrem eigenen Körper sichtbar machen wird. So wie Jesus am Kreuz geschunden und entstellt der gaffenden Menge präsentiert wurde, so präsentiert Gott nun der Menschheit die Folge der Ablehnung göttlicher Gnade.

Jesus Christus öffnet das erste Siegel im Gericht
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Das fünfte Siegel öffnet sich ganz für das Werk der Zeugen

Die Öffnung des ersten Siegels erfolgte durch den Reiter auf dem weißen Pferd: Jesus Christus selbst gründete die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten auf der Erde. Durch die Annahme der Sabbatwahrheit war wieder eine kleine Schar Menschen auf der Erde, die sich wahrhaftig als Gottes Volk bezeichnen durften. Sie hatten den Auftrag, 168 Jahre lang vor der Annahme des Malzeichens des Tieres zu warnen, bis das Gericht an den Toten beendet sein würde. Die dritte En­gels­bot­schaft sollte Menschen darauf vorbereiten, für die letzte große Schlacht im Gericht an den Lebenden als Zeugen für Gott Vater gestärkt und gewappnet zu sein. Bei Erreichen der "heißen" Phase des fünften Siegels wird diese Schar von Menschen, die aus Märtyrern und den 144.000 bestehen wird, den Beweis antreten müssen, ob sie wirklich unter Verfolgung und Todesbedrohung ihre Treue zu Gott halten werden.  Die Verzahnung, die wir aus der Grundstruktur der Offenbarung kennen, stellt nun in Perfektion die Saiph-Durchgänge 1 und 2 des Gerichtszyklus gegenüber. Welche Harmonie finden wir in den Glocken­spielen, die uns vom Himmel her warnen, Gott unter allen Umständen treu zu sein!

Erste Posaune: Versiegelung der 144.000 beginnt
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Die siebte Posaune beendet die Versiegelung der 144.000

Am 31. Januar/1. Februar 2014 kam der Vierte Engel aus Offenbarung 18 mit Macht herab und wir durften durch Ihn die Posaunen- und Plagenzyklen erkennen. Wie wir noch ausführlich in einem späteren Artikel darstellen werden, begann damit die Zeit der Versiegelung der 144.000, die in Hesekiel 9 durch den Mann mit dem Tintenfass dargestellt ist. Während dieser Zeit - zumindest bis zur sechsten Posaune - werden die vier Winde noch festgehalten, damit die Versiegelung der 144.000 abgeschlossen werden kann. Diese ist dann abgeschlossen, wenn dem obersten Richter des Universums alle 144.000 Zeugen für Gott Vater vollständig präsentiert werden können und Er beim Erschallen der siebten Posaune Seinen Fürsprachedienst im himmlischen Allerheiligsten beenden und den Prozess für Gott Vater als gewonnen erklären kann. Die Weltreiche gehören dann unserem Herrn. Und wieder fügen sich die zusammengehörigen Saiph-Durchgänge des Posaunenzyklus wie schon vorher die Saiph-Durchgänge des Gerichtszyklus harmonisch durch die Verzahnung der apokalyptischen Struktur zusammen.

Die literarische Struktur des Chiasmus entspricht nicht unserer gewohnten Leseweise eines Buches, an dem der Höhepunkt meist am Ende des Werks erreicht wird. Der Chiasmus ist wie eine Pyramide in Stufen aufgebaut und die Spitze der Pyramide stellt den Höhepunkt des Gesamtwerks dar. Da die Glocken­spiele die gesamte Menschheitsgeschichte von der Schöpfung Adams bis zum Ende der Plagenzeit umfassen, erklärt uns Jesus selbst durch die Vision, die Er Johannes gab, welche Zeit bzw. welche Geschehnisse für Gott und das Universum als das Herz des Rettungsplanes gelten. Es sind dies die beiden durch die Stille im Himmel unhörbaren Glocken­spiele im Zentrum des Chiasmus: Die Zeit der Versiegelung der 144.000 und die Zeit des Zeugnisses der Märtyrer und Verfolgten unter den Sonn­tags­gesetzen. Beide Geschehnisse laufen fast parallel mit einer Zeitverschiebung von nur acht Monaten in den letzten 624 Tagen des Gerichts an den Lebenden ab. Die Versiegelung der 144.000 hat bereits am 1. Februar 2014 begonnen, während die Verfolgung erst im Herbst 2014 einsetzen wird. Bis dahin ist noch Gnade und Zeit für Studium und charakterliche Vorberei­tung.

Der Höhepunkt des Großen Kampfes ist die jetzt bereits stattfindende große Schlacht zwischen denen, die ihren Bund mit Satan (13 + 13) und denen, die ihren Bund mit dem König der Könige (12 + 12) gemacht haben. Was ich im ersten Teil hervorhob, dass nicht etwa die Schlacht von Harma­gedon den Höhepunkt des Konflikts zwischen Gut und Böse darstellt, sondern diese unsere Gegenwart des geistlichen Kampfes gegen die Mächte des Bösen (und leider auch gegen unsere von diesen beeinflussten Geschwister), ist nun endgültig biblisch bestätigt.

Der wahre und ultimative Höhepunkt des Großen Kampfes ist damit geschaffenen Wesen - nämlich uns Menschen - auferlegt. Der Himmel schweigt und beobachtet, ob wir es schaffen, die größeren Werke zu tun, die uns Jesus prophezeit hat. Werden wir uns unserer hohen Berufung würdig erweisen?

