Der letzte Countdown

Erstveröffentlichung: Donnerstag, 29. Januar 2015 in englischer Sprache auf www.lastcountdown.org.

Seit über hundert Jahren lehrt die STA-Gemeinde (Gemeinde der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten) das Beste, was man über das Thema der sieben Siegel aus der Offenbarung nach protestantischem Verständnis weiß. Demnach wurden die Siegel nacheinander durch die Jahrhunderte, angefangen von der Epoche der apostolischen Kirche bis zur Großen Erweckung in den 1840er Jahren, geöffnet. Wir verstehen das als die klassische Auslegung der Siegel. Das Buch der Offenbarung beschreibt in prophetischen Worten, wie Gottes Volk von der Sünde erlöst werden wird, um in den Himmel—das wahrhaftige verheißene Land—aufgenommen zu werden, gleichwie in der altertümlichen Ge­schich­te die Kinder Israel von der ägyptischen Knechtschaft befreit wurden, um Kanaan zu ererben.

Nachdem Gott die Kinder Israels aus dem alten Ägypten geführt hatte, sandte Er sie zuerst in das Land, um es auszukundschaften, bevor sie es in Besitz nehmen konnten. Die Übernahme ihres Erbteils war mit Pflichterfüllung, Mut und Glauben verbunden, um den dort lebenden Riesen gegenübertreten zu können. Als die Spione zurückkehrten, brachten sie schlechte Nachrichten mit, die die gesamte Gemeinde entmutigten. Das ganze Volk rebellierte wegen seines Unglaubens gegen Gott, weshalb die Kinder Israels 40 Jahre durch die Wüste wandern mussten, bis die ungläubige Generation gestorben war. Gott wiederholte danach die Eroberung mit der neuen Generation.

In dieser Weise veranschaulichen die sieben Siegel der Offenbarung die Handlungsweise Gottes mit Seinem Volk. Dem Beispiel der Befreiung aus der ägyptischen Knechtschaft folgend, wurde es durch das Opfer Jesu Christi am Kreuz von der Sünde befreit und dies markiert den Beginn seiner Reise ins gelobte Land. Die Ge­schich­te der anschließenden christlichen Epoche zeigt uns, dass sich auf dem von Ihm geführten Heimweg Seines Volkes die Siegel der Offenbarung nacheinander öffneten.

Aber leider wiederholte sich auch die Ge­schich­te des Unglaubens während der Zeit nach der großen Erweckung, (die als das siebente Siegel hätte zählen sollen,) als Gottes Volk erneut gegen Ihn rebellierte. Infolgedessen mussten sie warten und erneut durch die Wüste wandern, bis die ungläubige Generation schließlich gestorben wäre, weil Gott beschlossen hatte, dass sie das Land, das Er ihnen verheißen hatte, nicht sehen sollten.

Welchen zürnte er aber vierzig Jahre lang? Waren es nicht die, welche gesündigt hatten, deren Leiber in der Wüste fielen? Welchen schwur er aber, daß sie nicht in seine Ruhe eingehen sollten, als nur denen, die ungehorsam gewesen waren? Und wir sehen, daß sie nicht eingehen konnten wegen des Unglaubens. (Hebräer 3,17-19)

Der Schlüssel zum Verständnis der Art und Weise, wie sich die Siegel wiederholen, findet sich am Beispiel der Märsche Israels um die Stadt Jericho, welche die erste Stadt war, die sie im Land Kanaan erobern sollten. Bruder John fertigte eine detaillierte Gegenüberstellung der klassischen Siegel mit ihren Wiederholungen in der Artikelserie Die Ge­schich­te wiederholt sich an. Das ist eine nicht außer Acht zu lassende Artikelreihe, weil sie das Fleisch bzw. die geistigen Lehren dieses Themas enthält und ich aus ihr nicht ständig zitieren werde. Der folgende Abschnitt soll eine gründliche Erklärung liefern, wie uns die Ge­schich­te des Falls von Jericho exakt anzeigt, wie sich die Siegel wiederholen.

Betrachten wir zuerst die Reihenfolge der Märsche um Jericho, wie sie in Josua Kapitel 6 beschrieben sind:

Darum lasse alle eure Kriegsleute rings um die Stadt marschieren, so daß sie die Stadt einmal umziehen, und tue sechs Tage also. Und sieben Priester sollen sieben Jubeljahrsposaunen vor der Lade tragen; und am siebenten Tage sollt ihr siebenmal um die Stadt ziehen, und die Priester sollen die Posaunen blasen. (Josua 6,3-4)

Dieser kompakte Vers enthält alle Schlüsselinformationen, die wir betrachten wollen. Die allgemeine Anweisung für jeden der ersten sechs Tage war, einmal die Stadt zu umrunden und dabei die Posaunen zu blasen. Die spezielle Anweisung für den siebenten Tag war, die Stadt siebenmal (anstatt nur einmal, wie an den ersten sechs Tagen) zu umrunden. Abbildung 1 verdeutlicht den gesamten Plan.

Muster von JerichoZuordnung der SiegelZeitraum
Tag 1 Ein Marsch Die Posaune wurde zum 1. Mal gehört. 1. Siegel 31 n.Chr. – 99 n.Chr.
Tag 2 Ein Marsch Die Posaune wurde zum 2. Mal gehört. 2. Siegel 100 n.Chr. – 313 n.Chr.
Tag 3 Ein Marsch Die Posaune wurde zum 3. Mal gehört. 3. Siegel 313 n.Chr. – 538 n.Chr.
Tag 4 Ein Marsch Die Posaune wurde zum 4. Mal gehört. 4. Siegel 538 n.Chr. – 1517 n.Chr.
Tag 5 Ein Marsch Die Posaune wurde zum 5. Mal gehört. 5. Siegel 1571 n.Chr. – 1755 n.Chr.
Tag 6 Ein Marsch Die Posaune wurde zum 6. Mal gehört. 6. Siegel  1755 n.Chr. – 1844 n.Chr.
Tag 7 1. Marsch Die Posaune wurde zum 1. Mal an diesem Tag gehört. 1. wiederholtes Siegel 1846 – 1914
  2. Marsch Die Posaune wurde zum 2. Mal an diesem Tag gehört. 2. wiederholtes Siegel 1914 – 1945
  3. Marsch Die Posaune wurde zum 3. Mal an diesem Tag gehört. 3. wiederholtes Siegel 1936 – 1986
  4. Marsch Die Posaune wurde zum 4. Mal an diesem Tag gehört. 4. wiederholtes Siegel 1986 – 2016
  5. Marsch Die Posaune wurde zum 5. Mal an diesem Tag gehört. 5. wiederholtes Siegel 2010 2015
  6. Marsch Die Posaune wurde zum 6. Mal an diesem Tag gehört. 6. wiederholtes Siegel 2011 2015
  7. Marsch Die Posaune wurde zum 7. Mal an diesem Tag gehört. 7. Siegel (einmalig) 2012 2015
Muster von Jericho:
Tag 1 / Ein Marsch / Die Posaune wurde zum 1. Mal gehört.
Zuordnung der Siegel:
1. Siegel
Zeitraum:
1 n.Chr. – 99 n.Chr.
Muster von Jericho:
Tag 2 / Ein Marsch / Die Posaune wurde zum 2. Mal gehört.
Zuordnung der Siegel:
2. Siegel
Zeitraum:
100 n.Chr. – 313 n.Chr.
Muster von Jericho:
Tag 3 / Ein Marsch / Die Posaune wurde zum 3. Mal gehört.
Zuordnung der Siegel:
3. Siegel
Zeitraum:
313 n.Chr. – 538 n.Chr.
Muster von Jericho:
Tag 4 / Ein Marsch / Die Posaune wurde zum 4. Mal gehört.
Zuordnung der Siegel:
4. Siegel
Zeitraum:
538 n.Chr. – 1517 n.Chr.
Muster von Jericho:
Tag 5 / Ein Marsch / Die Posaune wurde zum 5. Mal gehört.
Zuordnung der Siegel:
5. Siegel
Zeitraum:
1571 n.Chr. – 1755 n.Chr.
Muster von Jericho:
Tag 6 / Ein Marsch / Die Posaune wurde zum 6. Mal gehört.
Zuordnung der Siegel:
6. Siegel
Zeitraum:
1755 n.Chr. – 1844 n.Chr.
Muster von Jericho:
Tag 7 / 1. Marsch / Die Posaune wurde zum 1. Mal an diesem Tag gehört.
Zuordnung der Siegel:
1. wiederholtes Siegel
Zeitraum:
1846 – 1914
Muster von Jericho:
Tag 7 / 2. Marsch / Die Posaune wurde zum 2. Mal an diesem Tag gehört.
Zuordnung der Siegel:
2. wiederholtes Siegel
Zeitraum:
1914 - 1945
Muster von Jericho:
Tag 7 / 3. Marsch / Die Posaune wurde zum 3. Mal an diesem Tag gehört.
Zuordnung der Siegel:
3. wiederholtes Siegel
Zeitraum:
1936 - 1986
Muster von Jericho:
Tag 7 / 4. Marsch / Die Posaune wurde zum 4. Mal an diesem Tag gehört.
Zuordnung der Siegel:
4. wiederholtes Siegel
Zeitraum:
1986 - 2016
Muster von Jericho:
Tag 7 / 5. Marsch / Die Posaune wurde zum 5. Mal an diesem Tag gehört.
Zuordnung der Siegel:
5. wiederholtes Siegel
Zeitraum:
2010 2015
Muster von Jericho:
Tag 7 / 6. Marsch / Die Posaune wurde zum 6. Mal an diesem Tag gehört.
Zuordnung der Siegel:
6. wiederholtes Siegel
Zeitraum:
2011 2015
Muster von Jericho:
Tag 7 / 7. Marsch / Die Posaune wurde zum 7. Mal an diesem Tag gehört.
Zuordnung der Siegel:
7. Siegel (einmalig)
Zeitraum:
2012 2015

Abbildung 1 – Der prophetische Plan zur Eroberung Jerichos

Die sechs Märsche an den ersten sechs Tagen entsprechen der klassischen Auslegung der Siegel, wie sie traditionell von Adven­tis­ten in Büchern wie Daniel und Offenbarung von Uriah Smith gelehrt werden. Die sieben Märsche am siebenten Tag symbolisieren die Wiederholung der Siegel in der jüngsten Ge­schich­te, wie in der Orion-Präsentation aufgezeigt wird. Die Zeitabschnitte für jedes Siegel werden in der Tabelle aufgeführt. Rote Einträge beziehen sich auf das Thema dieses Artikels und werden auf den folgenden Seiten eingehend betrachtet und ihre Gültigkeit belegt.

Anhand der Tabelle können wir erkennen, dass es insgesamt 13 Märsche sind und nicht 14, wie man bei einer Wiederholung der „sieben“ Siegel erwarten könnte. Der siebente Marsch, der erwartungsgemäß den ersten sechs Märschen der ersten sechs Tage folgen sollte, wird durch eine neue Reihe von sieben Märschen ersetzt. Am siebten Tag gab es sieben Märsche statt nur eines Marsches. Das bedeutet, dass es keinen Marsch gibt, der der klassischen Interpretation der sieben Siegel zugeordnet werden kann!

Die klassische Auslegung schließt ein [anschließendes] siebentes Siegel ein, weil sie (fälschlicherweise) annimmt, dass sich die Siegel nicht wiederholen werden. Gestützt auf das Muster der Märsche um Jericho, können wir aber sehen, dass es kein [anschließendes] siebentes Siegel gibt, weil sich die Siegel in Wahrheit wiederholen. Wie viele verschiedene „klassische” Auslegungen für das siebente Siegel auch existieren mögen, sie sind alle ungültig und sollten stattdessen durch die Wiederholung der sieben Siegel während der letzten Periode ersetzt werden.

Die Siegel und das Gericht

Die von Johannes dem Offenbarer beschriebenen Szenen waren Szenen des Gerichts. Der Begriff „Gericht” bezieht sich nicht auf den eigentlichen Tag von Jesu Wieder­kunft oder auf den Tag, wenn die Bösen bestraft werden sondern auf einen bestimmten Zeitraum, der mit einem modernen Rechtsverfahren vergleichbar wäre. Es ist eine Zeit, in der Jesus – unser Verteidiger (oder Anwalt oder Fürsprecher) – bestrebt ist, uns von allen Verfehlungen freizusprechen, so dass wir in den Himmel eingehen können, ohne dass Verdachtsmomente gegen uns bestehen oder dass Gefahr besteht, dort Böses mit hineinzubringen. Deshalb wird es als das Untersuchungsgericht bezeichnet, im Gegensatz zu dem Vollstreckungsgericht, in dem die Gottlosen verurteilt (und schließlich hingerichtet) werden.

Die Gerichtsszene wird in Offenbarung 4 und der Beginn des Gerichts in Offenbarung 5 beschrieben. Die Öffnung der Siegel beginnt in Offenbarung 6 durch das Lamm Gottes. Diese Kapitel sind fortlaufende Berichte über das Untersuchungsgericht im himmlischen Gerichtssaal.

Die Tatsache, dass die sieben Siegel der Offenbarung während der Gerichtszeit im himmlischen Gerichtssaal geöffnet werden, zieht bestimmte Folgerungen nach sich. Es ist eine Zeit, in der Jesus als Fürsprecher für die Gerechtigkeit Seines Volkes eintritt und es von der Sünde reinigt. Das bedeutet in erster Linie, dass die Siegel letztendlich Ereignisse aufzeigen, die während der Gerichtszeit geschehen würden und nicht nur davor. Die Bibel sagt klar, dass das Gericht nicht vor dem Auftauchen des päpstlichen Roms begonnen haben kann. Die Auslegung der Weltreiche in Daniel 7 zeigt deutlich, dass das Gericht erst nach diesen Dingen beginnen würde:

Während ich [Daniel] achtgab auf die Hörner [des vierten Tieres, Rom], siehe, da brach ein anderes, kleines Horn [das Papsttum] zwischen denselben hervor, vor welchem drei der vorigen Hörner ausgerissen wurden; und siehe, dieses Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, welches große Dinge redete [Gotteslästerung]. Solches sah ich, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte... das Gericht setzte sich, und die Bücher wurden aufgetan. (Daniel 7,8-10)

Die drei ausgerissenen Hörner waren die heidnischen Stämme der Heruler, Vandalen und Ostgoten, die kurz vor der Zeit ausgerottet wurden, als das Papsttum im Jahr 538 n. Chr. an die Macht kam. Dies geschah bereits weit in der Zeit der klassischen Erfüllung der Siegel, aber die Throne waren noch nicht aufgestellt und das Gericht hatte noch nicht begonnen und die Bücher waren noch nicht aufgetan. Der Vollständigkeit halber erwähne ich noch die restlichen der insgesamt zehn Hörner: das waren die Sachsen (England), Franken (Frankreich), Alemannen (Deutschland), die Westgoten (Spanien), Sueben (Portugal), Langobarden (Italien) und die Burgunder (Schweiz).

Die Tatsache, dass das Gericht erst irgendwann nach dem Ausreißen der drei Hörner beginnen würde, ist ausreichend, um zu zeigen, dass die klassische Erfüllung der Siegelöffnung nicht während des Gerichts stattgefunden hat und wir deshalb daraus ableiten können, dass eine vollständige Erfüllung der prophezeiten Offenbarung noch kommen sollte. Wenn wir Daniel ein wenig weiter folgen, können wir genauer abschätzen, wann das Gericht begonnen hat. Daniel erhält auf sein Gesicht hin eine Unterweisung, die anzeigt, dass das Gericht noch mindestens weitere 1260 Jahre auf sich warten lassen würde, nachdem die gotteslästerliche Regierung des Papsttums begonnen hatte.

Und er wird freche Reden gegen den Höchsten führen [Gotteslästerung, der gleiche Zeitpunkt wird in den Versen 8-10 erwähnt] und die Heiligen des Allerhöchsten bedrücken und wird sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu ändern, und sie werden in seine Gewalt gegeben sein eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit. Aber das Gericht wird sich setzen und ihm die Gewalt wegnehmen, sie endgültig vertilgen und vernichten. (Daniel 7,25-26)

In diesen Versen erfahren wir viele Einzelheiten darüber, in welcher Zeit die Macht des Papsttums aufsteigen und gotteslästerliche Dinge reden würde und über die Zeit, in der sich das Gericht setzen würde. Es gibt eine Mindestdauer, die zwischen diesen beiden Ereignissen vergehen muss. Eine „Zeit” ist einfach ein Jahr, welches in der prophetischen Sprache 360 Tage umfasst. Die „eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit”, oder einfach 3½ Zeiten bedeuten: 360 × 3½ = 1260. Zählen wir zum Jahr 538 n.Chr., als das Papsttum an die Macht gelangte, 1260 Jahre hinzu, dann bringt uns das ins Jahr 1798, in welchem ihm seine Macht wieder entzogen wurde. Die Details dieser historischen Ereignisse werden durch die Geschichtsschreibung bestätigt und sind des Studiums würdig, aber das ist nicht das Thema dieses Artikels.

Weiterhin weist Daniel 8,14 auf das Jahr 1844 als den genauen Beginn des Gerichts hin, wie es im Artikel Zeichen des Endes erklärt wird. Dieser flüchtige Blick auf Daniels Prophezeiungen dient dazu, den Standpunkt zu untermauern, dass es gemäß der Bibel eine Wiederholung der Siegel nach 1844 in der Gerichtszeit geben muss, um die Prophezeiung der Offenbarung im Kontext der Gerichtssaalszene vollständig zu erfüllen. Bis 1844 hatte das Gericht noch nicht begonnen und da sich das sechste Siegel in der klassischen Interpretation bereits vorher geöffnet hatte, muss es noch eine vollständige Wiederholung geben. Wir bezeichnen diese Siegel als die Gerichtssiegel oder die Siegel des Gerichtszyklus der Orion-Uhr.

Die zweite Folgerung kommt aus der Tatsache, dass die Siegel im Zusammenhang mit dem Untersuchungsgericht, in dem Jesus darum bemüht ist, uns gegen den Ankläger (Satan) im Gericht zu verteidigen, geöffnet werden und lautet, dass wir selbst darin involviert sind. Die progressive Öffnung der Siegel verläuft parallel zur fortschreitenden Entwicklung der christlichen Vollkommenheit, zu der Gottes Volk als ein Leib aber auch individuell gelangen sollte.