Und wieder... das göttliche Trio

Betrachten wir die "hörbaren" Glocken­spiele allein und klammern für einen Moment die "versteckten" aus, können wir erkennen, dass Gott uns hier wieder das Werk des göttlichen Trios in Form einer Struktur mit zwei Tripletts präsentiert.

Die ersten drei Glocken­spiele zeigen schöpferische Akte in der Ge­schich­te des Rettungsplanes für das Universum:

  1. Die Geburt der Menschheit (4037 v. Chr.) durch die Entscheidung von Gott Vater
  2. Die Geburt bzw. Menschwerdung Jesu Christi (5 v. Chr.) durch Sein freiwilliges Opfer
  3. Die Geburt der gereinigten Gemeinde (1846) durch das Werk des Heiligen Geistes

Die drei letzten "hörbaren" Glocken­spiele stehen diesen abschließend im Chiasmus gegenüber. Alles, was in den drei ersten Glocken­spielen begann, wird durch die drei letzten beendet.

  1. Am 17. Oktober 2015 schüttet der Heilige Geist beim Ertönen der siebten Posaune die Rationen für die Plagenzeit von 372 Tagen für die 144.000 aus. Die letzte Generation hervorgegangen aus dem Adventglauben (nicht der Organisation) ist nun bereit für den letzten Test.
  2. Am 25. Oktober 2015 gibt der nun mit königlichen Gewändern bekleidete Jesus Christus den Befehl für den Beginn der Plagenzeit. Die Strafen für Seine Feinde, die Ihn und Sein Opfer ablehnten, beginnen.
  3. Am 24. September 2016 erklärt Gott Vater den Rettungsplan auf der Erde als beendet, weil nun die Menschheit ihrem ursprünglichen Zweck zugeführt werden kann: "Und der siebente goß seine Schale aus in die Luft; da kam eine laute Stimme aus dem Tempel des Himmels, vom Throne her, die sprach: Es ist geschehen!" (Offenbarung 16,17) Damit erhält Jesus die Berechtigung, die Seinen von der Erde abzuholen und mit ihnen den Himmel neu zu bevölkern... Sein zweites Kommen kann nun stattfinden.

Ich möchte diesen Artikel nicht beenden, ohne darauf hingewiesen zu haben, dass hier deutlich wird, wie wenige von der gesamten Menschheit durch die wahrhaft enge Türe eingehen werden. Dies sollte uns alle traurig stimmen, denn das göttliche Trio hat wirklich alles getan, um jedem Einzelnen eine perfekte Chance auf das ewige Leben zu geben. Es liegt an uns, danach zu streben, die Perfektion des Charakters Gottes zu erreichen und ein sündenfreies Leben in Heiligkeit führen zu wollen. Das Vollbringen wird uns dann Gott geben, wie es in Philipper 2,13 versprochen wurde.

Möge sich jeder Leser selbst fragen, ob er wirklich zu dieser Gruppe gehört und dem Ratschlag des Geistes der Weissagung Folge leistet:

Lasst uns mit aller uns von Gott gegebenen Macht danach streben, unter den 144.000 zu sein. (The Review and Herald, 9. März 1905). {7BC 970.10} [ÜdA]

Dann müsstet ihr auch alle drei Eigenschaften der Teile des Siegels der 144.000 erkennen, das in Offenbarung 3,12 beschrieben ist:

Wer überwindet, den will ich zu einem Pfeiler im Tempel meines Gottes machen, und er wird nicht mehr hinausgehen; und ich will auf ihn den Namen meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, welches aus dem Himmel von meinem Gott herabkommt, und meinen Namen, den neuen.

Prüft euch selbst!

Gott will auch nicht, daß sie [sein Volk] sich über Fragen streiten, die ihnen geistlich nicht weiterhelfen, wie zum Beispiel: Wer wird zu den 144.000 gehören? Die Erwählten Gottes werden zweifellos in Kürze die Antwort erfahren. Für die Gemeinde geschrieben II, 184 (1901). {CKB 189.5; LDE.269.1}

Wenn wir danach streben sollen, zu den 144.000 zu gehören, glaubt ihr dann, dass es eine gute Motivation ist, danach zu streben, weil wir den Tod nicht sehen wollen? Was bedeutet es, wirklich den Charakter Jesu angenommen zu haben? Was war Jesus bereit aufzugeben, dass das Universum und alle geschaffenen Wesen darin weiterleben könnten? Fragt die Geschwister in den Adventgemeinden (oder anderen christlichen Denominationen), was sie aufgeben würden, damit Wesen, die sie nie gesehen oder gekannt haben, leben dürfen! Was wären sie bereit aufzugeben, damit ihr Freund und Bruder Jesus, der für sie gestorben ist, den Sieg erringen kann und Sein Vater gerechtfertigt wird? Wisst ihr, warum Jesus Folgendes gesagt hat oder braucht ihr noch Milch, weil ihr gewisse Dinge noch nicht ertragen könnt?

Denn wer seine Seele retten will, der wird sie verlieren; wer aber seine Seele verliert um meinetwillen, der wird sie finden. (Matthäus 16,25)

Größere Liebe hat niemand als die, daß er sein Leben läßt für seine Freunde. (Johannes 15,13)

Und da ich weiß, wie die meisten von euch denken, stelle ich noch eine schockierende Frage ans Ende dieses Artikels: Glaubt ihr, dass Jesus hier vom ersten physischen Tod mit der Hoffnung auf Auf­er­ste­hung oder vom zweiten Tod der ewigen Nicht-Existenz sprach?

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