Könnt ihr euch einen Verteidiger vorstellen, der bemüht ist, den Freispruch für seinen Mandanten zu erlangen, während dieser vor dem Gericht ein neues Verbrechen begeht, bevor er für das alte Verbrechen freigesprochen wurde!? Sogar der beste Rechtsanwalt wäre nicht imstande, solch eine Person zu verteidigen. Das ist genau dasselbe, wenn jemand Jesus seine Sünden bekennt, um anschließend noch mehr Sünden zu begehen. Die einzige Lösung ist die Veränderung des Charakters durch Christus, so dass sich unser Charakter mehr und mehr dem Seinen angleicht und wir dadurch immer weniger zur Sünde neigen. Dieser Prozess der Heiligung muss in jedem der 144.000 vollständig vollzogen werden. Lieber Leser, du kannst danach streben:

...und weil ich davon überzeugt bin, daß der, welcher in euch ein gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu Christi. (Philipper 1,6)

und

...wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigeit. (1. Johannes 1,9)

Indem Jesus die Siegel vor deinen Augen öffnet, ist es Sein Ziel, dich zu reinigen! Gereinigt zu werden ist eine gute Sache, tut aber dem Ego weh. Viele Menschen – vor allem in der heutigen Zeit – sind nicht bereit, dieses Unbehagen zu ertragen. Angesichts der sich öffnenden Siegel und dem lauten Signal der Posaunen dränge ich dich, dieses Leid für deine Fehler zu ertragen und sie zu bekennen, damit dein Anwalt für dich den Freispruch erwirken kann.

Die Einteilung der Siegel und Posaunen

Es sieht sehr einfach aus, die Siegel und Posaunen in einer Tabelle wie der obigen aufzulisten. Der schwierige Teil kommt aber, wenn wir versuchen, ihnen bestimmte Zeiträume zuzuweisen und die in den Bibeltexten beschriebenen Ereignisse mit den Ereignissen der wirklichen Weltgeschichte zu harmonisieren. Wie bereits gesagt, sind die klassischen Siegel nicht das Hauptthema dieses Artikels (außer, wenn unsere neuen Erkenntnisse Licht auf sie werfen). Ihr könnt aber einen ausführlichen Vergleich der klassischen Siegel mit den Gerichtssiegeln in Die Ge­schich­te wiederholt sich, Teil II finden. Dieser Artikel konzentriert sich auf die Bereiche, die bisher noch nicht völlig schlüssig waren.

Ein anderer Name für die Uhr Gottes im Orion ist Das Buch der sieben Siegel. In der Orion-Präsentation erklärt John, dass die Öffnung der Siegel durch die Sterne des Orion markiert wird. Zum Beispiel zeigt der erste Stern Saiph auf die Öffnung des ersten Siegels im Jahr 1846, als im Körper der Gläubigen die Wahrheit wieder hergestellt wurde, dass der siebente Tag—der Samstag—der Sabbat der Zehn Gebote ist. Und das reine Evangelium ging in den Folgejahren aus, um zu siegen. Das wird durch das weiße Pferd symbolisiert, das mit dem ersten Siegel einhergeht. Ähnlich verhält es sich mit dem zweiten, dritten und vierten Siegel. Die ersten vier Siegel sind den vier Pferden und den vier lebendigen Wesen um den Thron zugeordnet, die durch die vier Hand- und Fußsterne des Orion markiert werden, wie es in der Orion-Präsentation erklärt wird.

Die Zeitabschnitte der ersten vier Siegel in der GerichtsuhrAbbildung 2 - Die Zeitabschnitte der ersten vier Siegel in der Gerichtsuhr

Jedes der ersten vier Siegel öffnet sich in dem Jahr, das durch einen der vier Außensterne der Orion-Uhr markiert wird und natürlich schließt es sich, wenn sich das folgende Siegel öffnet. Wenn wir jedoch zu den letzten drei Siegeln kommen, dann stehen wir vor einem Problem. Wir haben keine Sterne mehr zur Verfügung, außer der Wiederholung von Saiph im Jahr 2014, der den Beginn und das Ende eines kompletten Orionzyklus markiert. Außerdem haben wir nur einen kleinen Zeitraum, in den noch drei Siegel vor dem zweiten Kommen eingepasst werden müssen. Wie sollen wir also die letzten drei Siegel verstehen?

Das ist genau der Bereich, in dem wir nur mangelnde Erkenntnisse hatten. Wir hatten die unsichtbare Markierung von 1844 auf dem Ziffernblatt, die sich 2012 wiederholte und einige unserer vorigen Interpretationen verwandten dieses Jahr für die Öffnung des fünften Siegels. Aber auch mit dieser zusätzlichen Markierung auf der Uhr, ließ sich nicht alles harmonisieren.

Der erste Schritt zum Verständnis über die Zeiträume der letzten drei Siegel ist die Erkenntnis, dass sie im Vergleich zu den ersten vier Siegeln andere Merkmale aufweisen. Betrachten wir die Tabelle, um den Unterschied zu erkennen:

1. Siegel2. Siegel3. Siegel4. Siegel5. Siegel6. Siegel7. Siegel
1. Wesen sagt:
„Komm und sieh!“
2. Wesen sagt:
„Komm und sieh!“
3. Wesen sagt:
„Komm und sieh!“
4. Wesen sagt:
„Komm und sieh!“
(kein Wesen) (kein Wesen) (kein Wesen)
Johannes sieht ein
weißes Pferd
Johannes sieht ein
rotes Pferd
Johannes sieht ein
schwarzes Pferd.
Johannes sieht ein
fahles Pferd
(kein Pferd) (kein Pferd) (kein Pferd)
1. Siegel
1. Wesen sagt: „Komm und sieh!“
Johannes sieht ein weißes Pferd
2. Siegel
2. Wesen sagt: „Komm und sieh!“
Johannes sieht ein rotes Pferd
3. Siegel
3. Wesen sagt: „Komm und sieh!“
Johannes sieht ein schwarzes Pferd
4. Siegel
4. Wesen sagt: „Komm und sieh!“
Johannes sieht ein fahles Pferd
5. Siegel
(kein Wesen)
(kein Pferd)
6. Siegel
(kein Wesen)
(kein Pferd)
7. Siegel
(kein Wesen)
(kein Pferd)

Abbildung 3 – Der Unterschied zwischen den ersten vier und den letzten drei Siegeln

Es gibt eine klare Trennungslinie zwischen den ersten vier und den letzten drei Siegeln. Die ersten vier Siegel haben jeweils ein lebendiges Wesen, welches Johannes zuruft "Komm und sieh!", und ein Pferd, das er dann sieht, während die letzten drei Siegel nichts von alldem aufweisen. Die Trennung der 7 in die beiden Teile 4 und 3 wird in der Orion-Präsentation als ein Grundprinzip von Gottes Zahlensystem erläutert:

Die SIEBEN bedeutet deshalb folgendes:

Der göttliche Rat (3) kam überein, Jesus den Kreuzestod (+) für die Menschheit (4) erleiden zu lassen und das ist der Erlösungsplan (7).

Wollen wir in Zahlensymbolik darstellen: „Jesus ist unser Erlöser“ schreiben wir einfach SIEBEN.

Abbildung 4 – Ein Grundprinzip der „Mathematik“ Gottes

Dieser Unterschied zwischen Vier und Drei taucht an vielen Stellen auf und wir können daraus viele Anhaltspunkte gewinnen. Die Zahl Vier hat zunächst einmal etwas mit den Menschen dieser Welt zu tun, was darauf hindeutet, dass die ersten vier Siegel vor allem mit Ereignissen im Zusammenhang mit der Menschheit stehen und bis zum Ende der Welt reichen, was auch tatsächlich so ist. Dagegen hat die Zahl Drei etwas mit der Gottheit zu tun und sie weist darauf hin, dass die letzten drei Siegel mit Ereignissen in Verbindung stehen, die nicht unbedingt immer sichtbar sein müssen, weil die Personen der Gottheit normalerweise in einer Art und Weise wirken, die für die Menschheit nicht sichtbar ist.

Das Zusammenwirken der drei Personen der Gottheit ist ein Hinweis darauf, dass sich die letzten drei Siegel überlappen sollten, damit es zu bestimmten Wechselwirkungen zwischen ihren Ereignissen kommen kann. Da Gott nicht wie wir an Zeit gebunden ist, kommt keine strikte Reihenfolge dieser Siegel zur Anwendung, obwohl sich die Siegel schon nacheinander öffnen sollten. Außerdem benötigt Gott nicht wie wir sehr viel Zeit, um Dinge zu tun, was erklären könnte, warum die letzten drei Siegel innerhalb einer kurzen Zeitspanne von ein paar Jahren stattfinden, was im Gegensatz zu der langen Dauer der ersten vier Siegel steht. Vielleicht werden sie deshalb auch nicht mit Pferden verbunden, denn Pferde wurden in der Vergangenheit dazu verwendet, größere Entfernungen zurückzulegen; die Zeit für die letzten drei Siegel ist aber zu kurz bemessen, um als Reise mit einem Pferd dargestellt zu werden.

Ein Vergleich der sieben Posaunen wird weiteres Licht auf dieses Thema werfen. Es ist bemerkenswert, dass die Priester ihre Posaunen bei jedem Marsch bliesen, weshalb die Posaunen generell den Zeiträumen der Siegel (sowohl in der klassischen Interpretation als auch in der Wiederholung während der Zeit des Un­ter­su­chungs­gerichts) entsprechen. Jedes Mal, wenn die Kinder Israels die Stadt Jericho umrundeten, warnte der Ton der Posaune die Stadt vor ihrem bevorstehenden Schicksal.

Die Offenbarung beschreibt auch, dass die Posaunen eine nach der anderen in einer bestimmten Reihenfolge erschallen, aber die kleine Einführung zu den letzten drei Posaunen ist voller Hinweise, die uns die Unterschiede mit den letzten drei Posaunen verstehen helfen.

Und ich sah und hörte einen Adler, der in der Mitte des Himmels flog und mit lauter Stimme rief: Wehe, wehe, wehe denen, die auf Erden wohnen, wegen der übrigen Posaunenstimmen der drei Engel, die noch posaunen sollen! (Offenbarung 8,13)

Die laute Stimme des Engels gruppiert die letzten drei Posaunen und weist mit dem Warnruf „Wehe, Wehe, Wehe!“ darauf hin, dass sie in rascher Folge erklingen werden. Das ist ein weiterer Hinweis darauf, dass die letzten drei Posaunen (und ebenso die letzten drei Siegel) auch in rascher Folge beginnen müssen. Außerdem ist es ein Anzeichen dafür, dass die letzten drei Posaunen ihre Wehe gemeinsam auf die Einwohner der Erde bringen werden. Sie werden also nacheinander beginnen, sich aber in ihrer Dauer überlappen. Wenn sich die Posaunen innerhalb der Siegel überlappen, würde das bedeuten, dass sich die dazugehörigen Siegel ebenso überlappen müssen, da jede Posaune während ihres jeweiligen Siegels erklingt.

1. Posaune2. Posaune3. Posaune4. Posaune5. Posaune6. Posaune7. Posaune
(kein Wehe) (kein Wehe) (kein Wehe) (kein Wehe) Wehe! Wehe! Wehe!
1. Posaune: (kein Wehe)
2. Posaune: (kein Wehe)
3. Posaune: (kein Wehe)
4. Posaune: (kein Wehe)
5. Posaune: Wehe!
6. Posaune: Wehe!
7. Posaune: Wehe!

Abbildung 5 – Der Unterschied zwischen den ersten vier und den letzten drei Posaunen

Die restlichen drei Posaunen werden durch eine „laute Stimme“ oder mit anderen Worten, durch den lauten Ruf bekannt gegeben, der sich letztlich auf die Botschaft des Vierten Engels bezieht. Das setzt den Zeitrahmen für die letzten drei Posaunen fest, der sehr kurz ist. Der frühestmögliche Beginn des Zeitraumes für die letzten drei Posaunen wäre das Jahr 2010, als die Orion-Botschaft veröffentlicht wurde. Da die Ge­schich­te von Jericho anzeigt, dass jede Posaune während ihres entsprechenden Siegels ertönen muss, können wir schließen, dass die letzten drei Siegel wahrscheinlich innerhalb eines ähnlichen Zeitraumes ab dem Jahr 2010 stattfinden.

Als einen weiteren Hinweis, sollten wir die sieben Gemeinden berücksichtigen. Die ersten vier Siegel entsprechen den Zeitaltern der ersten vier Gemeinden. Allerdings entsprechen die letzten drei Gemeinden (Sardes, Philadelphia und Laodizea) drei geistlichen Zuständen, die innerhalb der Gemeinden bestehen. Diese drei Zustände werden nebeneinander bestehen, bis die letzte lauwarme Seele entweder Augensalbe gekauft hat und bereut (womit sie ihre geistliche Mitgliedschaft nach Philadelphia verlegt hat) oder ihr Herz bis zum Punkt des geistlichen Todes (in Sardes) verhärtet hat und die nur wenigen würdigen Seelen in Sardes bereut haben. Diese Eigenschaft der letzten drei Gemeinden zeigt einmal mehr, dass sich die letzten drei Siegel, die parallel zu den Gemeinden ablaufen, in den letzten wenigen Jahren vor der Wieder­kunft Jesu überlappen sollten.

Es ist eine Grundregel, dass alle Siegel und Posaunen der Reihe nach beginnen müssen. Diese Regel bleibt unverändert, auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Überlappung besteht. Tatsächlich gibt es auch Überschneidungen in anderen Siegeln, so dass diese Möglichkeit nicht zu abwegig erscheint.

Die Wiederholung des fünften Siegels

Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um des Wortes Gottes willen und um des Zeugnisses willen, das sie hatten sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Wie lange, o Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf Erden wohnen? Und es wurde einem jeden von ihnen ein weißes Kleid gegeben, und es wurde ihnen gesagt, daß sie noch eine kleine Zeit ruhen sollten, bis auch ihre Mitknechte und ihre Brüder vollendet wären, die auch sollten getötet werden, gleichwie sie. (Offenbarung 6,9-11)

Dieses Siegel ist mit Informationen angefüllt und zeigt eine klare Abfolge von Ereignissen. Es handelt von den Märtyrern—Menschen, die wegen ihres Glaubens getötet werden—aber es fängt nicht mit Blutvergießen an. Das fünfte Siegel beginnt mit einer „lauten Stimme“ die fragt „Wie lange?” Von der Symbolik her ist klar, dass die Frage nicht von den Märtyrern selbst gestellt werden kann, da sie ja tot sind. Wer stellt dann die Frage?

Es gab einige Menschen, die ähnliche Fragen in der Vergangenheit gestellt haben. Zum Beispiel fragten die Apostel Jesus nach der Zeit, bevor Er in den Himmel auffuhr: „Herr, gibst du in dieser Zeit Israel die Königsherrschaft wieder?“ Das fünfte Siegel ist insofern anders, dass im fünften Siegel die Frage tatsächlich beantwortet wird. Es „wurde ihnen“ auf ihre Frage etwas Bestimmtes als Antwort „gesagt“. Der Herr sagte zu den Aposteln: „Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Stunden zu kennen...“[1] Folglich wurde die Antwort auf die Frage im fünften Siegel nicht den Aposteln gegeben, was wieder einmal mehr aufzeigt, dass die vollständige Erfüllung mit einer anderen Zeit, außerhalb der Zeiträume der klassischen Siegel verbunden sein muss, die sich größtenteils alle innerhalb des Rahmens des Lichtes ereigneten, das bereits den Aposteln schien.

Die Frage „Wie lange?“ wird auch zweimal in den Visionen Daniels gestellt und dennoch wäre die Antwort auf die Frage im fünften Siegel nicht für Daniel im vorchristlichen Zeitalter gewesen! Trotzdem sah Daniel, dass die Frage gestellt werden würde und hörte sogar die Antwort darauf.

Und ich hörte einen Heiligen reden; und ein anderer Heiliger fragte den Betreffenden, der da redete: Wie lange sollen nach dem Gesicht die Aufhebung des beständigen Opfers und der verheerende Frevel und die Zertretung des Heiligtums und des Heeres währen? Er sprach zu mir: Bis daß es zweitausend und dreihundertmal Abend und Morgen geworden ist; dann wird das Heiligtum in Ordnung gebracht werden! (Daniel 8,13.14)

Könnt ihr diesen „anderen Heiligen“ benennen, der fragte: „Wie lange?“ Der STA-Bibelkommentar hat absolut nichts über die Identität dieser Heiligen zu sagen, aber es war mit Sicherheit William Miller! Er hatte diese Frage gestellt und er bekam den Teil der Antwort, der für seine Zeit wichtig war. Auch wenn er als klare Antwort „1844“ erhielt, war die Reinigung des Heiligtums nicht die komplette Erfüllung der Rache für das vergossene Blut der Märtyrer, von der das fünfte Siegel handelt. Miller hatte nicht verstanden, dass das Gericht einen gesetzlichen Prozess mit einer gewissen Zeitdauer beinhalten würde. Er hatte sich vorgestellt, dass Gott die Bösen in einem Augenblick bei Seiner Ankunft verbrennen würde und dass dies die ganze Reinigung wäre. Er wusste nicht, dass alles, was er zu seiner Zeit sehen würde, der Anfang des gesetzlichen Verfahrens war. Deshalb bekamen er (und seine Gefährten) den Teil der Antwort, der für sie tatsächlich wichtig war, nämlich, dass das Untersuchungsgericht am 22. Oktober 1844 beginnen würde.

Es muss also mehr dahinter stecken. Die Frage muss erneut gestellt werden – und das wird sie tatsächlich und zwar folgendermaßen im gleichen Buch Daniel:

Und einer sprach zu dem in Leinen gekleideten Mann, der oberhalb der Wasser des Flusses stand: Wie lange wird es dauern, bis diese unerhörten Zustände zu Ende sind? Da hörte ich den in Leinen gekleideten Mann, der oberhalb der Wasser des Flusses war, wie er seine Rechte und seine Linke zum Himmel erhob und bei dem schwor, der ewig lebt: Eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit; und wenn die Zerschmetterung der Kraft des heiligen Volkes vollendet ist, so wird das alles zu Ende gehen! (Daniel 12,6-7)

In dieser Vision sah Daniel einen anderen Mann, der nach William Miller kommen würde und der auch die Frage nach dem „wie lange“ stellen würde. Einmal mehr hat der STA-Bibelkommentar eigentlich nichts über seine Identität zu sagen, außer dass es sich „wahrscheinlich“ um einen der unbekannten Heiligen aus Daniel 8,13 handelt. Dieses Mal jedoch wird diesem nicht nur der Beginn des Gerichts gegeben, sondern auch die vollständige Antwort bezüglich der Frage: „wann das alles zu Ende gehen“ würde. Jetzt haben wir etwas gefunden, was uns mehr Verständnis über die gesamte Erfüllung des fünften Siegels geben sollte.

In der Tat ist genau dieser Vers der fundamentale Vers der Orion­botschaft! Er wird im Detail auf den Folien 61-74 der Präsentation erklärt. Dieses Mal war es John Scotram, der die Frage stellte und der die endgültige Antwort bekam, wann „das alles“ beendet werden sollte—einschließlich der Rache für das Blut der Märtyrer.

Wir beginnen bereits, den zeitlichen Rahmen des fünften Siegels zu erkennen. Dieser Zeitraum muss die Antwort auf die Frage, das heißt die Orion­botschaft, die im Jahre 2010 gegeben wurde, mit einschließen. Also muss das fünfte Siegel spätestens 2010 begonnen haben. Einen weiteren Anhaltspunkt finden wir in der Erwähnung von weißen Kleidern, die den toten Seelen unter dem Altar geben wurden. Das kennzeichnet den Zeitpunkt des Endes des Gerichts an den Toten, als gesagt wurde, dass einem jeden weiße Kleider gegeben werden. Jeder von ihnen wurde als gerechtfertigt beurteilt und es sind keine offenen Fälle mehr anhängig, sonst hätte nicht mit Bestimmtheit gesagt werden können, dass jeder von ihnen gerichtet worden war. So wird das Ende des Gerichts an den Toten ganz klar im Siegel beschrieben.

Auf Grundlage der Auslegung von Daniel 12,6-7, die in der Orion-Präsentation erläutert wird, endet das Gericht an den Toten 168 Jahre nach dessen Beginn im Jahre 2012. Das ist die unsichtbare Marke auf dem Ziffernblatt der Orion-Uhr am 168. Jahrestag von 1844. Nun wissen wir, dass das fünfte Siegel zumindest die Jahre 2010 bis 2012 umfassen muss. Tatsächlich muss es aber noch weiter reichen, damit es die zukünftigen Märtyrer mit einschließt, die im Siegel ebenfalls erwähnt werden. Wie weit reicht es dann in die Zukunft? Den ganzen Weg, bis ihre Zahl vollzählig ist und Jesus das Weihrauchgefäß fallen lassen kann. Das heißt, dass sich das fünfte Siegel bis zum Ende der Gnadenzeit am 17. Oktober 2015 erstreckt, wie im Artikel Millers Fehler erläutert wird.

Der Geist des Gesetzes

Von Anfang bis Ende handelt das fünfte Siegel von den Märtyrern. Wenn wir über Märtyrer sprechen, denken wir normalerweise an Menschen, die auf dem Scheiterhaufen verbrannt, enthauptet oder auf andere Weise wegen ihres Glaubens getötet werden. Die Täter verletzen das Gebot „Du sollst nicht töten“. Das ist ein sehr buchstäbliches Gebot mit einer sehr buchstäblichen Bedeutung. Jesus gab dem Gebot jedoch noch eine geistliche Dimension:

Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten! Wer aber tötet, der wird dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder ohne Ursache zürnt, wird dem Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka!, der wird dem Hohen Rat verfallen sein. Wer aber sagt: Du Narr!, der wird dem höllischen Feuer verfallen sein. (Matthäus 5,21.22)

Jesus erklärt das Gebot in einer Weise, dass es auch die Motive des Herzens umfasst. Mit dieser Art des geistlichen Verständnisses der Gebote können wir beginnen, etwas zu verstehen, was ich „geistliches Märtyrertum“ nennen werde. Eine Person, die um Jesu Willen getötet wird, wird durch den Märtyrertod zum Schweigen gebracht. So könnte eine Person, die für ihren Glauben an Jesus von ihrem Bruder aus Wut zum Schweigen gebracht wird, als ein geistlicher „Märtyrer“ betrachtet werden, gemäß dem Licht über die geistliche Erweiterung des Gebotes durch Jesus im obigen Zitat.

Bedenkt bitte, dass die Orion­botschaft direkt von Jesus stammt, weil Er selbst die Sterne am Firmament angeordnet hat. Das bedeutet, dass ein Mensch, der den Glauben an die Uhr Gottes im Orion bekundet gleichzeitig auch seinen Glauben auf Jesus setzt, der die Sterne selbst am Himmel so positioniert hat, dass sie diese prophetische Botschaft verkünden. Wenn jemand wütend ist und einen anderen ohne Grund zum Schweigen bringt, bewertet Jesus das im Gericht als kaltblütigen Mord ̶ wodurch die zum Schweigen gebrachte Person ein geistlicher „Märtyrer“ wird.

Als John Scotram im Jahre 2010 versuchte, die Orion­botschaft in adventistischen Foren zu teilen, wurde er sofort angegriffen und auch der Zensur ausgesetzt. Die „Geschwister“ betitelten ihn mit allen möglichen Schimpfworten und griffen ihn auf unterschiedliche Weise an, sodass diese Behandlung in den Rahmen passt, den Jesus als Erklärung für das Gebot „Du sollst nicht töten!“ gegeben hatte. Als John das Verhalten der Angreifer den Administratoren der Foren zur Kenntnis brachte, griffen diese ihn ebenfalls an und verbannten ihn aus den Foren, anstatt in der Angelegenheit zu helfen! Auf diese Weise brachten sie ihn zum Schweigen—und töteten ihn in sinnbildlicher Form.

Wenn ihr nachvollziehen könnt, dass diese Behandlung als „Martyrium“ im geistlichen Sinne betrachtet werden kann, dann könnt ihr auch verstehen, dass wir richtigerweise sagen, dass das fünfte Siegel im Jahr 2010 geöffnet wurde. Viele von uns (wenn auch nicht alle) haben einen ähnlichen „Tod“ durch die Hände unserer Geschwister seit dieser Zeit erfahren. Um jedoch zu verstehen, dass sich das fünfte Siegel geöffnet hat, brauchen wir nicht weiter zu blicken, als auf die frühen Erfahrungen von John beim Teilen der Botschaft im Jahre 2010. In diesem Sinne war er der erste geistliche „Märtyrer“ für den Orion und als solcher markieren seine Erfahrungen die Öffnung der ersten Phase des Siegels. Eine spätere Phase wird wirkliches physisches Martyrium einschließen, wie aus dem Text des fünften Siegels deutlich hervorgeht, was uns nun zur 2014-Markierung auf dem Ziffernblatt der Orion-Uhr führt.

Der 2014-Stern

Sicherlich hat das Datum, wenn sich der ganze Kreis wieder beim Stern Saiph schließt, eine wichtige Bedeutung. Die Orion-Uhr ist das Buch der sieben Siegel und Saiph wies im Jahr 1846 auf ein Siegel hin, warum also sollte Saiph nicht wieder auf ein Siegel zeigen, wenn nach einer vollen Runde die Uhr wieder bei Saiph im Jahr 2014 anlangt?

Ja, der Stern weist auf ein Datum, das eine Antwort auf eine Frage darstellt. Um herauszufinden, auf welches Siegel der Stern deutet, müssen wir lediglich überprüfen, welches von den Siegeln eine Frage stellt—und wie wir bereits wissen, ist es das fünfte Siegel, das eine Frage stellt. Es ist sogar eine Frage nach der Zeit und deshalb zeigt der Stern Saiph auf das Jahr, das gleichzeitig die Antwort auf die Frage nach der Zeit im fünften Siegel ist.

Die Frage lautete, wie lange es noch dauern würde, bis der Herr richtet und das Blut der Märtyrer rächt. Das beinhaltet zwei unterschiedliche Fragen: eine nach dem Richten und die andere nach dem Rächen. Wir wissen bereits die Antwort, weil sie durch den Stern im Herbst 2014 angezeigt wird. Was noch geklärt werden muss ist, auf welche Frage bekommen wir eine Antwort. Bedeutet es, dass die Gemeinde in dieser Zeit gerichtet wurde oder dass Seine Rache kam? Der Text des Siegels erklärt es für uns. Die Antwort ist, eine Zeit des Wartens auf die physischen Märtyrer, deren Zahl vor dem Ende der Gnadenzeit noch vollendet werden muss. Wer weiß—vielleicht sind auch einige der geistlichen „Märtyrer“ darunter aber der Text deutet auf eine neue Generation von realen Märtyrern hin.

An dieser Stelle ist zu bedenken, dass der Gerichtszyklus der Orion-Uhr Jahresintervalle anzeigt und dass jedes Intervall im Herbst des angezeigten Jahres beginnt und bis zum Herbst des folgenden Jahres dauert. Deshalb zeigt die 2014-Markierung eine Periode vom Herbst 2014 bis zum Herbst 2015 an. Dieser Zeitraum entspricht der Antwort auf die Frage, wann die Gerichte und die Rache Gottes kommen werden:

... und es wurde ihnen gesagt, daß sie noch eine kleine Zeit ruhen sollten, bis auch ihre Mitknechte und ihre Brüder vollendet wären, die auch wie sie getötet werden sollten. (Offenbarung 6,11)

Eine "kleine Zeit" der Ruhe würde im Herbst 2014 beginnen und nach der kurzen Zeit der Ruhe würde irgendwann im Laufe des Jahres 2015 das tatsächliche Martyrium stattfinden (mit realen Menschen, die „auch wie sie getötet werden sollten“, also nicht nur geistlich). Das Martyrium endet mit der Gnadenzeit, denn danach gibt es keinen fruchtbaren Boden mehr für ihr Blut und die Saat des Evangeliums. Somit passt die Antwort perfekt zum Ein-Jahres-Intervall, auf das der Stern zeigt und das am Ende der Gnadenzeit am 17. Oktober 2015 vollständig erfüllt sein wird. Zu dieser Zeit wird das Gericht abgeschlossen sein (der erste Teil der Frage des fünften Siegels ̶ Gott wird sie gerichtet haben) und danach wird der Zorn Gottes (der zweite Teil der Frage ̶ Gott wird sie rächen) beginnen. Die Frage ist damit beantwortet!

Das ist aber nicht alles, was uns der 2014-Stern erzählt. Es muss einen Grund dafür geben, dass er auf Herbst 2014 zeigt.

Das Gerichtsvolk

Das fünfte Siegel begann mit dem geistlichen "Martyrium" im Zusammenhang mit der STA-Gemeinde als Vorläufer zum physischen Martyrium, das auf der Weltbühne stattfinden wird. Der Grund dafür ist, dass die STA-Gemeinde die Gerichtsgemeinde darstellt. Sie wurde aus der großen Enttäuschung von 1844 geboren, als das Gericht begann. Sie verstand, dass das Gericht im himmlischen Heiligtum stattfindet und folgte so im übertragenen Sinne Jesus in das Allerheiligste des himmlischen Heiligtums, um an diesem Gericht teilzunehmen. Sie sah das Gesetz Gottes der Zehn Gebote, was das vierte einschließt und weshalb man sie die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten nennt. Sie selbst bezeichnet sich als die Gemeinde von „Laodizea“. Nach den Angaben der Konkordanz von Strong ist Laodizea die Verbindung zweier Wörter: G2992 und G1349.

G2992 λαός laos lah-os'

Offenbar ein Grundwort; ein Volk (im Allgemeinen; unterscheidet sich damit von G1218, das die eigene Bevölkerung bezeichnet): - Menschen.

G1349 δίκη dikē dee'-kay

Wahrscheinlich von G1166; rechts (wie selbstverständlich), das heißt, die Gerechtigkeit (als Prinzip, als Entscheidung oder als ihre Durchführung): - Gericht, bestrafen, Rache.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Siebenten-Tags-Adven­tis­ten aufgrund ihrer Lehren, ihres Glaubens und ihrer Praktiken als „das Gerichtsvolk“ (Laodizea) identifiziert werden können! Ob man das dahingehend verstehen kann, dass sie ein Volk sind, das das Unter­schei­dungs­ver­mögen hat zu richten oder ob sie ein Volk sind, über das ein Urteil gefällt wird, wird sehr bald klar werden, wenn es das nicht bereits ist. Es wird auch klar werden, ob es ein Urteil im Sinne von Freispruch oder im Sinne von Verurteilung bedeutet.

In Erkenntnis dessen, dass die STA-Gemeinde mit dem himmlischen Heiligtum verbunden wird, sollte sie die geistliche Sehkraft besitzen, um den Geist des Gesetzes zu erkennen und nicht nur die Buchstaben. Deshalb ist die Sünde der geistlichen „Tötung“ besonders anstößig, wenn sie durch Adven­tis­ten begangen wird. Sie sollten ein Volk von „Königen und Priestern“ sein und ein entsprechendes Urteilsvermögen besitzen, um andere richten zu können, aber leider verüben sie selbst Ungerechtigkeit.

Weil das „Martyrium“ des fünften Siegels am Heiligtum begann—das heißt geistlich, dass es mit dem „Gerichtsvolk“ begann—begann auch das Richten und Rächen mit den geistlichen „Mördern“ des fünften Siegels. Das ist es, worauf der 2014-Durchgang des Sterns Saiph zeigt. Jemand könnte die Frage stellen, auf welche Weise Gott die geistlichen „Märtyrer“ im Herbst 2014 gerächt hat. Wie sieht denn Gottes Rache aus?

Leise kracht die Tür in ihre Angeln

Sowohl die Orionuhr als auch die GSL (Große-Sabbat-Liste) zeigen beide klar auf Herbst 2014. Dies war der herausragende Höhepunkt beider Uhren und führte uns dazu, eine unserer stärksten Warnungen überhaupt zu geben—Die Herbst­warnung—welche wir im Oktober zur Festzeit weit verbreitet haben. Erwartungsvoll warteten wir dann im November auf etwas wie ein Zeichen der Vereinigung zwischen der Drei-Engels-Bewegung und der des Vierten. Wir wussten nicht genau, wann oder was wir erwarten sollten, aber wir hatten eine Ahnung, dass etwas nahe Ellen Whites Geburtstag aber sicherlich bis Ende November geschehen könnte.

Es fanden einige sehr interessante Entwicklungen statt, aber wie ich bereits in Ein letzter Aufruf geschrieben habe, waren es nicht diese, auf die wir gehofft hatten. Wir hätten eine „Geistliche Umarmung“[2] unserer Brüder der Drei-Engels-Bewegung sehen sollen, doch stattdessen sahen wir etwas, dass ich nur als das korporative und geistliche Ende der STA-Gemeinde beschreiben kann. Erinnert ihr euch an das Doppelstopp-Codon am Ende des Gen des Lebens, das aus zwei aufeinanderfolgenden Tripletts besteht? Betrachtet diesen Vergleich:

Die „Doppelstopp“-Tripletts markieren das EndeAbbildung 6 – Die „Doppelstopp“-Tripletts markieren das Ende

Das Doppelstopp-Codon am Ende der Gensequenz schließt das Ende endgültig ab. Die Ähnlichkeiten, die wir oben sehen, zeigen, dass das Ende der Gnade für die organisierte STA-Gemeinde schließlich am 30. November 2014 erreicht war. Ich habe darüber auch in Ein Letzter Aufruf geschrieben, jedoch haben wir zu dieser Zeit die Endgültigkeit noch nicht ganz erkannt.

Die Reaktion unserer „Geschwister“ bezüglich der Herbst­warnungen war gleich Null. Wir hatten unsere größte Warnung gegeben, doch sie fiel nur auf taube Ohren. Obwohl unsere Stimmen dröhnten, wurden sie unter ihnen letztendlich doch komplett zum Schweigen gebracht. Als sich die Ereignisse Ende November manifestierten, hätte es zu einer großen Vereinigung der Drei-Engels-Adven­tis­ten mit der Vierten-En­gels­bot­schaft kommen müssen! Stattdessen liefen sie klammheimlich zu den Feinden Gottes über.

Somit hat Gott sie gerichtet—bzw. sie richteten sich selbst—wie auch immer ihr es bevorzugt. Denn:

… und aller Verführung der Ungerechtigkeit unter denen, die verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, durch die sie hätten gerettet werden können. Darum sendet ihnen Gott kräftigen Irrtum, daß sie der Lüge glauben, damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen an der Ungerechtigkeit gehabt haben. (2. Thessalonicher 2,10-12)

Somit wurde die STA-Gemeinde in der „kleinen Zeit“, die im Herbst 2014 begann, bevor die Märtyrer getötet werden sollten, gerichtet. Gottes Rache kommt schnell über sie, was man auch klar an der Tatsache erkennen kann, dass die Gemeinde sich nicht gegen die Entscheidung des obersten deutschen Gerichts, noch gegen die Kirchenallianz, die diese begrüßte, geäußert hat. Als Ökumene-freundliche Gemeinde wird ihre einzigartige Ansicht bezüglich des Siebenten-Tags- Sabbats des vierten Gebots durch den immensen Druck der anderen Kirchen zensiert.

Auch wenn wir erst in den frühen Phasen sind, die zu einem U.S.- oder weltweiten Sonn­tags­gesetz führen werden, so sind die Auswirkung doch klar. Die Prophezeiung über das Sonn­tags­gesetz hat begonnen, sich zu erfüllen und das bedeutet, dass die Gnadenzeit für die STA-Gemeinde als Organisation bereits abgelaufen ist. Sie hätten die ersten sein sollen, die es hätten wissen sollen (und das hätten sie auch, wenn sie die Orion­botschaft angenommen hätten). Dies ist die ernsthafteste Warnung für jeden Siebenten-Tags-Adven­tis­ten: Wenn du bei der Generalkonferenz oder bei irgendeiner niedrigeren Ebene der Leiterschaft innerhalb ihrer Hierarchie nach geistlicher Führung suchst, dann wirst du mit ihnen zusammen untergehen.

Kann das wirklich sein? Lasst uns logisch darüber nachdenken. Wieso nehmen Adven­tis­ten an, dass ihre Gnadentür sich mit dem Sonn­tags­gesetz schließt? Es ist ganz einfach deshalb, weil sie das Privileg haben, jetzt schon zu wissen, dass der wahre siebente Tag, der Sabbat des Herrn, der Samstag und nicht der Sonntag ist. Wenn sie damit geprüft werden, gibt es keine Grauzone für sie. Es ist eine Schwarz-/Weißprüfung. Sie sollten wissen, was Recht ist. Deswegen, wenn die Prüfung da ist, ist es eine einfache Entscheidung, ob sie die Prüfung anhand ihrer Vorberei­tung bestehen oder durchfallen werden. Sollten sie dann dem Sonn­tags­gesetz Folge leisten, werden sie keine Gnade mehr erfahren. Das Sonn­tags­gesetz offenbart ganz einfach ihre Loyalität, welche in vielen Fällen das Gegenteil von dem sein wird, was sie bekunden.

Da sie die geistlichen Juden sind, begann diese Prüfung für die organisierte Gemeinde nach jüdischer Zeitrechnung exakt in der „Fünfmonatsmarke“ der fünften Posaune. Am darauffolgenden Tag (am 26. November, dem Geburtstag Ellen Whites) bestätigte das deutsche Verfassungsgericht das Sonn­tags­gesetz entgegen geschäftlicher Beschwerden. Die Gemeinde musste sich ihrer Prüfung stellen. Sie hätte sich gegen den Druck der öku­me­ni­schen Union aussprechen sollen; oder sie musste ihren Mund in stiller Zu­sammen­arbeit halten.

Die Sünde der Vernachlässigung wiegt in der Waage des Gerichts genauso schwer wie die aktiv begangene Sünde.

Wer nun weiß Gutes zu tun und es nicht tut, dem ist es Sünde. (Jakobus 4,17)

Zu dieser Zeit stimmte die STA-Gemeinde, die bereits mit dem Spiritualismus durchdrungen war, der Einhaltung des Sonntags zu.

Möge die Strafe dem Verbrechen angemessen sein.[3] So wie die STA-Gemeinde die Liebe Gottes, wie sie in der Orion­botschaft dargestellt ist, zum Schweigen brachte, genauso wird sie nun durch die sie beherrschenden öku­me­ni­schen Einrichtungen zum Schweigen gebracht. Dadurch können wir sehen, dass der Zeitpunkt für Gottes Rache im Namen der geistlichen „Märtyrer“ gekommen war, so wie es ihnen im Text des fünften Siegels geantwortet wurde.

Es könnte sogar schlimmer sein. Vielleicht haben all jene, die immer wieder sagen, dass „die Gemeinde bis zum Ende durchgehen wird“ (gemeint ist hier die organisierte Gemeinde) ja Recht. Vielleicht wird die Organisation in dem Sinne durchgehen, dass ihre Anhänger die Plagen empfangen werden! In Anbetracht der Menge des Lichts, welches sie privilegiert waren zu erhalten, würde es wohl ihr gerechter Lohn sein. Womöglich werden einige ihrer Leiter lange genug aufgehoben werden, dass sie Ihn in den Wolken kommen sehen werden, wie jene, die Ihn das erste Mal gekreuzigt haben.

Das ist starker Tobak. Wenn du ein Adventist bist, der von seinem Pastor oder der Konferenzleitung im Dunkeln gehalten wurde und jetzt ein gebrochenes Herz wegen der Geschehnisse hast, lade ich dich ein, das ganze elfte Kapitel des Briefes an die Römer im Lichte des Artikels Zwei Heere zu lesen.

Versteht ihr jetzt, wieso der Gerichts­hof verlegt wurde? Die Auswirkung davon ist, dass diejenigen, die nicht „dem Lamm nachfolgten, wohin es auch immer geht“,[4] in der Welt—in Babylon—zurückgelassen wurden.

Hier geht es um Glauben. Wenn sich die sichtbaren Ereignisse manifestieren, kann kein Glaube mehr ausgeübt werden. Das „Gerichtsvolk“, das praktisches Wissen über das himmlische Heiligtum hatte, hätte viel früher als andere durch die Augen des Glaubens sehen müssen. Das Problem ist, dass ein Kurs des „Wartens und wir werden dann schon sehen“ nicht der Weg des Glaubens ist und eine solche Person kann niemals zu den 144.000, die den Glauben Jesu haben, gehören. Es ist wirklich traurig, dass der Herr an ihnen vorbeigehen musste, aber Er würde sie nie gegen ihren freien Willen dazu nötigen, im Glauben voranzuschreiten, denn das wäre überhaupt kein Glaube.

Somit ist die Gnadentür für die organisierte STA-Gemeinde geschlossen und alles was noch vom fünften Siegel übrig ist, ist das bevorstehende Martyrium der Sabbathalter. Die Vorberei­tungen dafür werden bereits mit Riesenschritten getroffen, aber das ist ein Thema für einen späteren Abschnitt. Mit allem, was wir über das fünfte Siegel gelernt haben, bietet es sich klar an, den Tag an dem die Orion­botschaft veröffentlicht wurde—den 23. Januar 2010—als Markierung für den ersten Tag des fünften Siegels, mit der „Geburt“ des ersten „Märtyrers“ (im geistlichen Sinne) zu wählen. Das Schließen der Gnadentür am 17. Oktober 2015 markiert seinen letzten Tag mit dem Tod des letzten physischen Märtyrers.

Eine neue Zuhörer­schaft

Im Gegensatz zu den Adven­tis­ten hatten die Nicht-Adven­tis­ten keine Vorteile. Sie haben kein praktisches Wissen über die große Menge an Ratschlägen, die Gott durch Ellen White gegeben hat. Es ist eine Tragödie, dass Adven­tis­ten nicht schätzten, was sie an ihr hatten.

Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet ist nirgends verachtet außer in seiner Vaterstadt und bei seinen Verwandten und in seinem Hause. (Markus 6,4)

Weil Nicht-Adven­tis­ten keine Grundstruktur hatten, um die Endzeitereignisse zu verstehen, werden sie in wenigen Monaten das lernen müssen, wofür wir Jahre brauchten. Die Jahre sind bereits vergangen und es sind nur noch wenige Monate, bis sich die Gnadentür für die Welt schließt. Aus diesem Grund hat Gott genau für diese Zeit die Orion­botschaft für alle und speziell für Nicht-Adven­tis­ten vorbereitet. Das ist der Hauptzweck dieses Artikels.

Die Tatsache, dass wir erst kürzlich das Licht zur Harmonisierung der Siegel erhalten haben, weist auf einige Dinge hin. Erstens: Gott gab nicht das ganze Wissen einem einzelnen Menschen (John Scotram), dass er es den Menschen diktieren sollte und diese es dann blind akzeptieren müssten. Es war Gottes Plan, dass Sein Volk den Studien beiwohnen und dazu beitragen würde. Wenn sie das so getan hätten, hätten die Fehler, die wir so spät gefunden haben, früher korrigiert werden können. Durch das Nutzen des Wissens von erfahrenen adventistischen Theologen, hätten die Siegel schon vor langer Zeit in Einklang gebracht werden können. Es war Gottes Absicht für die Adven­tis­ten, dass sie im großen Rahmen auf diese Art gemeinsam studieren würden. Aber wegen ihrer Ablehnung, fuhr Er fort, das Licht an unsere kleine Gruppe zu geben, um die Botschaft zum Wohle der Nicht-Adven­tis­ten zu vervollständigen. Dies führt uns zu Punkt zwei: Gerade jetzt ist die Harmonie der Siegel und Posaunen speziell für jene wichtig, die keinen Vorteil durch adventistisches Hintergrundwissen haben. Gott möchte, dass ihr die gesamte Harmonie in der Botschaft seht. Gott möchte euch klar zeigen, dass die Zeichen dabei sind, sich zu erfüllen, so dass ihr euch für Ihn entscheiden könnt.

Ich sah, daß Gott Kinder hat, die noch nicht den Sabbat erkennen und halten; sie haben das Licht darüber nicht verworfen. Und zu Anfang der Zeit der Trübsal werden wir mit dem Heiligen Geist erfüllt werden, daß wir hinausgehen und den Sabbat noch völliger verkündigen werden. Dies machte die Kirchen und die Namensadventisten wütend, weil sie die Sabbatwahrheit nicht widerlegen konnten. Zu dieser Zeit sahen alle Auserwählten Gottes klar, daß wir die Wahrheit hatten, und sie kamen heraus und erduldeten die Verfolgung mit uns {FS 24.2; EW.33.2}[5]

Die Zeitabschnitte der letzten drei Siegel der GerichtsuhrAbbildung 7 – Die Zeitabschnitte der letzten drei Siegel der Gerichtsuhr

Die klassische Interpretation des sechsten Siegels

Und ich sah, als es das sechste Siegel öffnete, und siehe, ein großes Erdbeben entstand, und die Sonne wurde schwarz wie ein härener Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut. Und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum seine unreifen Früchte abwirft, wenn er von einem starken Winde geschüttelt wird. Und der Himmel entwich wie ein Buch, das zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden aus ihren Stellen gerückt. Und die Könige der Erde und die Großen und die Heerführer und die Reichen und die Gewaltigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich in die Klüfte und in die Felsen der Berge und sprachen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallet auf uns und verberget uns vor dem Angesichte dessen, der auf dem Throne sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! Denn gekommen ist der große Tag seines Zorns, und wer kann bestehen? (Offenbarung 6,12-17)

An dieser Stelle ist es wichtig, dass ihr zuvor den Artikel Zeichen des Endes, worin die Zeichen des sechsten Siegels erklärt sind, gelesen habt. Er zeigt, dass in der klassischen Auslegung die ersten Zeichen sehr buchstäblich durch das große Erdbeben in Lissabon von 1755, den dunklen Tag Neu Englands, mit seinem darauffolgenden Blutmond von 1780 und das Fallen der Sterne von 1833 erfüllt wurden. Selbst die extreme Angst der Menschen aller Klassen—wie im sechsten Siegel beschrieben—war während der Millerbewegung bei Erreichen ihres Höhepunktes in 1844 klar vorhanden. Die große Mehrheit folgte der Bewegung aus Furcht und fiel deshalb nach der Enttäuschung ab. Die Erwähnung des Zornes Gottes im sechsten Siegel, ist ein klarer Hinweis auf das, was die Milleriten glaubten, nämlich, dass zu jener Zeit die Erde mit Feuer gereinigt und die Sünder verbrannt würden. “Der Himmel entwich wie ein Buch, das zusammengerollt wird“ hat sich zwar nicht buchstäblich erfüllt, fand aber seine symbolische Erfüllung in Hiram Edsons Vision vom 23. Oktober 1844—dem Tag nach der großen Enttäuschung—, in der er in den geöffneten Himmel schaute und Jesus Seinen Dienst im Allerheiligsten des himmlischen Heiligtums verrichten sah. Die Vision die er an diesem Tag gesehen hatte, kann als Bestätigung des Beginns des Un­ter­su­chungs­gerichts verstanden werden. Sie zeigt auch, dass sich jedes Element des sechsten Siegels, soweit das in dieser Epoche möglich war, erfüllt hat.

Selbstverständlich verstanden sie zu dieser Zeit noch nicht, dass das sechste Siegel beendet war, noch dass sich die Siegel wiederholen würden. In Folge dessen erdachten sich viele Ausleger verschiedene falsche Erklärungen für das sechste und siebente Siegel, wie zum Beispiel, dass sich die letzte Hälfte des sechsten Siegels irgendwann in der Zukunft erfüllen würde. Jedoch geht aus dem Muster von Jericho klar hervor, dass der sechste Tag enden musste, bevor die Märsche des siebenten Tages beginnen konnten. Somit markieren wir das Ende des sechsten Siegels mit der großen Enttäuschung von 1844. Weiter können wir an den Märschen um Jericho herum ersehen, dass es keinen siebten Marsch vor den sieben Märschen am siebenten Tag gab, was bedeutet, dass es keine Anwendung des siebten Siegels direkt nach 1844 gibt. Stattdessen wiederholen sich die Siegel mit der Öffnung des ersten Siegels in 1846 wie in Abbildung 2 gezeigt wird.

Die Wiederholung des sechsten Siegels

Die Zeichen der ZeitWenn sich das fünfte Siegels in der Wiederholung im Jahr 2010 geöffnet hat, dann sollten wir das erste Zeichen des sechsten Siegels irgendwann danach erwarten. Schaut selbst auf eine Liste der weltweit größten Erdbeben und überzeugt euch selbst, welche Erdbeben für das „große Erdbeben“ als das erste Zeichen des 6. Siegels in Betracht kommen könnten. Ohne Zweifel müsste es das Japan-Erdbeben von 2011 gewesen sein, das mit mehr Details im Artikel Zeichen des Endes erwähnt ist. Das Erdbeben verursachte ein unglaubliches Maß an Angst und erntete weltweite Aufmerksamkeit wegen der Gefahren durch die Schäden am Fukushima-Atomkraftwerk. Es ist auf jeden Fall ein würdiges Ereignis, das sechste Siegel zu beginnen und der 11. März 2011 markiert somit das genaue Datum der Öffnung des Siegels.

Als nächstes Zeichen sollten wir eine Verdunkelung der Sonne erkennen. Habt ihr mitbekommen, wieviel Lärm es im Vorfeld des aktuellen Sonnenmaximums gab? Das vorhergehende Minimum war sehr ruhig, weshalb viele Wissenschaftler ein dramatisches Maximum erwarteten. Aber offensichtlich gab es für jeden Artikel, der vor den bedrohlichen Auswirkungen des Sonnenmaximums warnte, einen weiteren Artikel, in dem sich die Wissenschaftler darüber äußerten, wie ruhig sich die Sonne doch verhalte. Nach dem Erscheinen eines anormalen riesigen koronalen Lochs, das vom 13.-18. Juli 2013 aufgenommen wurde und Weltnachrichten machte, fasste ein Blogger die momentan unsichere Situation der Sonne wie folgt zusammen:

Irgendetwas ist mit der Sonne los. Es hat alles mit einem sehr unregelmäßigen Verhalten begonnen, und die Wissenschaftler wussten überhaupt nicht, was sie damit anfangen sollen. Die Aktivitäten der Sonnenflecken sahen so aus, als ob sie sich mit jedem neuen Zyklus verlangsamen würden, stattdessen tauchten aber absolut gigantische Löcher in der Sonne auf. Im Moment nähert sich die Sonne dem Maximum ihres 11 Jahreszyklus und eine steigende Anzahl von Wissenschaftlern äußert sich mehr und mehr besorgt darüber, was wohl der nächste Zyklus bringen wird. Könnte es möglicherweise den völligen Tod des Sonnenfleckenzyklus bedeuten, wenn die Sonnenflecken weiter abnehmen? Ist es möglich, dass wir einer nächsten Eiszeit entgegen gehen? Oder könnte sogar das zunehmend unstete Verhalten der Sonne noch schlimmer sein und ein Indiz dafür darstellen, dass sie Sonne selbst stirbt? Traditionellerweise haben die Wissenschaftler bisher geglaubt, dass die Sonne noch Milliarden von Jahren leben würde. Aber in den vergangenen Jahren haben Astronomen Sterne ähnlich unserer Sonne beobachtet, die plötzlich beginnen, sich sehr unstet zu verhalten, um dann schnell zu sterben. Ist es möglich, dass dasselbe mit unserer Sonne geschieht?

Es ist interessant zu wissen, dass im Jahre 1750 beständige Beobachtungen der Sonnenaktivität begannen und erst danach war es möglich, den Sonnenzyklus zuverlässig zu analysieren. Dies führte zur Identifikation des ersten Sonnenzyklus, welcher 1755 begonnen hatte—ein Datum, welches uns an den Beginn des klassischen sechsten Siegels erinnert. Interessant ist auch, dass wir uns jetzt in der Mitte des 24. Sonnenzyklus befinden, als ob man annehmen könnte, dass wir in der letzten „Stunde des Tages“ der Sonne sind. Das sechste Siegel zeigt die Zeichen des Endes, doch das Ende selbst wird während der Plagen noch früh genug kommen. Die Bibel beschreibt exakt das Szenario, welches die Wissenschaftler erwarten, wenn die Sonne zu sterben beginnt:

Und der vierte goß seine Schale aus auf die Sonne; und ihr wurde gegeben, die Menschen zu versengen mit Feuerglut. Und die Menschen wurden versengt von großer Hitze, und sie lästerten den Namen Gottes, der Macht hat über diese Plagen, und taten nicht Buße, ihm die Ehre zu geben. (Offenbarung 16,8-9)

Viele Kommentatoren, wie dieser Blogger in seinem Eintrag vom 30. Juli 2013, haben eine Verbindung zwischen den Sonnen-Löchern und dem sechsten Siegel hergestellt:

Dies führte mich dazu, über etwas nachzudenken, was ich früher nie in Betracht gezogen habe. Ich frage mich, ob das möglicherweise etwas mit der Verdunkelung Sonne, als einer der kosmischen Störungen, die mit der Öffnung des sechsten Siegels verbunden sind, zu tun haben könnte. Zu dieser Zeit wird „die Sonne schwarz wie ein härener Sack“ (Offenbarung 6,12) und dann wird der Tag der Rache unmittelbar bevorstehen.

Solange ich keine weiteren Beweise sehe, werde ich annehmen, dass es keine Verbindung zwischen diesem riesigen koronalen Loch und der Öffnung des sechsten Siegels gibt...

Seine Schlussfolgerung ist bedauerlich, aber ich denke, dass unsere Artikel genug „weitere Beweise“ für Menschen wie ihn liefern, die zumindest in die richtige logische Richtung denken. Die Beweise mehren sich ja mit dem Mond der zu Blut wird, was sich auf erstaunliche Weise mit der seltenen Blutmondtetrade von 2014 und 2015 erfüllt.

Das Internet ist voll von Kommentatoren, die ihre Meinungen, was die Blutmonde bedeuten könnten, abgeben. Im Hinblick auf den Namen des Ereignisses ist es eine solch buchstäbliche Erfüllung, dass sie niemand, der die biblische Prophetie studiert, übersehen kann. Allein mit diesem Zeichen können wir sehen, dass das sechste Siegel zumindest bis Ende Herbst 2015 gehen muss, denn der letzte Blutmond der Tetrade findet am 28. September 2015 statt. Nach dem Jüdischen Kalender deuten die Blutmonde auf die Frühlings- und Herbstfeste, womit sie die Wichtigkeit des Kalenders Gottes hervorheben.

Jesus, unser Heiland, starb exakt zur rechten Zeit am Kreuz. Wie im Geth­se­ma­ne-Artikel erklärt, liefern uns die Umstände Seines Todes die Kriterien, um Gottes Kalender verstehen zu können. Jesus starb genau dann, als Er sterben musste—nicht früher und auch nicht später. Er wusste wofür und wann Er sterben musste. Die Blutmonde sind das Zeichen für Gottes Volk, dass die Verfolgung über sie kommt und dass sie ein Märtyrertod erwarten könnte. Hast du diese Möglichkeit auch für dich selbst in Erwägung gezogen? Kennst du Gottes Zeitplan gut genug, um zu wissen, wofür du stirbst und auch wann?

Mein Bruder erklärte in seinem Artikel über die gleichen Zeichen des Endes, dass die Sonntagsanbetung im Gegensatz zu den zehn Geboten, wirklich kultartige „Sonnen“-Anbetung ist. Die Zeichen des sechsten Siegels sind nicht nur eine Reihe von Wegweisern; sie geben eine Botschaft. Das große Erdbeben schüttelt die Erde durch und sagt: “WACH AUF!!!“ Dann wird die Sonne als Warnung verdunkelt, dass so wie die sterbende Sonne letztlich die Bewohner Erde verbrennen wird, diejenigen, die dem vierten Gebot widerstrebend am Sonntag anbeten, nicht nur durch die Sonne in der Zeit der Plagen physisch verbrannt, sondern für immer verloren sein werden. Dann wird der Mond nahe den Frühlings- und Herbstfesten zu Blut, als ob er sagen wolle: „Achtet auf die Zeit und wisset, wann und wofür ihr euer Blut geben müsst (so wie Jesus es tat).“

Die Medien sind voll von Propaganda über die „fallenden Sterne“. Regelmäßig erscheinen Nachrichten von Feuerbällen hier und dort oder über die Annäherung eines gefährlichen „erdnahen Objekts“ oder sonstigen Variationen solcher Themen. Wenn dann das große Ereignis eintritt, wird es eine neue Phase des menschlichen Leidens einläuten. Man täte also gut daran, sich Vorräte von Dingen, die wirklich wichtig sind, anzulegen und seine Prioritäten zu überdenken. Alle bisherigen Zeichen des sechsten Siegels waren größer als jene der klassischen Auslegung des Siegels. So lasst euch nun nicht von der Presse in den Gedanken einlullen, dass was auch immer kommen möge, nur eine weitere, schöne, spektakuläre, aber harmlose Sehenswürdigkeit sein wird. Möge der Tscheljabinsk-Meteor als Vorbote für das, was kommt, dienen und dieses Ammenmärchen zerstreuen, wie es die folgende prophetische Beschreibung tut:

Vergangenen Freitagmorgen wurde mir kurz vor dem Erwachen eine sehr beeindruckende Szene vor Augen geführt. Ich schien vom Schlaf zu erwachen, war aber nicht zu Hause. Von den Fenstern aus konnte ich eine schreckliche Feuersbrunst sehen. Große Feuerkugeln fielen auf die Häuser und von diesen Kugeln flogen feurige Pfeile in jede Richtung. Es war unmöglich, die Feuer, die entfacht wurden, unter Kontrolle zu halten, und viele Stätten wurden zerstört. Der Schrecken der Menschen war unbeschreiblich. Nach einer Zeit wachte ich auf und fand mich zu Hause. {CKB 19.6}[6]

Ein anderes Mal hörte Ellen White (die das obige berichtete) die Gespräche der Menschen:

In Nachtgesichten zog eine sehr eindrucksvolle Szene an mir vorüber. Ich sah einen ungeheuren Feuerball zwischen herrliche Gebäude fallen und sie vernichten. Ich hörte jemand sagen: „Wir wußten, daß Gottes Gerichte über die Erde kommen sollten, jedoch nicht, daß dies so bald sein würde.“ Andre erwiderten mit angstvoller Stimme: „Ihr wußtet es? Warum habt ihr es uns dann nicht mitgeteilt? Wir haben nichts davon gewußt!“ Von allen Seiten hörte ich ähnlich vorwurfsvolle Worte. {Sch3 254.1}[7]

Die Beschreibung dieser gequälten Stimmen ist eine Botschaft an die Weisen unserer Tage: bereitet euch jetzt vor—speziell geistlich—denn nachdem das Ereignis stattgefunden haben wird, wird es zu spät sein. Solltet ihr bis heute noch nicht dazu gezwungen worden sein, einen festen Stand für Gott und Seine Gebote einzunehmen, ist es sehr wahrscheinlich, dass ihr dies von diesem Tag an tun müsst. So wie die Probleme in der Welt zunehmen, so wird auch der Druck der Gesellschaft, speziell der Herrschermächte, zunehmen.

Schließlich beschreibt die letzte Szene des sechsten Siegels die Explosion der riesigen Beteigeuze in einer Supernova, welche zuerst den Himmel entweichen lässt „wie ein Buch, das zusammengerollt wird“. Dann werden die Menschen aller Klassen realisieren, dass die Gnadenzeit vorüber ist und der Tag des Zornes Gottes über sie kommt. Wie der Text sagt, werden sie sich verstecken und vor Angst schreien, weit mehr als die Milleriten damals. Wirst du zu der Gruppe der Verängstigten oder zu den Treuen Gottes gehören? Die Entscheidungen, die du von nun an jeden Tag treffen wirst, bringen dich zu der einen oder anderen Seite. Ich hoffe, dass du am Ende des sechsten Siegels, wenn am 17. Oktober 2015 die Zeit der Gnade für die ganze Welt endet in der Arche sein wirst.

So gehe nun, mein Volk, in deine Kammern und schließe die Tür hinter dir zu und verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn vorübergegangen ist! Denn siehe, der HERR wird von seinem Orte ausgehen, die Bosheit der Erdenbewohner an ihnen heimzusuchen; und die Erde wird das auf ihr vergossene Blut offenbaren und die auf ihr Erschlagenen nicht länger verbergen. (Jesaja 26,20-21)

Der sichere Ort ist der Gehorsam dem Gesetz Gottes gegenüber, denn ein Mensch ist der Diener dessen, dem er gehorcht[8]. Wenn du Gott dienst, dann bist du als Sein Diener unter Seinem Schutz.

Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen, fürchtet vielmehr den, welcher Seele und Leib verderben kann in der Hölle. (Matthäus 10,28)

(Anmerkung vom August 2016: Für weitere Informationen in Bezug auf die Erfüllung des klassischen sechsten Siegels, siehe bitte den Nachtrag zu Die Ge­schich­te wiederholt sich - Teil II. Die Erfüllung des wiederholten sechsten Siegels wird im Nachtrag zu Zeichen des Endes und auf den Orion-Präsentationsfolien 101-114 erläutert.)

Das siebte Siegel

Und als es das siebente Siegel öffnete, entstand eine Stille im Himmel, von etwa einer halben Stunde. Und ich sah die sieben Engel, die vor Gott stehen; und es wurden ihnen sieben Posaunen gegeben. Und ein anderer Engel kam und stellte sich an den Altar, der hatte eine goldene Räucherpfanne; und ihm wurde viel Räucherwerk gegeben, damit er es mitsamt den Gebeten aller Heiligen auf den goldenen Altar gäbe, der vor dem Throne ist. Und der Rauch des Räucherwerks stieg mit den Gebeten der Heiligen aus der Hand des Engels auf vor Gott. Und der Engel nahm die Räucherpfanne und füllte sie mit Feuer vom Altar und warf sie auf die Erde; und es entstanden Stimmen und Donner und Blitze und Erdbeben. (Offenbarung 8,1-5)

Im siebten Siegel geht es primär um Ereignisse im Himmel. Es spricht von einer Stille im Himmel von etwa einer halben Stunde, von Engeln im Himmel, dem Altar, der Räucherpfanne und dem Räucherwerk und von den Gebeten, die zu Gott im Himmel emporsteigen. Da es sich hier um Ereignisse im Himmel dreht und die himmlischen Geräte des Heiligtums erwähnt sind (sogar die vom Allerheiligsten), können wir sicher sein, dass dieses Siegel etwas mit dem Gerichtsvorgang, über welchen wir ca. am Anfang dieses Artikels gesprochen haben, zu tun haben muss. Es scheint uns einen Blick in den himmlischen Gerichtssaal und auf bestimmte Schlüsselereignisse zu geben.

Der erste Hinweis, der uns gegeben wird, um das Siegel zu verstehen, ist ein Zeitabschnitt: Stille im Himmel von etwa einer halben Stunde. Achtet darauf, dass die restliche Beschreibung sonst nichts über ein anderes Geräusch berichtet, bis das Siegel endet und die Stille durch „Stimmen“ gebrochen wird. Das bedeutet, dass diese Stille von einer halben Stunde das ganze siebte Siegel hindurch andauert. Um diese Dauer in irdischen Begriffen zu verstehen, müssen wir lediglich berechnen, wie lange die halbe Stunde Stille im Himmel auf Erden dauern würde.

Oft wird angenommen, dass dieser Zeitabschnitt, so wie andere Zeitprophezeiungen, anhand des Tag-Jahrprinzips berechnet werden sollten, was aber nicht für die Stille, die in himmlischer Zeit gemessen wird, gilt. Wenn von einem Zeitabschnitt im Himmel die Rede ist, sollte er auch in himmlischer Zeit gemessen werden. Mit anderen Worten sollten wir diese Zeit entsprechend der Orionuhr lesen.

Die Orionuhr hat 24 Stunden und die ganze Runde repräsentiert 168 irdische Jahre. Somit ist eine himmlische Stunde 168 ÷ 24 = 7 irdische Jahre, was bedeutet, dass eine halbe Stunde, die Hälfte von 7 Jahren, oder ganz einfach dreieinhalb Jahre ergibt. Gibt uns dies ein besseres Verständnis über das Siegel, wenn wir wissen, dass sich das Siegel um Ereignisse im himmlischen Heiligtum dreht?

Ja! Wir haben nämlich diesen Zeitabschnitt schon mal in Form von 1260 Tagen, die mit dem Gericht an den Lebenden übereinstimmen und am 6. Mai 2012 begannen, gesehen. Mit dem Augen des Glaubens beobachtete die Letzter­Count­down-Gruppe die sieben Engel im himmlischen Heiligtum (die sieben Sterne des Orion), um zu sehen, was Gott in diesem siebten Siegel tut. Somit passt auch der zweite Hinweis (dass sieben Engel im Himmel gesehen wurden). Nun können wir verstehen, wieso die Siegel mit dem Gerichtsverfahren im Himmel verbunden sind: alle Siegel führten bis zu diesem einmaligen siebten Siegel, was ein Zeichen für die Wichtigkeit des Gerichts an den Lebenden ist.

Der nächste Hinweis, der uns im Text des siebten Siegels gegeben wird, ist, dass die sieben Engel (die die sieben Sterne des Orion repräsentieren) sieben Posaunen erhalten. Dies erfüllte sich am 31. Januar 2014, als John herausfand, wie die Orionuhr die Zeiten der sieben Posaunen für das Letzte Rennen zeigt. Von diesem Tag an, begannen die sieben Posaunen mit deutlichem Klang.

Ebenso auch, wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer wird sich zum Kampfe rüsten? (1. Korinther 14,8)

Wir werden später mehr über die Posaunen sprechen. Aber wie ihr aus diesem Vers ersehen könnt, ist es deshalb so wichtig, einer Posaune einen deutlichen bzw. sicheren Klang zu geben, weil es ihr ausdrücklicher Zweck ist, dass man sich für die Schlacht rüstet. Natürlich sprechen wir nicht von einem physischen, sondern von dem großen geistlichen Kampf um die Seelen. Der Kampf um die Seelen umfasst auch Gebete, welche im nächsten Teil des Textes des siebten Siegels in Verbindung mit dem Räuchergefäß erwähnt werden. Dies symbolisiert die verbleibende Zeit, um Sünden zu bekennen und gereinigt zu werden, bevor Jesus alle anstehenden Fälle im Gericht abschließen muss. Am Ende des siebten Siegels wird das Räuchergefäß mit Feuer gefüllt und auf die Erde geworfen. Dies symbolisiert das Ende des Gerichts an den Lebenden im Himmel. Danach wird Jesus nicht länger Fürsprache für die Sünder halten—und diese Zeit kommt schnell, in diesem Jahr am Abend des 17. Oktober 2015! Nutzt Seine Fürsprache jetzt, solange noch Zeit ist!

Dass das siebte Siegel im Jahr 2012 beginnt, passt in das Kriterium, dass es nach dem sechsten beginnen muss und es erschließt sich die schöne Harmonie, dass das fünfte, sechste und siebte Siegel zusammen mit dem Schließen der Gnadentür am 17. Oktober 2015 enden. Alle drei Siegel dienen den Menschen als Hilfe, sich im großen Kampf zwischen Gut und Böse für die Seite Gottes zu entscheiden. Somit ist dies auch der Brennpunkt dieser drei Siegel.

Wie in der Präsentation des Schiffs der Zeit erklärt ist, harmoniert auch die GSL (Große-Sabbat-Liste) auf perfekte Weise mit den letzten drei Siegeln. Wenn wir die Startpunkte der letzten drei Siegel mit dem vorletzten Triplett der GSL vergleichen, können wir sehen, dass die Siegel in 2010, 2011 und 2012 beginnen und so folglich mit der Reihenfolge der Jahre des Tripletts übereinstimmen. Jedes Triplett-Jahr entspricht dem Öffnen eines Siegels. Die Reihenfolge der Siegel ist korrekt und in allen drei Fällen ist das Schließen der Gnadentür das korrespondierende Enddatum. Somit entspricht das letzte Triplett der GSL der Zeit des lauten Rufes, die dann enden wird, wenn jeder Fall im Jahr 2015 entschieden sein wird. Die Überlappung ist somit perfekt.

Die Orion-Uhr ist das Buch mit sieben Siegeln und deshalb muss sie die Zeiten aller sieben Siegel anzeigen. Wir hätten schon vor langer Zeit erkannt haben sollen, dass mit nur vier äußeren Sternen, um Zeitpunkte auf dem Uhrenkreis anzugeben und mit nur einem von ihnen (Saiph), der sich jetzt am Ende der Zeit wiederholt, es eine Überlappung der letzten drei Siegel geben musste. Jetzt können wir sehen, dass der Stern Saiph nicht nur auf das erste und fünfte Siegel zeigt. Wenn man bedenkt, dass die Orion-Uhr Jahre markiert, dann können wir erkennen, dass er auf das Ende aller Dinge, das dem Ende des fünften, sechsten und siebten Siegels entspricht, zeigt.

Die Gerichtsuhr zeigt die Überlappung der letzten drei SiegelAbbildung 8 – Die Gerichtsuhr zeigt die Überlappung der letzten drei Siegel

Die unsichtbare Markierung von 2012 (das 168. Jubiläum von 1844) markiert das erste Orion-Jahr, in dem alle drei Siegel überlappen und zusammen mit der 2014-Zeigermarke von Saiph wird das Ende der Überlappungsphase der letzten drei Siegel gekennzeichnet. Die Marken umfassen die Zeit nach dem Gericht an den Toten, die ihren Höhepunkt mit dem Ende der Gnadenzeit für die Menschheit findet.

Die sieben Posaunen des Gerichts­zyklus

Die Posaunen des Gerichtszyklus finden ihre Erfüllung in Kriegen. Jeder Krieg brachte der Gemeinde, wie auch der Welt, eine spezielle Prüfung. Während des ersten Siegels fand der Bürgerkrieg in den U.S.A. statt, welcher die Gemeinde in ihrem Standpunkt zur Kriegsdienstverweigerung prüfte. In die Posaune des ersten Weltkriegs wurde bei der Öffnung des zweiten Siegels und in die Posaune des zweiten Weltkriegs wurde bei der Öffnung des dritten Siegels gestoßen. Im vierten Siegel gab es eine Reihe von Kriegen im Nahen Osten (die Golfkriege) und den „Krieg gegen Terror“. Wie das Muster der Märsche um Jericho illustriert, fällt jede Posaune in ihr zugehöriges Siegel.

Die letzten drei Posaunen fallen auch in ihre dazugehörigen Siegel, doch sind die Regeln weniger einschränkend, da die letzten drei Siegel sich so stark überlappen. Die Regel, dass die Posaunen in der richtigen Reihenfolge geblasen werden müssen, ist aber immer noch gültig und jede muss in ihrem dazugehörigen Siegel ertönen.

Wir haben die fünfte und sechste Posaune des Gerichtszyklus bereits im Artikel Ein Letzter Aufruf im Detail behandelt. Die fünfte Posaune begann am 29. Juni 2014, als ISIS sich selbst als Kalifat deklarierte. Am Ende der fünf Monate der fünften Posaune antwortete der Papst (die Christenheit repräsentierend) im Gegenzug mit einer Kriegserklärung. Er hielt am 28. November 2014 seine Ansprache in der Türkei—am letzten Tag der fünf Monate—und seine drei Tage in der Türkei formen die Verbindung zur sechsten Posaune.

Die sechste Posaune ertönte, als sich die Führer der Hauptreligionen durch Unterschreiben von Abkommen mit dem Papst im Krieg gegen den Fundamentalismus vereinten. Somit waren die Engel des sechsten Siegels auf „die Stunde, den Tag, den Monat und das Jahr“ vom 30. November 2014 vorbereitet, wie ich es bereits anhand des Beispiels von Josiah Litchs Darlegung der fünften und sechsten Posaune der christlichen (vorgerichtlichen) Ära erklärte.

Letztendlich wird die siebte Posaune mit dem Ende des fünften, sechsten und siebten Siegels zusammenfallen. Sie markiert das Ende der Posaunenwarnungen, die noch mit Gnade vermischt sind. Die 144.000 werden alle ein wenig früher versiegelt sein und der letzte Märtyrer wird zu seiner Ruhe einkehren. Jeder wird seine Seite der Schlacht gewählt haben. Dies ist der Moment, in dem Jesus das Räuchergefäß fallen lassen und das himmlische Glockenspiel wegen der Tatsache, dass das Königreich Gottes bereitet und gesichert ist, in Feierlichkeit ertönen wird. Alles was bleibt, ist das Plagenjahr.

Abbildung 9 – Das Ertönen der letzten drei Posaunen des Gerichtszyklus

Der aufmerksame Leser mag wohl bemerkt haben, dass die siebte Posaune zwar innerhalb des siebten Siegels zu blasen beginnt, der Klang der Posaune jedoch länger anhält, was uns wieder zur Ge­schich­te Jerichos zurückführt:

Und wenn man das Halljahrshorn bläst und es lange tönt, dass ihr die Posaune hört, so soll das ganze Volk ein großes Feldgeschrei machen, so werden der Stadt Mauern umfallen, und das Volk soll hineinsteigen, ein jeglicher stracks vor sich. (Josua 6,5)

Wenn die siebte Posaune ertönt, wird es Zeit aufzustehen und zu erobern! Die Reiche dieser Welt werden dann unserem Herrn gehören und indem Er seine Zornesschalen der sieben letzten Plagen ausgießt, wird Er sie gerecht richten.

Die sieben Priester mit den sieben Posaunen

Last uns zum Modell Jerichos am Beginn des Artikels zurückkehren. Die sieben Priester mit den sieben Posaunen haben eine spezielle Bedeutung, die sich von den Siegeln und Posaunen der klassischen und der Gerichtsära, die wir bisher behandelt haben, unterscheidet.

Darum lasse alle eure Kriegsleute rings um die Stadt marschieren, so daß sie die Stadt einmal umziehen, und tue sechs Tage also. Und sieben Priester sollen sieben Jubeljahrsposaunen vor der Lade tragen; und am siebenten Tage sollt ihr siebenmal um die Stadt ziehen, und die Priester sollen die Posaunen blasen. (Josua 6,3-4)

Es scheint wahrscheinlich, dass die Priester bei jedem Marsch ihre Posaunen zusammen geblasen haben, so dass es nur einen kombinierten Posaunenklang während jedes Marsches gegeben hat. Daher kommt es, dass wir generell eine Posaune pro Zeitabschnitt eines jeden Siegels der klassischen Interpretation und auch während der Wiederholung der Siegel im Untersuchungsgericht haben. Die Posaunen ertönten während des Marsches zu einer gewissen Zeit als kombinierter Ton.

Diesbezüglich scheint die genaue Zahl der Priester mit Posaunen ein unwichtiges Detail zu sein. Mehr Posaunen würden einfach nur den Ton lauter und weniger Posaunen würden den Ton einfach nur leiser erschallen lassen. Das sollte uns darauf aufmerksam machen, dass die genaue Zahl der Priester mit ihren Posaunen aus einem speziellen Grund gegeben wurde.

Die sieben Priester mit den sieben Posaunen stehen symbolisch für die endgültige Erfüllung der sieben Engel, denen die sieben Posaunen gegeben werden:

Und als es das siebente Siegel öffnete, entstand eine Stille im Himmel, von etwa einer halben Stunde. Und ich sah die sieben Engel, die vor Gott stehen; und es wurden ihnen sieben Posaunen gegeben. (Offenbarung 8,1-2)

Diese Verse sind letztlich durch den Posaunenzyklus der Orionuhr erfüllt. Wie ich vorher erklärt habe, erhielten die „sieben Engel“ (sieben Sterne) des Orion am 31. Januar 2014 während des siebten Siegels sieben Posaunen. Der Posaunenzyklus wurde nahe der Mitte des Gerichts an den Lebenden, also nahe der Mitte des siebten Siegels entdeckt. Die sieben Sterne des Orion sind die sieben „Engel“, die von der Erde aus gesehen, buchstäblich vor Gottes Thron stehen. An diesem Tag, an dem die sieben Stationen um die Orionuhr herum ein Datum bekamen, erhielten die sieben Sterne die Posaunen. Wie in Das letzte Rennen detailliert erklärt wurde, war dies der Beginn des Posaunenzyklus der Orionuhr.

Es wäre nicht passend gewesen, den Posaunenzyklus in die Reihenfolge der Märsche von Abbildung 1 miteinzubeziehen, da es sich hier um eine unabhängige Anwendung einer besonderen Eigenschaft des Jericho-Plans handelt (der Tatsache, dass dort sieben Priester mit sieben Posaunen waren) und der Posaunenzyklus steht auch nicht in einem direktem Bezug zu der buchstäblichen Reihenfolge der Märsche, die die Blaupause für die Siegel formen. Wie ich zuvor erwähnte, wurden die Posaunen wahrscheinlich während jeden Marsches gleichzeitig geblasen, was der Grund ist, wieso wir während jedem Siegel eine einzelne Posaunenwarnung haben. Es war weder notwendig noch möglich, die Töne der individuellen Posaunen im übertragenen Sinne voneinander zu unterscheiden. Wie auch immer; der Posaunenzyklus ist eine unabhängige Anwendung der Anzahl der Priester mit Posaunen. Die Posaunen im Posaunenzyklus sind alleinstehend und stimmen nicht mit dem Zeitrahmen der Siegel überein, außer in dem Sinne, dass sich alle im siebten Siegel, genauso wie es in der Offenbarung dargestellt wird, erfüllen. Das kommt daher, da sie Teil der perfekten und endgültigen Erfüllung der sieben Märsche des siebten Tages sind.

Wir wissen, dass die sieben Posaunen diese separate Anwendung haben müssen, da ihre Texte in keiner anderen Art und Weise ihre vollkommene Erfüllung gefunden haben. Zum Beispiel konnten weder die klassischen Posaunen, noch die des Gerichtszyklus, Offenbarung 8,1-2 erfüllen, denn diese Posaunen wurden, bevor irgendetwas über die sieben Sterne des Orion bekannt war, geblasen. Das Bild der sieben Engel, die vor dem Thron Gottes standen, war noch nicht entschlüsselt worden. Erst jetzt hat sich der Text komplett erfüllt, dass die sieben Engel, die vor dem Thron Gottes standen, sieben Posaunen erhielten.

Das Prinzip der fortschrei­tenden Offenbarung

Viele Posaunenwarnungen dienten dazu, die Menschen aller Zeitalter hindurch zu warnen. Auf diese Art wurden die Menschen bezüglich der geistlichen Gefahren ihrer Zeit gewarnt. Wenn jedoch die Zeit zu Ende geht, werden die Kämpfe zwischen Gut und Böse intensiver und die Zeichen der Zeit häufen sich. Infolgedessen bedürfen wir als Gottes Volk dieser Tage mehr Details zu unserem Verständnis der Prophetie, als vergleichsweise Sein Volk in früheren Zeitaltern. Deswegen offenbart Gott die Prophetie in fortschreitender Form.

Je näher wir einem prophetischen Ereignis kommen, umso mehr Details offenbart uns Gott. Das könnt ihr im Artikel Die Macht des Vaters studieren. Das Model von Jericho spiegelt Gottes Prinzip der fortschreitenden Prophetie perfekt wider.

  1. Klassische Ära: Die ersten sechs Tage waren lange Märsche, die vom Jahr 31 n. Chr. bis zum Jahr 1844 andauerten. Das waren mehr als 1800 Jahre für sechs Märsche, was im Durchschnitt etwa 300 Jahren pro Marsch entspricht.

  2. Gerichtszeit: Die Israeliten mussten im Vergleich sieben Mal an einem Tag, dem siebten und letzten, um die Stadt marschieren. Wenn wir den Durchschnitt berechnen, erhalten wir: 2014 – 1846 = 168 Jahre; 168 Jahre ÷ 7 Märsche = 24 Jahre pro Marsch. Größenordnungsmäßig (10 Mal) mehr Details! Der Vergleich zeigt uns, dass wir kurz vor dem Kommen Christi viel mehr Details offenbart bekommen, was mit Gottes fortschreitender Offenbarung, die eines der wichtigsten biblischen Prinzipien zur Entschlüsselung der Prophetie darstellt, übereinstimmt.

  3. Gericht an den Lebenden: Die Ge­schich­te Jerichos gibt uns im siebten Siegel mit der Offenbarung des Posaunenzyklus sogar weitere Details. Hier haben wir einen Durchschnitt von ungefähr drei Monaten pro Posaune, welches ein weiteres Mal größenordnungsmäßig (100 Mal) mehr Details als die Gerichtsuhr gibt! Die Details vermehren sich nicht einfach nur, sondern sie steigen exponentiell an!

Heute fehlen uns keine Zeichen für das Ende, aber das wachsende Wissen über die biblische Prophetie ist definitiv ein klares Zeichen für sich:

Du aber, Daniel, verbirg diese Worte und versiegle das Buch bis auf die Zeit des Endes! Dann werden viele darin forschen [im Wort Gottes], und das Verständnis [der Bibel] wird zunehmen. (Daniel 12,4)

Per Definition bedeutet das Prinzip der fortschreitenden Offenbarung, dass altes Licht angenommen und nach ihm gehandelt werden muss, damit neues Licht auf ihm aufbauen kann. Die Entwicklung unserer Website veranschaulicht den Aufbau unseres Wissens über die Endzeitprophetie, während es gleichzeitig immer harmonischer wird.

Sollen wir nun einen Gang höher schalten und uns die schnelle Erfüllung des Posaunenzyklus der Orionuhr genauer ansehen?

Eine umfassen­dere Betrach­tung

Um einen kompletten Überblick zu erhalten, was die ersten beiden Posaunen wirklich bedeuten, sollte man Posaunen mit deutlichem Klang lesen. Die wenigen Worte, die ich in diesem Artikel darüber verwenden werde, sind allein zu wenig, die Auslegung zu rechtfertigen. Sie sind vielmehr dazu angedacht, das Gedächtnis bezüglich des erwähnten Artikels aufzufrischen, um auf diesem Basiswissen zusätzliche Beobachtungen aufbauen zu können.

Die Vorgehensweise zur Auffindung der korrekten Interpretation der Posaunentexte ist die Kombination der Texte mit den Datumsangaben, die durch die sieben „Engel“ im Orion gegeben wurden. Wir wissen zum Beispiel, dass die erste Posaune am 1. Februar zu ertönen begann und daher kann der Text relativ einfach anhand der wichtigsten Ereignisse beginnend mit diesem Datum ausgelegt werden (eine Aufgabe, die im Rückblick natürlich viel einfacher ist):

Und der erste Engel stieß [beginnend am 1. Februar 2014] in die Posaune, und es entstand Hagel und Feuer [Steine und Lava = Vulkanausbruch des Mt. Sinabung], mit Blut vermischt [verursachte 16 Tote], und wurde [als ein Bild von etwas hingeworfen] auf die Erde [in den Vereinigten Staaten, nämlich Yellowstone] geworfen; und der dritte Teil der Bäume [Charismatiker] verbrannte [wurden von Rom einverleibt], und alles grüne Gras [Krim] verbrannte [wurde durch Russland annektiert]. (Offenbarung 8,7)

Die prophetische Beschreibung der Ereignisse endet mit dem Beginn der nächsten Posaune, aber das heißt nicht, dass das Thema an Bedeutung verliert. Als Beispiel sehen wir, dass der Feuerring immer noch ein heißes Thema ist, gleichwie die Veränderungen in der religiösen und politischen Welt, die in der Kernzeit der ersten Posaune begannen. Tatsache ist, dass die Hauptthemen der Posaunen die Tendenz haben, sich in ihrer Bedeutung zu verstärken, während eine Posaune auf der anderen aufbaut.

Die zweite Posaune ist mit der ersten verbunden und fährt dort fort, wo die erste Posaune endet. Die Krim-Krise am Ende der ersten Posaune wuchs zum Ukraine-Konflikt am Beginn der zweiten Posaune heran. So gesehen verstärkte die zweite Posaune den Ton der ersten Posaune und erhöhte auf diese Weise die Lautstärke der generellen Warnungsbotschaft, die die Posaunen gemeinsam verkündigen.

Und der zweite Engel stieß [beginnend am 12. April 2014] in die Posaune, und es wurde etwas wie ein großer, mit Feuer brennender Berg [Russland; verurteilt, weil es Gottes Volk verfolgt] ins Meer [Europa] geworfen [wegen dem Ukraine-Konflikt]; und der dritte Teil des Meeres [Pazifischer Ozean] wurde zu Blut [starb aufgrund radioaktiver Verseuchung], und der dritte Teil der Geschöpfe [Seelen] im Meer [Menschen], die [ewiges] Leben hatten, starb [gingen wegen der Täuschung durch Wunder/Spiritismus (Tag der vier Päpste) verloren], und der dritte Teil der Schiffe [Europäischer Finanzmarkt] ging zugrunde. (Offenbarung 8,8-9)

Wir täten gut daran, über den Tellerrand der reinen Identifizierung von Ereignissen hinauszudenken, denn der Zweck der Prophetie ist mehr als nur eine Liste von Wegmarkierungen zu geben, bis Jesus wiederkommt. Wir müssen die grundlegende Warnungsbotschaft der Posaunen erkennen, damit wir uns auf die Glaubensprüfung vorbereiten können, die über jede Menschenseele kommen wird, bevor Er kommt. In der Bilderserie Die Kette Satans haben wir genau das getan, indem wir die Motive hinter der Militärübung „Rapid Trident“ untersucht haben, die in der Ukraine am Ende der zweiten Posaune stattgefunden hat. Das letzte Bild dieser Serie hob den großen Test, vor dem alle Posaunen warnen, hervor: die Prüfung der wahren Anbetung – liebst du es, Gott gehorsam zu sein, was sich durch das Halten des biblischen Siebenten-Tags-Sabbats (Samstag) des Herrn zeigt oder respektierst du den Sonntag, das „Malzeichen des Tieres“, durch das jeder, der es erhält, auch die Plagen zu spüren bekommen wird?

Das vorletzte Bild in dieser Serie erklärte, wie das Prinzip „Ordnung aus dem Chaos“ von den Mächten verwendet werden könnte, ihr Ziel rasch zu erreichen. Gemäß der Dialektik von Hegel[9] gibt es drei Schritte zur Aufrichtung der Ordnung aus dem Chaos, wobei zwei von ihnen schon in den ersten beiden Posaunen erkannt werden können:

  1. Einführung eines Problems (These) – ERLEDIGT. Das Problem in der ersten Posaune war die Krimkrise. Die Annexion der Krim durch Russland brachte ein Problem auf den Tisch der internationalen Gemeinschaft. Viele fürchteten, dass sich daraus ein Krieg über ganz Europa ausbreiten könnte. Man hörte Politiker sagen: „Lass niemals eine gute Krise umsonst gewesen sein“, aber was sie der Öffentlichkeit nicht so deutlich mitteilen wollen ist, dass sie ganz bewusst eine Krise schaffen, um daraus einen Vorteil ziehen zu können. Eine Krise zu schaffen, ist der erste Schritt der Hegelschen Dialektik.

  2. Erzeuge Widerstand zu dem Problem (Antithese) – ERLEDIGT. Der zweite Schritt ist, eine Opposition zu dem Problem zu erzeugen. In diesem Fall waren es die Bemühungen der Nationen, Russland davon abzuhalten, die Krim zu beschlagnahmen, während sie gleichzeitig den Frieden in der Ostukraine erhalten wollten. Die Militärübung „Rapid Trident“ nahe dem Ende der zweiten Posaune war ein wesentlicher Teil dieser Anstrengungen. In diesem Schritt wurde der Widerstand gegen das Problem ins Rennen geschickt, so dass die zwei Seiten es zu einem späteren Zeitpunkt ausfechten können. Dieser Schritt, gemeinsam mit dem ersten, erzeugte einen Zustand des „Chaos“, der beide Seiten verschleißt, bis sie letztlich komplett erschöpft sind. Hast du jemals davon gehört, dass Jesuiten beide Parteien des Krieges finanzieren, den sie selbst anzettelten? Das ist ihr modus operandi.

  3. Biete die erwünschte Lösung des Problems an (Synthese) – ANSTEHEND. Der letzte Schritt ist das Aufsteigen des Phönix aus der Asche des Chaos. Im Kontext der ersten beiden Posaunen ist dies noch nicht geschehen. Das Ziel Satans ist, als Antwort auf den Konflikt ein vereintes politisches System auf dieser Welt zu etablieren. Das ist genau das, was er braucht, damit er die unbestrittene Anbetung auf sich lenken und diese auch erzwingen kann.

In den ersten beiden Posaunen fanden auch signifikante Entwicklungen an der religiösen Front statt. In der ersten Posaune sahen wir die Versöhnung der Charismatiker mit dem Papst, repräsentiert durch einen dritten Teil. Beachtet bitte auch, dass der Tag der vier Päpste während der zweiten Posaune ebenfalls mit Auswirkungen auf einen dritten Teil dargestellt wird. Meint ihr, dass es noch einen weiteren dritten Teil geben könnte, der in der dritten Posaune auf der Lauer liegt, um das religiöse Szenario zu vervollständigen?

Die dritte Posaune

Um die dritte Posaune auslegen zu können, müssen wir nur das Erlernte aus den ersten beiden Posaunen anwenden. Wir sahen, dass ein bemerkenswertes Ereignis am ersten Tag jeder Posaune in der Welt stattfand, das tonangebend für die gesamte Posaune ist.

Für die erste Posaune war es einerseits die Eruption des Mt. Sinabung samt Todesopfern und andererseits die drohende Gefahr eines Ausbruchs des Supervulkans unter dem Yellowstone Nationalpark. Beides passierte am ersten Tag. Diese Ereignisse haben eine enge Beziehung zum biblischen Text und dienen als Warnung für die Plagen.

Dann sahen wir in der zweiten Posaune die Eskalation der Krim-Krise, mit dem ersten blutigen Anschlag im Osten der Ukraine genau an diesem Tag. In der zweiten Posaune wurde uns klar, dass Gott auf unterschiedliche Ereignisse hinweist und jede Posaune ihren eigenen Charakter hat. Die erste Posaune wurde durch Naturkatastrophen charakterisiert und warnte vor physischen Gefahren. Der Grundton der zweiten Posaune waren die Provokationen zwischen den Nationen.

Wenn wir nun die dritte Posaune betrachten, sollten wir erwarten können, dass dieselben Prinzipien wieder gemeinsam auftreten: etwas sollte am ersten Tag des Beginns der dritten Posaune passiert sein, es sollte ein Ereignis globalen Ausmaßes gewesen sein und es sollte einen anderen Charakter haben, als die Ereignisse der ersten beiden Posaunen (nichts Geologisches und auch nichts Kriegspolitisches).

Die sieben letzten Posaunen der sieben EngelAbbildung 10 – Die sieben letzten Posaunen der sieben Engel

Bevor wir die aktuellen Ereignisse untersuchen, lasst uns zuerst versuchen zu verstehen, was der grundlegende Ton der Posaune war. Das wird uns einen Hinweis darauf geben, nach welcher Art von Ereignissen wir zu Beginn der Posaune Ausschau halten sollten. Wir haben uns weiter oben schon mit einigen signifikanten Ereignissen im Zusammenhang mit dem fünften Siegel beschäftigt, die Ende November stattfanden. Ich habe über diese Ereignisse auch im Artikel Ein letzter Aufruf im Kontext der sechsten Posaune des Gerichtszyklus gesprochen. Es ging um die Ansprache des Papstes vor dem Europäischen Parlament und um die Kirchen und andere Religionen, die sich in der Türkei mit dem Papsttum unter dem Vorwand, sich gemeinsam gegen den radikalen Islam zu verteidigen, zusammenschlossen. Diese Ereignisse fallen ebenfalls in den Zeitraum dieser allerletzten dritten Posaune, aber die dritte Posaune stellt sie in einen anderen Kontext.

Lasst uns jetzt den Text einmal objektiv lesen:

Und der dritte Engel stieß in die Posaune; da fiel ein großer Stern vom Himmel, brennend wie eine Fackel, und er fiel auf den dritten Teil der Flüsse und auf die Wasserquellen; und der Name des Sternes heißt Wermut. Und der dritte Teil der Gewässer wurde zu Wermut, und viele Menschen starben von den Gewässern, weil sie bitter geworden waren. (Offenbarung 8,10-11)

Die Botschaft der dritten Posaune handelt von einem „gefallenem Stern“, der die Wasser vergiftet und somit auch die Menschen. Wir können sofort jede Art von buchstäblicher Anwendung (Asteroiden oder ähnliches) ausschließen. Es geschah kein solches buchstäbliches Ereignis in dem erwarteten Zeitraum. Das bedeutet, dass diese Verse symbolisch gedeutet werden müssen. Man kann eine einfache Auslegung der Symbole dieses Posaunentextes im Detail auf Cyberspace Ministry[10] oder anderswo nachlesen.

Wenn wir in Erwägung ziehen, dass die Vereinigung der Weltreligionen am 30. November wichtig genug ist, im biblischen Text erwähnt zu sein, dann muss uns die dritte Posaune die Vergiftung aufzeigen, die eintritt, wenn sich die Kirchen mit dem Papst (großer Stern) vereinigen. Dies vergiftet ihre Religion beginnend bei den Leitern (Wasserquellen), setzt sich über die Kanäle der Organisation (Flüsse) fort, bis hinunter zu den einfachen Mitgliedern, die in der Folge geistlich sterben. Das Hauptanliegen der Ökumene ist, sich in gemeinsamen Punkten zu einigen und die Differenzen beiseite zu schieben. Die Betonung liegt in der gegenseitigen Akzeptanz als eine große und glückliche Familie, ungeachtet der doktrinären Differenzen. Wenn ihr versteht, welche Rolle die Lehre in Bezug auf die Charakterbildung wirklich spielt, wie ich es im Artikel Das Schmieden der Rüstung erklärt habe, dann könnt ihr jetzt sehen, wie giftig die Ökumene wirklich ist.

Der Grundton des Ökumenismus in der Zeit der dritten Posaune ist eindeutig, aber das ist noch zu wenig für eine Erklärung des biblischen Textes. Die Posaune sollte mit einem Ereignis an ihrem ersten Tag beginnen. Es sollte auch ein Ereignis sein, das eine Erfüllung des ersten Teils des Textes darstellt.

… da fiel ein großer Stern vom Himmel, brennend wie eine Fackel, … (Offenbarung 8,10)

Im engsten Sinn bezieht sich dieser Symbolismus auf den Fall Luzifers aus dem Himmel. Er war das glänzendste und meist geehrte Geschöpf nach der Gottheit selbst, bis er fiel. Er war der ursprüngliche gefallene Stern.

Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte! … (Jesaja 14,12)

Dein Herz hat sich überhoben wegen deiner Schönheit; du hast deine Weisheit um deines Glanzes willen verderbt. … (Hesekiel 28,17)

Und so wurde der große Drache niedergeworfen, die alte Schlange, genannt der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verführt; er wurde auf die Erde hinabgeworfen, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen. (Offenbarung 12,9)

Luzifer sah am Anfang gar nicht so teuflisch aus. Er präsentierte sich selbst, als würde er versuchen, Gottes Regierung durch Reformen zu verbessern und den Engeln mehr Freiheit zu geben. Auf diese Weise brannte er wie ein Licht oder wie eine Fackel. Er präsentierte sich selbst als ein Engel des Lichts, der den Weg zu einem besseren Schicksal weist. (Die Fackel wird bis heute als Symbol für Satan verwendet).

Trotzdem kann der Fall Luzifers nicht die direkte Erfüllung der dritten Posaune darstellen, denn er fiel vor sehr langer Zeit vom Himmel und nicht erst am 12. Oktober 2014, als die dritte Posaune zu ertönen begann. Erinnert euch bitte, dass wir die Posaunen als eine Verbindung zwischen dem Bibeltext und dem Datum, das wir durch die Posaunenuhr als den Beginn der Posaune haben, verstehen. Wir halten nach einer Erfüllung Ausschau, die in genau dieser Zeit stattfand, was uns die Aufgabe der Auslegung viel einfacher macht. Könnte der gefallene Stern in diesem Kontext der falsche islamische Prophet Mohammed sein? Nein, denn auch er ist nicht in 2014 „gefallen“, sondern schon vor beinahe 1500 Jahren.

Heißt das jetzt, dass Luzifers Fall (oder Mohammeds Fall) nichts mit dieser Posaune zu tun hat? Nein, es besteht tatsächlich eine Verbindung. Um die Symbolik dieses Teils des Posaunentextes identifizieren zu können, ist es hilfreich, nach jemanden zu suchen, der ebenso wie Luzifer gefallen ist, aber den Anschein erweckt, als ob er den Weg in eine bessere Welt weisen würde.

Eine außerorden­tliche Sit­zung

Lasst uns jetzt über ersten Tag der Posaune sprechen, die am 12. Oktober 2014 begann. Bedenkt bitte, dass die grundlegende Symbolik der dritten Posaune von geistlichen und religiösen Dringen handelt. Wir sollten daher in der religiösen Welt nach einem „Stern“ Ausschau halten, der das Ereignis eröffnet…

Fand zu dieser Zeit irgendein geistliches Ereignis in der Welt statt? Waren da irgendwelche religiösen „Sterne“ auf der Weltbühne anzutreffen? Was war in der religiösen Welt los?

Da gab es ein ganz besonders auffallendes Ereignis:

5.-19. Okt.
Außerordentliche Generalversammlung der Bischofssynode:
Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Kontext der Evangelisierung

Dieses Ereignis begann aber nicht genau am ersten Tag der dritten Posaune, weshalb wir vielleicht zuerst keine klare Zuordnung erkennen konnten, aber es schließt diesen Tag mit ein. Fakt ist, dass das Anfangsdatum der dritten Posaune exakt auf die Mitte dieses Ereignisses zeigt! Um was geht es nun in diesem Ereignis und könnte die dritte Posaune wirklich darauf hindeuten?

Diese spezielle Synode war eine „außerordentliche“ Tagung, das heißt, im Gegensatz zu den regelmäßigen oder „normalen“ Synoden, wurde diese wegen dringenden Angelegenheiten einberufen. Dies war überhaupt erst das dritte Mal, dass eine außerordentliche Synode einberufen wurde und es war eine sehr große Angelegenheit. Katholische Blogger (wie dieser) schätzten das Ereignis von seiner Bedeutung her als das „Dritte Vatikanische Konzil“ ein, während offizielle Publikationen (wie die des Catholic News Service) sorgsam darauf hinwiesen, dass das gesamte Synodensystem am Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils eingerichtet wurde, als ob sie diese besondere Synode absichtlich mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil in Verbindung bringen wollten. Bemerkenswerterweise lautet der vollständige Titel des „Zweiten Vatikanischen Konzils“: Das zweite öku­me­ni­sche vatikanische Konzil. Glaubt ihr, dass es reiner Zufall ist, dass einen Monat nach diesem „Dritten Vatikanischen Konzil“ – oder wie es auch immer offiziell genannt werden möge – der Papst und die Führer der großen Weltreligionen zusammenkamen, um formelle Vereinbarungen zu treffen, dass sie dem öku­me­ni­schen Einheitskurs folgen würden?

Beachtet bitte, dass dieses „Dritte Vatikanische Konzil“ noch nicht beendet ist. Die außerordentliche Synode war nur eine vorbereitende Sitzung für die große normale Synode, die noch in diesem Jahr (2015) abgehalten wird. In der Synode von 2015 werden die Ergebnisse der Synode von 2014 berücksichtigt, um endgültige Entscheidungen zu fällen. Normalerweise wird eine außerordentliche Synode nur in dringenden Angelegenheiten einberufen und hat eine Vorberei­tungszeit von etwa sechs Monaten. Diese außerordentliche Synode hatte aber eine wesentlich längere Vorberei­tungszeit! Sie begann mit der weltweiten Verteilung eines Fragebogens (!), der schon ein Jahr zuvor, im Oktober 2013, an die örtlichen Bischöfe gerichtet war. Die Synode hatte die Seelsorge für die Familie zum Thema, darunter auch Fragen zur Scheidung, Wiederheirat, Homosexualität, Einbeziehung und Einheit im Leib Christi in Bezug auf den Empfang der Kommunion und vieles mehr.

Im Hinblick auf die prophetischen Entwicklungen können wir vermuten, dass hinter dieser Synode wesentlich mehr steckt, als man mit bloßem Auge sehen kann. Zum Beispiel wissen wir, dass die Rechtfertigung für den Schutz des Sonntags oft mit der Familie verbunden wird. Dennoch, wenn dies das Ereignis ist, das Gott im Zusammenhang mit der dritten Posaune zeigen möchte, dann sollten wir uns natürlich fragen, warum Er nicht auf den Anfang deutete. Warum zeigt Er auf einen Tag in der Mitte? Vielleicht sollten wir den Zeitplan der Synode noch genauer untersuchen, um zu sehen, ob wir etwas Spezifisches entdecken können.

Wir finden einen Hinweis im englischen Wikipedia-Eintrag für die Synode, der vermuten lässt, dass etwas Wichtiges nach der ersten Sitzungswoche passierte:

Nach der ersten Woche wurde von Kardinal Péter Erdő, Relator der außerordentlichen Generalversammlung der Synode, ein relatio post disceptationem („Zwischenbericht“) abgegeben.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass die dritte Posaune auf den achten Tag, den Tag nach Ablauf der ersten Woche, zeigt. In Anbetracht dessen, dass wir über die Synode der Kirche sprechen, die sagt, dass sie den Sonntag als Zeichen ihrer Autorität beansprucht und die Synode an einem Sonntag begann und auch an einem Sonntag endete und die dritte Posaune auf einen Sonntag zeigt, glaube ich, daraus folgern zu können, dass wir zumindest eine kleine Rechtfertigung daraus ableiten können, dass der Sonntag etwas damit zu tun hat. Natürlich werden sie mit dieser Angelegenheit keine Werbung betreiben, aber wir müssen zwischen den Zeilen lesen und wissen auch, dass sie den Sonntag als „Familientag“ betrachten und die Synode handelte von der besseren Seelsorge für die Familie.

Der Papst hielt seine Predigt am Eröffnungs- und Beendigungssonntag, die offensichtlich keine normalen Sitzungstage waren. Das bedeutet, dass die wirklichen ersten und letzten Sitzungstage der Montag, 6. Oktober und der Samstag, 18. Oktober waren, die auf die wirklichen Termine für Jom Kippur und Schemini Atzeret fielen. Somit deutete nicht nur die dritte Posaune auf dieses Ereignis, sondern auch die Festtage selbst, auf denen unsere Herbst­warnung beruhte!

Interessanterweise haben die Tagesdaten von den Kernsitzungstagen vom 6.-18. Oktober eine subtile, aber wichtige Bedeutung. Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr vier Sechsen. Eine 6 steht alleine und die 18 = 6 + 6 + 6 für insgesamt vier Sechsen. Die Zahl 6666 ist die Anzahl von Satans Heerlager und wir werden dies später noch betrachten. Im Wesentlichen weisen die Festtage auf diese Synode hin und sagen uns, „Passt auf! Satan bereitet seine Heerscharen für den Kampf vor!“

Das mittlere Datum, auf das die Posaune zeigt, war ein Sonntag. Am folgenden Tag, den 13. Oktober, berichtete die Presse lauthals über die Nachrichten des Zwischenberichts der Synode. Um den Bericht am 13. veröffentlichen zu können, mussten die Dinge natürlich am 12. bereits geschehen sein. (Das ist ähnlich, wie bei der Veröffentlichung des Abschlussberichts am 19ten. Auch da musste die Abstimmung bereits am Vortage erfolgt sein.) Was auch immer der genaue Zweck dieser Synode war, Gott wies direkt darauf hin.

Denkt einmal darüber nach. Die Entscheidung über den Beginn der Eine-Welt-Religion musste in der Familien-Synode getroffen worden sein. Dort mussten sie sich entschieden haben, den Islam und all die anderen Weltreligionen zu umarmen, wie sie es im darauf folgenden Monat auch getan haben. Vielleicht ist das auch der Grund dafür, warum sie als „Familien“-Synode bezeichnet wurde – sie wurden alle eine große glückliche Familie, auch wenn sie nicht alle die katholische Eucharistie empfangen können.

Selbstverständlich würde die Kirche keine öffentliche Erklärung darüber abgeben, dass sie die Einführung eines Sonn­tags­gesetzes planen, aber meint ihr nicht auch, dass die Diskussionen über Familie, Sünde und darüber, wie mit denen verfahren wird, die nicht den offiziellen Standpunkt der Kirche hinsichtlich des „Familientages“ (Sonntag) teilen, von Bedeutung sind? Auch wenn die Gespräche nicht im direkten Zusammenhang mit der Einhaltung der Sonntagsheiligung stehen, führt das aus ihnen hervorkommende Gedankengut unzweifelhaft zum Sonntags-Kontext. Es erscheint glaubhaft, dass der Schutz des Sonntags als Tag für die Familie, die perfekte Lösung für alle „Probleme in der Familie“ wäre, mit deren Bekämpfung sich die Kirche befasst.

Wenn diese Synode das Anfangsereignis der dritten Posaune ist, dann kann man wirklich sagen, dass „viele der Menschen von den Gewässern starben, weil sie bitter geworden waren“. Wenn dieses „Dritte Vatikanische Ökumenische Konzil“ zu der großen Vereinigung der Religionen im darauffolgenden Monat führte, dann wird deutlich, wie viele Menschen geistlich durch die Vereinigung mit der Kirche, deren Gewässer voll von bitterem Gift sind, starben. Sie vereinigten sich mit der Kirche, die von dem bitteren Engel der Toten geleitet wird – dem großen gefallenen Engel Luzifer bzw. Satan!

Wir müssen jedoch noch immer die Frage beantworten, warum die Posaune auf die Mitte der Synode deutet, anstatt auf ihren Beginn. Dafür gibt es einen sehr triftigen Grund und dieser beinhaltet eine Lektion, die der Herr uns lehren möchte. Erinnert euch an die sehr bezeichnende Tatsache, dass am Tag der dritten Posaune kein Feuerballereignis stattfand, was darauf hindeutet, dass das Zitat der dritten Posaune sinnbildlich zu betrachten ist. Wir hatten dies bereits mit dem Stern so gehandhabt, den wir als einen gefallen „Engel“ (oder Botschafter) ausgelegt haben.

Das Papsttum befindet sich gewisslich in einem gefallenen Zustand, aber es fiel nicht erst vor kurzem. Das bedeutet, die dritte Posaune muss noch auf einen anderen „engelhaften“ Botschafter hindeuten, der erst kürzlich beim Erschallen der dritten Posaune gefallen ist. Das bedeutet, dass noch ein anderes Ereignis außer der Synode des Vatikans in der religiösen Welt stattgefunden haben muss, das durch die Posaune angezeigt wird. Es muss sich um ein Ereignis handeln, das erklären würde, warum die Posaune genau auf die Mitte der Synode zeigt und nicht auf deren Beginn (oder in diesem Fall auf ihr Ende, als die Abschlusserklärungen bekannt gegeben wurden).

Die “andere” katholische Kirche

Vor einiger Zeit im Jahr 2012 hatte eine andere Kirche anlässlich einer lokalen Konferenz eine Umfrage mittels „Fragebögen“ durchgeführt. Dabei ging es um die Frage der Frauen­ordi­nation, die auch ein „Familien“-Thema ist und stetig an Aktualität zunahm, bis sie offiziell in mehreren TOSC-Gruppentreffen (Theology of Ordination Study Committee) in Angriff genommen wurde. Diese Ergebnisse dieser Treffen liefen in der Jahressitzung der STA-Weltkirche im Jahr 2014 zusammen und daraus wurde wiederum eine Empfehlung zur abschließenden Klärung an die GK-Vollversammlung im Jahre 2015 weitergeleitet! Die früheren Phasen sind im Artikel Die Verlegung des Gerichts­hofs dokumentiert.

Neil Wilson, der frühere Präsident der Generalkonferenz der STA-Kirche sagte einmal:

… da ist noch eine andere universale und wahrhaft katholische Organisation, die Kirche der Siebenten-Tags Adven­tis­ten. (Adventist Review, March 5, 1981, p 3.)

Natürlich wandte er den Begriff „katholisch“ im Sinne von universal an, um damit zum Ausdruck zu bringen, dass die organisierte Adventgemeinde auch eine „Weltkirche“ ist. Als Freimaurer sagte er jedoch die wahre okkulte Wahrheit, weil die Organisation der Adventgemeinde tatsächlich nur eine kleine verkleidete katholische Kirche ist - oder sich zumindest in dieser Zeit bereits auf schnellstem Weg dahin befand, wenn sie es nicht bereits schon war. Natürlich sollten wir uns fragen, was die STA-Gemeinde während der Synode und vor allem am Tag der dritten Posaune tat? Die STA-Weltkirche versteckte ihre eigene kleine Synode im Scheinwerferlicht der großen Synode der Mutterkirche:

9.-15. Okt.
Jahresversammlung der Kirche der Siebenten-Tags Adven­tis­ten
Hauptthema: Theologie der Ordination

Habt ihr das Numerologie-Spiel, das Ted Wilson und Franziskus spielen, durchschaut!? 915 ist die Umkehrung von 519. Beide Zahlen lassen sich auf dieselbe Weise reduzieren:

9+5+1 = 15 → 1+5 = 6

Das bedeutet, zwischen den beiden Ereignissen haben wir 6 und 6 oder 66. Jetzt sucht in eurer Bibel die Zahl sechs-und-sechzig! (Ich werde später noch darauf zurückkommen.)

Die mathematische Symmetrie der Zahlen weist darauf hin, dass beide Versammlungen dasselbe Mitteldatum haben. Deshalb zeigt die dritte Posaune auch genau auf die Mitte der Jahresversammlung der Advent-Kirche, wie schon zuvor bei der katholischen Synode! Wenn Gott nur auf den Beginn der Vatikan-Synode gezeigt hätte, würde die STA-Kirche fein raus sein. Wenn Er auf den Anfang der Jahresversammlung der Adven­tis­ten hingewiesen hätte, würde die katholische Kirche ihre Hände in Unschuld waschen. Indem Er aber auf die Mitte zeigte, legte er Seinen Finger auf beide Kirchen und macht deutlich, dass sie den gleichen Zweck verfolgen und im gleichen Takt marschieren, wie wir es schon in dem Artikel Die Städte­mission geschrieben haben. Gott weist mit der dritten Posaune auf die Mitte beider Synoden hin, um beide Übeltäter zu entlarven.

519 und 915 reduziert auf 6 und 6, und das mittlere Datum 12 ergibt eine weitere 6 und 6. Ohne Zweifel sind hier Freimaurer am Werk, die für ihre Show jene Daten sorgfältig auswählten. Viermal 6 ist die Zahl von Satans Armee (6666). Die klare Botschaft hier lautet, dass diejenigen, die das vergiftete Wasser von entweder der katholischen Kirche oder der STA-Kirche trinken, das Fußvolk von Satans Armeen bilden! Anders ausgedrückt, bildet die Nummer 6666 eine Kurzformel dafür, das Folgende zu sagen: „Der gefallene Stern der dritten Posaune (12. Okt.) bildet das Zentrum der katholischen Synode (5.-19. Okt.) und der adventistischen Jahresversammlung (9.-15. Okt.).“ Lasst uns das bildlich veranschaulichen, um zu sehen, wie Luzifer sich selbst an die Spitze der „Gemeinde“ positioniert hat[11] und wie seine Armeen ihn von unten dabei unterstützen:

Freimaurerische PyramideAbbildung 11 – Freimaurerische Pyramide

Seht ihr, wie man langsam aber sicher in die Irre geführt wird, wenn man sein Vertrauen in die Organisation setzt, anstatt in Christus? Die Mitglieder der STA sind stufenweise versklavt worden, genau wie die alten Hebräer in Ägypten. Ganz still und heimlich, einen Kompromiss nach dem anderen eingehend, ist die Kirche auf die Seite des Feindes übergelaufen und steht letztendlich ganz unter seiner Macht.[12]

Die Schlüsselthemen bei der Jahressitzung waren sogar ähnlicher Natur wie das, was der Vatikan diskutierte: Frauen­ordi­nation, Homosexualität, geschlechtergerechte Sprache für eine bessere Evangelisation, etc. Tatsächlich wurde das Wasser der reinen Lehre durch zwei bestimmte dort getroffene Entscheidungen vergiftet:

  1. Zunächst einmal wurde beschlossen, die Frage der Frauen­ordi­nation an die GK-Vollversammlung im Jahre 2015 weiterzuleiten, wie auch die Ergebnisse der Familien-Synode zur eigentlichen Synode, die am 25. Oktober, 2015 (!) enden wird, weitergeleitet wurden. So wie die Jahresversammlung durch die dritte Posaune markiert ist, so hat Gott auch die GK-Vollversammlung im Jahr 2015 markiert (durch die sechste Posaune).

  2. Der zweite Punkt ist, dass die Jahresversammlung Änderungen der 28 Glaubenspunkte empfohlen hat, über die in der Vollversammlung in 2015 abgestimmt werden sollen. Das Hauptziel der Änderungen ist eine geschlechtergerechte Sprache zu verwenden. Allerdings schlich sich neben der geschlechtergerechten Sprache noch eine weitere „kleine“ Änderung ein. Statt der unmittelbar bevorstehenden Wieder­kunft Jesu, wird nunmehr im aktualisierten Glaubensbekenntnis der Kirche ausgesagt, dass wir Jesu Wieder­kunft „bald“ erwarten würden und sie nicht mehr unmittelbar bevorsteht. Kaum zu glauben, dass die Kirche 168 Jahre davon überzeugt war, dass Jesu Wieder­kunft unmittelbar bevorstehen würde und jetzt, wenn Er wirklich kommen wird, ändert die Advent-Gemeinde es in bald um!? Sie widersprechen sich sogar selbst, wenn sie die Änderung damit rechtfertigen, dass sie damit die biblische Sprache besser und präziser reflektieren wollten. Denn gerade dieses Argument steht komplett konträr zu den Bemühungen, eine geschlechtergerechte Sprache in dem restlichen Dokument zu verwenden, da sie in mindestens einem Fall die biblische Sprache verfälscht haben, um das zu erreichen.

Offensichtlich haben wir nun zwei katholische Kirchen. Der erste Tag der dritten Posaune setzt beide Kirchen ins Scheinwerferlicht, indem aufgezeigt wird, wie sie unter der Leitung desselben gefallenen Sterns parallele Wege gehen. Diese Kirchen sind die beiden Hauptschuldigen im Drama der dritten Posaune und ihr könnt sicher sein, dass keine von beiden die „reine Frau“ aus Offenbarung 12 ist – zumindest nicht mehr.

Der gefallene Stern

Ein großer Stern – Luzifer – ist vom Himmel gefallen und er führt nun beide Kirchen. Aber wenn wir dem Stern, der am exakten Datum der dritten Posaune (12. Oktober) gefallen ist, einen Namen geben wollen, dann können wir, wie ich schon erwähnt habe, nicht Luzifer dafür verwenden, denn er ist schon vor sehr langer Zeit gefallen. Könnten wir die Katholische Kirche als Namen verwenden? Nein, denn sie ist ebenfalls bereits vor langer Zeit gefallen. Der einzige engelhafte „Stern“ oder Botschafter, von dem wir sagen können, dass er am exakten Datum der dritten Posaune fiel, ist die Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten.

Und ein großes Zeichen erschien im Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf Sternen. Und sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt [von den 144.000]. (Offenbarung 12,1-2)

Bruder John interpretierte die Symbolik der reinen Frau aus Offenbarung 12 im Artikel Das Ende der Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten. Erinnert euch, dass die Frau die Kirche während vieler Generationen darstellt. Der Mond unter ihren Füssen symbolisiert die jüdische Ära, die das Licht des kommenden Christus in schattenhaften Symbolen trübe reflektierte, auf welchen sie stand. Die Sonne symbolisiert die christliche Ära, als die Sonne der Gerechtigkeit durch die Kirche in die Welt leuchtete. Die Krone symbolisiert die Gläubigen der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten – die Gerichtsgemeinde – die als eine Nation von Königen und Priestern eingesetzt wurde, um den Tag des Gerichts zu verkündigen. Und zu guter Letzt repräsentieren die Sterne in der Krone der Frau „diejenigen, die verständig sind“ und die in dieser letzten Generation „vielen zur Gerechtigkeit verholfen haben, wie die Sterne immer und ewiglich“.[13]

Jedes Symbol repräsentiert ein Zeitalter und dort, wo eine neue Ära begann, sind die Menschen der alten Ära gefallen. Das Judentum stolperte über den Felsen aller Zeitalter. Die gesamte Christenheit macht sich über das Untersuchungsgericht lustig. Der Adventismus lehnte das Licht der Sterne des Himmels ab. Die Menschen bevorzugten ihre Traditionen mehr, als die für ihre Zeit gegebene gegenwärtige Wahrheit. So wie ein Jude, der während der christlichen Ära Christus nicht annahm und daher vom Bild der Frau ausgeschlossen wurde, so ergeht es auch dem Christen, der nicht erkannt hat, dass die Stunde des Gerichts begonnen hat. Bei jeder Änderung des Symbolismus hat sich auch eine Türe geschlossen. Zum Beispiel war das Heil nicht mehr länger durch den Judaismus erreichbar, nachdem Christus gekommen war, sondern nur mehr durch Jesus.

Darin aber besteht das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; denn ihre Werke waren böse. (Johannes 3,19)

Ähnlich dazu schloss sich in 1844 eine Türe für die bekennenden Christen, denn der Tag des Gerichts hatte begonnen und der Weg des Heils (Jesus) ging in das Allerheiligste ein, um das besondere Werk der Heiligung der Menschheit durchzuführen, um sie für ein Leben in der Gegenwart Gottes vorzubereiten.

Dieselbe logische Schlussfolgerung ist nun auch auf die Siebenten-Tags-Adven­tis­ten anzuwenden. Ein Siebenten-Tags-Adventist, der Jesus in den Sternen des Orion nicht angenommen hat, ist dadurch vom Leib der Frau aus Offenbarung 12 ausgeschlossen. Johannes 3,19 (oben) ist erneut anwendbar.

Die STA-Kirche fing als eine reine Gemeinde, die durch die reine Frau repräsentiert wird, an. Aber als sie ihre Augen sehnsüchtig auf die Welt richtete, wurde ihr Charakter in das verändert, was sie dort gesehen hat. Diese Posaune streicht klar hervor, dass die organisierte STA-Kirche sich schließlich komplett mit Babylon vereinte. Man kann auch sagen, dass das zweite Babylon genauso gefallen ist wie das erste, so wie es die Bibel immer schon ausdrückte:

Und er rief kraftvoll mit lauter Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die Große, und ist eine Behausung der Dämonen geworden und ein Gefängnis aller unreinen Geister und ein Gefängnis aller unreinen und verhaßten Vögel. (Offenbarung 18,2)

Wir können sogar einen genauen Vergleich mit der Statue aus Nebukadnezars Traum und der STA-Kirche ziehen. Ihr werdet überrascht sein, wie sehr sich diese Ge­schich­ten ähneln. Sogar der STA-Bibelkommentar erklärt die Wiederholung „gefallen, gefallen“ dahingehend, dass sie den Fall des Protestantismus einschließt und ihre komplette Erfüllung die Vereinigung der Kirchen unter der Leitung Satans darstellt. Dieser Prozess war erst abgeschlossen, als die letzte wirklich „protestierende“ Kirche (STA) ebenfalls gefallen war.

[Offenbarung 14,8] Gefallen, gefallen. Es könnten möglicherweise Text-Hinweise (siehe S. 10) zitiert werden, die eine Auslassung des zweiten „gefallen“ zulassen. Die Passage scheint aber Jesaja 21,9 wiederzugeben, wo in der LXX der Text-Hinweis zwischen einem und zwei „gefallen“ schwankt. Im Hebräischen wird die Passage wiederholt. Die Wiederholung unterstreicht die Botschaft. Babylon ist ein umfassender Begriff, den Johannes verwendet, um alle religiösen Körper und Bewegungen, die von der Wahrheit abgefallen sind, zu beschreiben. Diese Tatsache verlangt von uns eine progressive und anwachsende Betrachtung dieses Ausdrucks „gefallen“.

Diese Prophezeiung über den Fall von Babylon findet ihre Erfüllung in den letzten Tagen durch die Trennung des Protestantismus im Allgemeinen von der Reinheit und Einfachheit des Evangeliums (siehe auch Offb. 14,4). Diese Botschaft wurde zuerst im Sommer 1844 von der Adventbewegung gepredigt, die als Milleriten bekannt sind und wurde auf die Kirchen angewendet, die die erste En­gels­bot­schaft, welche sich auf das Gericht bezieht, ablehnten (siehe Kommentar zu Vers 7). Die Botschaft wird eine zunehmende Relevanz haben, wenn das Ende näher kommt und sie ihre vollständige Erfüllung mit der Vereinigung der vielfältigen religiösen Elemente unter der Leitung Satans findet (siehe Kommentare zu Kapitel 13,12–14 und 17,12–14). Die Botschaft des Kapitels 18,2-4 kündet den vollständigen Sturz Babylons an und ruft das Volk Gottes, das in den verschiedenen religiösen Körperschaften verstreut ist, die Babylon ausmachen, auf, sich von ihnen abzusondern.[14]

Ich schreibe wirklich nicht gerne über diese Dinge. Es schmerzt mich zutiefst, aber ich schreibe es für dich ganz persönlich, damit du weißt, welchen Fehler du nicht begehen solltest. Die Orion-Uhr beschreibt vier Phasen der Gemeinde und zeigt die Norm des Charakters Jesu in Bezug auf die die Gemeinde bedrängenden Probleme in der jeweiligen Phase auf. Rückblickend können wir erkennen, dass die Gemeinde, anstatt einer Charakterentwicklung „nach Gottes Ebenbild“[15] zu folgen, schließlich einen Charakter gemäß dem Standbild in Nebukadnezars Traum angeeignet hat:

StandbildCharakter der alten KönigreicheCharakter der Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten
Haupt Gold Babylon …dem der Gott des Himmels das Königtum, die Macht, die Stärke und die Ehre gegeben hat; (Daniel 2,37) 1. Siegel 1846 – 1914 Die Ära der von Gott gegebenen Leiterschaft durch das Missionswerk von Ellen G. White und den Advent-Pionieren.
Brust und Arme Silber Medo-Persien …Dein Königreich wird zerteilt und den Medern und Persern gegeben werden! (Daniel 5,28) 2. Siegel 1914 – 1945 Die minderwertige Ära der Zerteilung, die durch die Spaltung der Kirche dargestellt ist, aus der die STA-Reformbewegung hervorging.
Bauch und Lenden Erz Griechen­land …während die Griechen Weisheit verlangen, verkündigen wir Christus den Gekreuzigten, … den Griechen eine Torheit; (1. Korinther 1,22-23) 3. Siegel 1936 – 1986 Die Ära der Philosophie hielt Einzug, während der die Lehrbücher und die Theologie der STA-Kirche verändert wurden und Studienmethoden wie die „historisch-kritische“ eindrangen.
Oberschenkel Eisen Rom …so stark wie Eisen; ebenso wie Eisen alles zermalmt und zertrümmert, und wie Eisen alles zerschmettert, so wird es auch jene alle zermalmen und zerschmettern. (Daniel 2,40) 4. Siegel 1986 – 2016 Die Ära der Herrschaft mit eiserner Faust, die teilweise dadurch erkennbar wurde, dass die STA-Kirche begann, den Hebel der Macht des Staates in vielen Prozessen gegen die kleineren Gemeinden anzusetzen, um sie wegen Markenrechtsverletzungen zu belangen.
Stufe 1
Standbild
Haupt
Gold
Charakter der alten Königreiche
Babylon
…dem der Gott des Himmels das Königtum, die Macht, die Stärke und die Ehre gegeben hat; (Daniel 2,37)
Charakter der Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten
1. Siegel: 1846 – 1914
Die Ära der von Gott gegebenen Leiterschaft durch das Missionswerk von Ellen G. White und den Advent-Pionieren.
Stufe 2
Standbild
Brust und Arme
Silber
Charakter der alten Königreiche
Medo-Persien
…Dein Königreich wird zerteilt und den Medern und Persern gegeben werden! (Daniel 5,28)
Charakter der Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten
2. Siegel: 1914 – 1945
Die minderwertige Ära der Zerteilung, die durch die Spaltung der Kirche dargestellt ist, aus der die STA-Reformbewegung hervorging.
Stufe 3
Standbild
Bauch und Lenden
Erz
Charakter der alten Königreiche
Griechen­land
…während die Griechen Weisheit verlangen, verkündigen wir Christus den Gekreuzigten, … den Griechen eine Torheit; (1. Korinther 1,22-23)
Charakter der Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten
3. Siegel: 1936 – 1986
Die Ära der Philosophie hielt Einzug, während der die Lehrbücher und die Theologie der STA-Kirche verändert wurden und Studienmethoden wie die „historisch-kritische“ eindrangen.
Stufe 4
Standbild
Oberschenkel
Eisen
Charakter der alten Königreiche
Rom
…so stark wie Eisen; ebenso wie Eisen alles zermalmt und zertrümmert, und wie Eisen alles zerschmettert, so wird es auch jene alle zermalmen und zerschmettern. (Daniel 2,40)
Charakter der Kirche der Siebenten-Tags-Adven­tis­ten
4. Siegel: 1986 – 2016
Die Ära der Herrschaft mit eiserner Faust, die teilweise dadurch erkennbar wurde, dass die STA-Kirche begann, den Hebel der Macht des Staates in vielen Prozessen gegen die kleineren Gemeinden anzusetzen, um sie wegen Markenrechtsverletzungen zu belangen.

Abbildung 12 – Der Charakter des Standbildes von Nebukadnezar

Die Orion­botschaft war der Aufruf Gottes zur Reue an die STA-Kirche, indem Er ihr die Abweichungen von Seinem Charakter aufzeigte. Am Ende ihrer Existenz sehen wir, dass sie anstatt dem Bilde Jesu gleich geworden zu sein, sich selbst zu einem komplett anderen Bildnis geformt hat.

Ja, die Statue, die Nebukadnezar aufrichtete, war 60 Ellen hoch und 6 Ellen breit – hier finden wir die 6 und 6 wieder. Dieses Bildnis hat nur zwei 6en, denn wir haben es hier mit einer doppelten Anwendung in dem zweifachen Ausruf „gefallen, gefallen“ zu tun. Zwei 6en stehen für die Katholische Kirche und zwei weitere 6en stehen für die organisierte STA-Kirche. Gott zeigt mit Seinem Finger auf beide Kirchen, als ob sie ein und denselben Charakter und denselben Führer haben.

Ellen White warnte in einem Brief im Jahre 1893 genau davor, wenn sie sagte:

Ich möchte alle Gläubigen ermahnen, dass sie lernen mögen, eine göttliche Strenge an sich selbst zu üben, damit ihnen nicht etwa Satan ihr Herz von Gott weg stiehlt und sie unbewusst in das Werk auf Satans Seite schlittern, ohne wahrzunehmen, dass sie ihren Leiter gewechselt haben und sie sich nun unter der tückischen Macht eines Tyrannen befinden. {1MR 357}[16]

Diese Warnung wurde nicht beachtet und die Konsequenzen haben ihr volles Maß erreicht. Diejenigen, die ein wenig Kenntnis über den Reichtum des Advent-Glaubens besitzen, werden wissen, welche Tragödie dies ist!

Auf diese Weise wird auch die dritte En­gels­bot­schaft verkündigt werden. Wenn die Zeit kommt, da sie mit größter Kraft verbreitet werden soll, wird der Herr durch demütige Werkzeuge wirken, indem er die Gemüter derer leitet, die sich ihm zum Dienst weihen. Die Mitarbeiter werden viel mehr durch die Salbung seines Geistes als durch die Ausbildung wissenschaftlicher Anstalten befähigt werden. Männer des Glaubens und des Gebets werden sich gedrungen fühlen, mit heiligem Eifer aufzutreten, um die Worte zu verkünden, die Gott ihnen anvertraut. Die Sünden Babylons werden offenbar werden; die furchtbaren Folgen der Erzwingung der kirchlichen Gebräuche durch den Staat, die Anmaßungen des Spiritismus, die heimliche aber rasche Zunahme der päpstlichen Macht, alles wird entlarvt werden. Durch diese ernsten Warnungen wird das Volk aufgerüttelt. Tausende und aber Tausende, die noch nie solche Worte gehört haben, lauschen diesen Warnungen. Mit Verwunderung hören sie das Zeugnis, daß Babylon die infolge seiner Irrtümer und Sünden gefallene Kirche ist, weil sie die ihr vom Himmel gesandte Wahrheit verworfen hat. Wendet sich das Volk dann mit der brennenden Frage, ob es wirklich so sei, an seine früheren Lehrer, so erzählen die Prediger Fabeln, prophezeien beruhigende Dinge, um die Besorgnis zu beschwichtigen und das erwachte Gewissen zu besänftigen. Da sich jedoch viele weigern, sich mit bloßer menschlicher Autorität zu begnügen und ein deutliches „So spricht der Herr“ verlangen, erklären die volkstümlichen Prediger, wie einst die Pharisäer, zornerfüllt, weil ihre Vollmacht in Frage gestellt wird: die Botschaft sei von Satan. Und sie wiegeln die sündenliebende Menge auf, jene zu verunglimpfen und zu verfolgen, die die Botschaft verkündigen. {GK 607.1; GC.606.2}[17]

Achtet bitte genau auf den Grund, warum diese Kirche Babylon ist: es kommt daher, weil sie die vom Himmel gesandte Wahrheit abgelehnt hat. Mit anderen Worten heißt das, dass sie deshalb gefallen ist, weil sie die Orion­botschaft abgelehnt hat, die Gott sandte, um sie wegen ihrer Sünden zurechtzuweisen und sie auf den richtigen Weg zurückzubringen.

Alle, die ich liebhabe, die überführe und züchtige ich. So sei nun eifrig und tue Buße! (Offenbarung 3,19)

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1.
Apostelgeschichte 1,6-7 
2.
In Bezug auf Papst Franziskus Videobotschaft 
3.
5. Mose 19,17-21; 2. Mose 21,23-27 
4.
Offenbarung 14,4 
8.
Römer 6,16 
9.
Wikipedia: Hegels Dialektik 
11.
Jesaja 14,13 
12.
Siehe Zeugnisse für die Gemeinde, Band 8, S. 41 (leider nur in Englisch) 
13.
Daniel 12,3 
14.
Nichol, F. D. (1978; 2002). Der STA-Bibelkommentar, Band 7 (S. 830). Review & Herald Publishing Association. [Übersetzt] 
15.
1. Mose 1,27 
16.
Ellen G. White: Manuscript Releases, vol. 1, p. 357 [Übersetzt] 

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Seit November 2016 führen wir unsere Studien auf GutshofWeißeWolke weiter. Mit ihrer Beglaubigung durch den Himmlischen Notar ist unser Zeitrahmen für die Veröffentlichung von Artikeln abgelaufen, aber noch ist dies nicht das Ende unserer Arbeit! Die Prophezeiungen erfüllen sich mit halsbrecherischer Geschwindigkeit und mit dem Beginn des ersten Wehe am 5. Dezember 2017 gibt es viel zu teilen, wofür sich eine andere Art von Medium anbietet: Videos.

Wir laden dich ein, unseren Kanal zu abonnieren, die Videos zu teilen und öfter reinzuschauen, damit du weiterhin über die neuesten prophetischen Entwicklungen informiert bleibst und ein besseres Verständnis für die letzte Warnung erhältst, die an eine sterbende Welt gesendet werden. In seiner Barmherzigkeit hat Gott einen prophetischen Rahmen gegeben, in dem die gegenwärtigen Ereignisse (der letzten Tage) richtig verstanden werden können, so dass wir durch diese Botschaft die Nachrichten von heute bereits gestern geben können!